O-Scoring: Nina Meinke vs. Dyana Vargas | Ringside Zone Gala Night in Hamburg | Bild+


Deontay

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Kadiru ist ein technisch guter, grundsolider Boxer, leider ohne jede Magie - erinnert mich an Axel Schulz - nur noch unkreativer, noch weniger zwingend. Was immer auch Bönte in ihm gesehen haben mag…

Er sah die überragenden Jugend und Juniorenerfolge, was soll er sonst gesehen haben? Peter gehörte zu den vielversprechendsten Talenten im Schwergewicht, von daher wollte Bönte natürlich sich diese Personalie sichern.

Boxen ist kein Hexenwerk. Wer bei den Amateuren abräumt, der ist natürlich bei den Profis ein gefragter Boxer. Wir haben hier in Deutschland auch nicht die Masse an vielversprechenden Talenten, deshalb ist die Auswahl nochmals begrenzt. Das soll aber nicht heißen, dass Kadiru nicht herausgestochen hat. Der hätte auch international irgendwo unterschreiben können bei der Juniorenvita.
 

Boxing

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Gold Jugend Olympiade, WM Silber, mehrmals EM Gold, Deutsche Meisterschaften und Eilte DM.
Da hätte jeder Manager, Promoter zugegriffen.
Bönte hat da 100% alles richtig gemacht aber Kadiru ist halt leider nicht fürs Profiboxen geeignet.
 

timeout4u

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Das mit der Talentsichtung ist immer so eine Sache. Rein sportlich gesehen gibt es weltweit und überall immer genug junge Boxer, die überragend gute Anlagen haben und das Zeug zu einem Champion. Allerdings sind eben auch Toptalente immer von zig anderen Faktoren abhängig. Zum Beispiel kann eine erfolgreiche Amateurkarriere nicht nur ein Segen sein, sondern auch ein Fluch. Viele haben in jungen Jahren bereits mit der Psyche zu kämpfen und einem zu hohen Erwartungsdruck. Dazu eben der Alltag, die Gesundheit, sich verändernde Lebensverhältnisse, Einstellungen usw.
Nicht zu vergessen, selbst das größte Talent braucht ein starkes Team hinter sich, den passenden Aufbau, die richtigen Kämpfe zum richtigen Zeitpunkt, entsprechende Förderung etc. Denn nicht zuletzt können Niederlagen, schlechte Erfahrungen im Ring/Sparring, Verletzungen, private Dinge oa. jeden derart zurückwerfen, dass man Probleme bekommt sein bestmöglichstes Können/Potential im Wettkampf abrufen zu können.
Und wenn man wirklich ehrlich ist: Talente früh zu erkennen/zu entwickeln hat mehr mit "Glück" und Zeit zu tun, als mit einem geschulten Boxexpertenauge, zumal Talent viele Gesichter hat.
 

Roberts

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Er sah die überragenden Jugend und Juniorenerfolge, was soll er sonst gesehen haben? Peter gehörte zu den vielversprechendsten Talenten im Schwergewicht, von daher wollte Bönte natürlich sich diese Personalie sichern.
Amateurboxen ist natürlich ein Fingerzeig und sein grundsätzliches boxerisches Talent wird und wurde von mir nicht bestritten.
Gold Jugend Olympiade, WM Silber, mehrmals EM Gold, Deutsche Meisterschaften und Eilte DM.
Allerdings ist Profiboxen eine ganz andere Nummer.
Bönte hat da 100% alles richtig gemacht aber Kadiru ist halt leider nicht fürs Profiboxen geeignet.
Eben. Diesen Ansatz sah man schon im ersten K(r)ampf
Technisch grundsolide, aber ideenlos und verkrampft.

Nach der Niederlage gegen Marcos Aumada wurde es nur noch verkrampfter. Alle von @timeout4u genannten Rahmenbedingungen mögen bei Kadiru gelten, es bleibt aber dabei, dass mir schon nach den ersten Kämpfen Zweifel gekommen sind und ich Böntes Sätze über Kadiru nie nachvollziehen konnte.
 

timeout4u

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Vielleicht lag der Grund damals einfach in der Beziehung zwischen Bönte und Kadiru. Hat ja auch seine guten Seiten, wenn man z.B. weiter an ein Talent glaubt, ihm Zeit gibt, ihn nicht fallen lässt. Leider eher die Ausnahme. Kaum macht man Fehler oder Misserfolge, wird man aussortiert und abgewertet. Klar, die Chancen auf einen WM-Gürtel für Kadiru stehen/standen nicht gut, aber es muss ja nicht immer die absolute Spitze sein, für die es bekanntlich auch eine gewisse Breite braucht, wo Kadiru vielleicht seinen Platz finden kann.
 

Young Kaelin

merthyr matchstick
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Und wenn man wirklich ehrlich ist: Talente früh zu erkennen/zu entwickeln hat mehr mit "Glück" und Zeit zu tun, als mit einem geschulten Boxexpertenauge, zumal Talent viele Gesichter hat.
Könnte ich nicht unterschreiben.

Es mag immer Ausnahmen geben und Boxer können sich so oder so tatsächlich noch (enorm) entwickeln.

Grundsätzlich sollte man als Trainer allerdings ein echtes Talent schon erkennen können.

Das ist beim Boxen so und war beim Fussball nicht anders. Ein echtes Talent siehst Du doch als guter Trainer sofort. Ob dann aus dem Talent auch ein Elite Sportler wird, ist eine andere Frage und von diversesten Parametern abhängig. Ein nicht mit übermässigem Talent gesegneter Sportler kanns mit viel Willen und Einsatz je nachdem trotzdem auch weit bringen, mitunter sogar weiter als der "Talentiertere", das ist kein Geheimnis.

Vielleichts liegts auch nur an der Definition "Talent", das kann ich nicht ausschliessen, aber nach meinem Verständnis sollte ein guter Trainer ein Talent erkennen können und es nicht "mit Glück" begründen müssen.
 

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Nina Meinke ist das beste Beispiel, sie ist wahrlich nicht mit Talent gesegnet.
Ich glaube als Amateurin hat sie nicht einen einzigen DM Titel gewonnen, noch nicht mal in den Junioren oder Jugendklassen, aber im gegensatz zu Kadiru ist Meinke sehr hart, fleißig, unnachgiebig und sehr verbissen.
Mit guten Management etwas glück und geduld kann man mit solchen eigenschaften es auch bis nach oben schaffen.
Dann gibt es die hochgradig Talentiert sind aber es nicht schaffen weil ihnen genau diese Eigenschaften fehlen.
 
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Gladio

Mesmerising Measures
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Ich muss noch kurz einwenden das es wichtig ist nach welcher Art von Talent man im Boxsport sucht. So richtig kann man junge Sportler eh erst ab den u13 Teams herausgucken. Vorher sind das Kinder die Spaß am Boxen haben.

Der eine hat vielleicht schnellere Hände und der andere schnellere Beine, aber wichtig wirds erst wenn die tatsächliche Begrifflichkeit für taktisches Boxen beginnt.

Diese muss sich auch erstmal entwickeln. Je nach dem wie schnell sich sich entwickeln kann und weit der junge Sportler Lern- und Entwicklungsfähigkeit zeigt, kann mann Talente erkennen und fördern.

Und wie gesagt es kommt auch darauf an wonach man gezielt guckt. Sucht man Sportler für die Amateur Laufbahn, Sportler für den Profiweg oder sogar Sportler denen man beides zutraut. Je nachdem welchen Weg man für seinen Sportler sieht, werden die jeweiligen Attribute gefördert.

Die Grundausbildung von Schlag- und Beintechniken sind zwar immer gleich. Aber es gibt unterschiedliche Anforderungen die für das olympische Boxen eher zutreffen als für die Profis und umgekehrt.
 

timeout4u

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Vielleichts liegts auch nur an der Definition "Talent", das kann ich nicht ausschliessen, aber nach meinem Verständnis sollte ein guter Trainer ein Talent erkennen können und es nicht "mit Glück" begründen müssen.
Ging mir mehr um die Auslese der Talente, die dann bereits als solches in Stützpunkten, Sportförderung etc. sind.
Klar erkannt man früh, ob jemand grundsätzlich Talent fürs Boxen hat oder nicht. Aber ab dem Zeitpunkt, wo eben die vielen fähigen Talente gezielt gefördert/entwickelt werden sollen, wird es Glückssache. Zumal leider in fast allen Talentförderungen der Grundsatz "Erfolg/Forderung" vor "Förderung/Ausbildung" vorherrscht.
 

HamburgBuam

Adalaide Byrd
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Meinke war eine gute Amateurin. Es wurden nur andere vom DBV gepusht, während sie sich ihre Erfolge erarbeiten musste. Und aufgrund ihres Stils war es auch absehbar, dass sie bei den Profis gute Leistungen abrufen würde.
 
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