Dann schauen wir uns mal die Netflix Main Card an:
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Tyson Fury (34-2-1) vs. Arslanbek Makhmudov (21-2-0)
Hab ich jetzt doch irgendwie meinen Frieden mitgemacht. Fury kommt aus 2 Niederlagen in Folge und fast 1 1/2 Jahre Pause. Da ist Makhmudov schon als Comeback Gegner ganz ok. Keine Ahnung, was Fury noch drauf hat, das Camp war ja auch irgendwie selbsttrainiert. Aber Makhmudov ist natürlich wirklich schwach. Gegen Allen zuletzt hintenraus stehend KO. Wenn sich Fury also 4-5 Runden auf Makhmudov lehnt, geht der danach auch ohne Schlagwirkung KO. Reizt mich jedenfalls immer noch nicht so recht, aber den Fight kann man irgendwie machen.
Conor Benn (24-1-0) vs. Regis Prograis (30-3-0)
15 Millionen soll Benn für diesen Kampf bekommen haben. Komplett abstrus. Und dann steckt man ihn in das schlechteste Match-Up der Main Card. Gut, Benn geht fast 5 kg runter seit seinem Sieg gegen Eubank. Da gibt es immer noch gewisse Restzweifel. Aber Prograis ist halt komplett shot und lieferte sich zuletzt einen life and death battle mit Jojo Diaz. Der hat gar keine punch resistance mehr. Ein Sieg von ihm hier wäre jedenfalls das Upset des Jahres, habe irgendwie von 1:13 Quoten gelesen. Und dafür zahlt man Benn so eine Börse? Boxen ist verrückt geworden.
Jeamie Tshikeva (9-2-0) vs. Richard Riakporhe (19-1-0)
Wahrscheinlich das ausgeglichenste Match auf der Card. Tshikeva kommt aus dem besten Sieg seiner Karriere als er Clarke hauchdünn in einem harten Fight bezwang. Hätte man auch anders sehen können. Alles andere als ein blue chip prospect. Aber Riakporhe ist mit seinen 36 auch am Ende seines Weges angekommen. Bringt wahrscheinlich insgesamt mehr mit, aber kann er das noch in den Ring bringen? Auf dem Papier ne gute, sehr offene Ansetzung.
Frazer Clarke (9-2-1) vs. Justis Huni (12-1-0)
Das erscheint mir dann nicht mehr ganz so ausgeglichen zu sein. Huni kommt aus der bittersten Niederlage des letzten Jahres. Huni gewinnt jede Runde gegen Wardley, ich fordere bereits, diesen rauszunehmen. Und dann wird er erwischt. Irre bittere KO-Niederlage in der letzten Runde. Die Definition eines come from behind KO. Auf der anderen Seite hat er gezeigt, dass er in der Weltspitze dabei ist. Clarke kam dagegen aus der eben erwähnten Niederlage gegen Tshikeva und ging - anders als Huni - gegen Wardley direkt in der ersten Runde KO. Nach der bitteren Niederlage von Huni ist Clarke als Comeback Gegner (noch dazu auf Platz 4 der Card) ok, aber die Favoritenrolle ist natürlich klar verteilt.