Springt da eigentlich noch irgendeine Versicherung ein, wenn da was ernsthaftes passiert?
Hat da jemand ne Ahnung, wie das vertraglich geregelt wird bei diesen "Halbwelt-Veranstaltungen"?
Kommt darauf an, was man unter "ernsthaft" versteht, wie man versichert ist, welche Ursache, welcher Schaden usw. Eine spezielle private Versicherung außer die herkömmlichen wie Kranken/Unfall hierfür eher nicht. Zumindest kenne ich keine und wenn es eine gibt, würden die meisten Teilnehmer sich die Beiträge vermutlich gar nicht leisten können. Letztendlich tritt man bei solchen Veranstaltungen auf eigene Gefahr an, was auch schriftlich/vertraglich entsprechend festgelegt ist/wird.
Meist laufen die üblichen akuten Folge-Verletzungen in der Praxis später "normal" über die vorhandene Krankenversicherung i.V. mit "Hausarzt" hinsichtlich Behandlung z.B. von Schmerzen, Blutungen, Rissen, Brüchen usw. oder auf eigene Rechnung ab. Kommt eben auf die notwendige Behandlung an.
Oft wird dabei auch verschwiegen, dass evtl gesundheitliche Schäden bei so einer Veranstaltung entstanden sind, sondern dann wars einfach im Training, ein Sturz, "Freizeitunfall" oder was weiß ich, um komplizierte Rechts/Versicherungsfragen zu vermeiden.
Evtl. könnten unter gewissen Umständen wie durch Verletzungen von Sicherheits/Sorgfaltspflichten oder bei grober Fahrlässigkeit/Vorsatz z.B. gesetzliche Haftpflicht/Unfallansprüche gegen Gegner, Veranstalter oa. in Frage kommen. Dazu braucht es aber juristische Unterstützung, "Geld", Gutachten etc. Know-how, Köpfchen und Wissen, was der Mehrheit dieser Klientel mit Sicherheit fehlt, sonst würden sie dort nicht mitmachen oder auf solche Gagen angewiesen sein.
Ist alles jedoch trotzdem immer einzelfallabhängig und lässt sich schwer pauschal beantworten.