Wie gesagt, ich bin kein Klitschko-Freund. Aber man kann Kämpfe auch zerreden. Wenn Klitschko und McCline Angsthasenboxen zeigten, was war dann zum Beispiel mit Lewis und Tua? Oder Tyson bei Lewis? Sowohl Lewis, Tyson oder Tua gaben in diesen Fights nicht alles, was sie vorher versprochen haben. Und der Kampf Klitschko gegen McCline war einfach ein Kampf der Taktik. Vielleicht hätte Klitschko ihn früher ausgeknockt, wenn er alles auf eine Karte gesetzt hätte. Nur ist Klitschko nicht der Typ Boxer, der einen Mann in wenigen Minuten zerstören kann, da er sich seine Chancen herausarbeitet. Und bei McCline bestand nun mal die Gefahr, dass er auf einmal mitschlägt und schwupps einen Treffer landet. McCline hat durchaus einige Treffer genommen und danach sofort zurückgeschlagen. Es lag an McCline einen Fight zu liefern. Das hat er nicht getan und Klitschko tat das in diesem Fall Vernünftigste. Beim Boxen braucht man auch Geduld. 12 Runden sind lang und unsicher. Sogar ein Barrera oder Morales machen es manchmal vor, also muss schon was an einer gewissen Taktik und Respekt vor dem Gegner dran sein.
@ Kim
Ich glaube eher, dass sich Wladimir gegen Ruiz schwer tun wird. Ruiz kann Kämpfe zerstören und ist ein Wühler, der den guten Jab von Wladimir vermutlich durch einfaches in den Mann gehen absorbiert. Um Ruiz auszuboxen, werden kleine Ausweichmanöver nach hinten nicht mehr ausreichen. Allerdings ist eine Diskussion hier erst angebracht, wenn Ruiz Jones schlägt, wovon ich allerdings ausgehe.
Bezüglich Arroganz und Ignoranz hast du Recht und ich meinte eigentlich auch die US-Trainer. Aber ich hatte heute nicht meinen besten Tag

Was die Fanbrille angeht: Du kannst über den Tiger schreiben was du willst. Ich bin eigentlich kein bestimmter Fan von irgendjemanden. Mir geht es eigentlich eher nur ums Boxen und das was gegenwärtig in den deutschen Medien herumgeistert ist leider überwiegend nur Show und mal bessere, mal schlechtere Unterhaltung. Fakt ist aber: Wladimir hat sich mit Byrd, McCline, evtl. Botha, Mercer, Shufford auch in den Staaten an die Spitze geboxt, die gegenwärtig ihrerseits so dünn und zerbrechlich wie nie ist.
Trotzdem ist Klitschko kein Superboxer, in dieser Hinsicht gebe ich Hanffro recht. Und es bedarf keiner Zaubermittel um Klitschkos Schwächen auszunutzen. Allerdings braucht es Herz, Härte und Mut, um diese Mittel einzusetzen und daran mangelt es heutzutage nicht nur vielen Profiboxern, sondern auch vielen anderen Profisportlern. Was leider zu Lasten der Zuschauer geht, für die Sportler aber bequemer ist.