Olympia-Aus: Quo Vadis Nordische Kombination?


Wird die Nordische Kombination das Olympische-Aus langfristig überleben?


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Glaube ja auch nicht, das Rydzek das böse gemeint hat oder ähnliches. Aber aus dem Munde eines 5fachen Medaillengewinners klingt das halt anders, als wenn es ein InlineRollerskate Fahrer sagt. Ansonsten kann er das eben auch nicht richtig bewerten (wie wir alle auch noch nicht), aber das dürfte dann die einzige Sportart egal ob Sommer oder Winter sein, deren Weltcup übertragen wird, obwohl sie nicht olympisch ist.

Und wie Habuba schon sagt: Wenn im Gegenzug die "kleinen" Verbände das Bumms einfach komplett einstellen, wird so ein Dreiländerkampf nur bedingt Spannung bringen.
 
Sie WAREN einmal DAS Sportevent. Ich glaube, die Bedeutung Olympischer Spiele nimmt generell ab. Sowohl für die Sportler als auch für den Zuschauer. Für Winterspiele gilt das noch mehr als für Sommerspiele.
Aber bestimmt nicht, weil im Umkehrschluss das Interesse an einem gewöhnlichen Weltcup eher steigt.
 
Es trifft ja zu, dass es in anderen Ländern noch schlimmer aussieht. Trotzdem halte ich bereits die Schließung von Stützpunkten für einen schweren Schlag. Falls beispielsweise Hinterzarten langfristig nicht gehalten werden kann, dann wird es weniger Nachwuchs aus Baden-Württemberg geben, weil nicht jeder Sprung- oder Kombi-Interessierte von dort gleich den Weg nach Oberstdorf gehen wird.
Außerdem könnte ich mir mittelfristig schon vorstellen, dass auch die Förderung der einzelnen Sportler zurückgehen wird. Denn wenn die nichtolympischen Kombis weiter gefördert werden, werden Sportler aus anderen nichtolympischen Sportarten bald mit Recht sagen: Warum die und nicht auch wir?
Das gleiche gilt für das Fernsehen: Auch da halte ich es eher für unwahrscheinlich, dass langfristig die Kombination als einzige nichtolympische Sportart dauerhaft von ARD und ZDF übertragen wird. Auch hier werden sonst nichtolympische Sportarten mit Recht fragen: Warum die und nicht wir?
Eine geringere Präsenz in der Öffentlichkeit macht auch die deutschen Kombis für Sponsoren weniger attraktiv, was zu weiteren Einnahmesverlusten führen wird.
Und auch der DSV besitzt keine unbegrenzten Geldmittel, wenngleich er sicher zu den wohlhabendsten Verbänden gehört. Aber auch er wird sich irgendwann überlegen müssen, ob er weiterhin Geld in eine möglicherweise todgeweihte Sportart steckt, oder ob er das nicht eher in diejenigen Sportarten investiert, die noch eine Zukunft haben.
 
Sie WAREN einmal DAS Sportevent. Ich glaube, die Bedeutung Olympischer Spiele nimmt generell ab. Sowohl für die Sportler als auch für den Zuschauer.
Olympische Spiele ist leider das einzige Event, wo eine Randsportart aus ihrer "Bubble" rauskommen kann und eine grössere Bühne geniessen darf.

Wenn im Gegenzug die "kleinen" Verbände das Bumms einfach komplett einstellen, wird so ein Dreiländerkampf nur bedingt Spannung bringen.
Ich habe mir in den letzten Tagen Gedanken zu möglichen Szenarien gemacht und dabei geschaut, was andere nicht-olympische Winter-Randsportarten so machen. Irgendwie kommt mir da immer Naturbahnrodeln (jetzt nenn man es auch "Alpines Rodeln") in den Sinn. Es gibt einen Weltcup, aber ausgetragen werden die Wettkämpfe ausschliesslich in Österreich und Italien (oder besser gesagt: nur im Südtirol).
Ob ein solches Szenario (aber mit Deutschland und Österreich, vielleicht auch noch Norwegen, als einzige Austragungsorte) für die NoKo möglich ist? Schwer zu sagen. Einerseits ist Naturrodeln viel einfacher - vereinfacht gemeint, man findet immer einen eisigen Hang, wo man runterfahren kann. Andererseits, die Sprungschanzen werden ja nach wie vor fürs Spezialspringen bestehen, Langlaufloipen sowieso, also die Infrastruktur für die NoKo wird ja nicht verschwinden. Aber es ist sicher viel einfacher, ins Naturbahnrodeln einzusteigen, als in die NoKo, deswegen hier auch ein grosses Fragezeichen.
Falls beispielsweise Hinterzarten langfristig nicht gehalten werden kann, dann wird es weniger Nachwuchs aus Baden-Württemberg geben, weil nicht jeder Sprung- oder Kombi-Interessierte von dort gleich den Weg nach Oberstdorf gehen wird.
In Deutschland und in Österreich wird jetzt oft gesagt, dass das Erhalten und Betrieb von Sprungschanzen nun bedroht ist. Aber wieso soll das sein, wenn Skispringen nach wie vor olympisch ist und sowieso immer viel beliebter war, als die NoKo? In solchen Ländern, wie Slowenien oder Polen hängt der Betrieb von Skisprunganlagen überhaupt nicht von der NoKo ab, da kann die NoKo vollständig verschwinden (selbst von diesem aktuellen rudimentären Zustand) und es hat Null Auswirkung auf den Betrieb und Unterhalt von Sprungschanzen.
Außerdem könnte ich mir mittelfristig schon vorstellen, dass auch die Förderung der einzelnen Sportler zurückgehen wird. Denn wenn die nichtolympischen Kombis weiter gefördert werden, werden Sportler aus anderen nichtolympischen Sportarten bald mit Recht sagen: Warum die und nicht auch wir?
Das ist ein sehr wichtiger Punkt. Da das ganze System, und ich glaube zwar überall (gibt es überhaupt ein Land, wo es nicht so ist?) auf Olympia ausgerichtet ist, wird das sehr schwierig. Es gibt zwar Förderprogramme auch für nicht olympische Sportarten (zum Beispiel in Polen wurde die Kombiniererin Joanna Kil bisher über einen speziellen Topf des Sportministeriums finanziert, welches speziell für nicht-olympische Sportarten konzipiert ist). Aber hier kommt wieder die extrem aufwändige Natur der Sportart ins Spiel. Zum Beispiel: die NoKo ist keine Sportart, die man leicht im Rahmen von nicht-olympischen "World Games" austragen kann. Selbst als Skispringen im Rahmen von "European Games" in Polen ausgetragen wurde (in Zakopane), war von der NoKo natürlich keine Rede. Andere Nischensportarten haben zumindest das "Glück", dass sie überall und einfach zugänglich sind (z.B. Inlineskaten, Duathlon). Die NoKo ist da wirklich in einer Zwickmühle.
Das gleiche gilt für das Fernsehen: Auch da halte ich es eher für unwahrscheinlich, dass langfristig die Kombination als einzige nichtolympische Sportart dauerhaft von ARD und ZDF übertragen wird. Auch hier werden sonst nichtolympische Sportarten mit Recht fragen: Warum die und nicht wir?
Es wird (oder würde) die NoKo zwar nicht retten, aber ich hoffe, wenn schon auch einen abgespeckten Weltcup geben soll, dass dann zumindest irgendwelche Livestreams (z.B. über Eurovision Sport) angeboten werden. Aber auch da ist die Hoffnung klein, werden doch bis jetzt zum Beispiel gar keine Streams von dem Sommer Grand Prix angeboten (mit wenigen Ausnahmen, als Wettkämpfe in Sachsen oder Thüringen ausgetragen wurde und MDR Livestreams bereitgestellt hat).
 
Soweit ich es verstanden habe - aber ich habe das auch nur den entsprechenden Artikeln entnommen - ist es wohl so, dass beispielsweise eine Anlage wie Klingenthal einerseits Fördergelder bekommt, weil sie ein Stützpunkt für die olympische Sportart Skispringen ist, und andererseits weitere Fördergelder bekommt, weil sie eben auch ein Stützpunkt für die olympische Sportart Nordische Kombination ist. Und man fürchtet - höchstwahrscheinlich zu Recht - dass in Zukunft die Fördergelder, die man aufgrund der Kombination bekommen hat, wegfallen.

Im besten Fall wäre es natürlich so, dass die wegfallenden Kombi-Fördergelder stattdessen größtenteils ins Skispringen gesteckt werden, so dass alle Anlagen erhalten bleiben können. Aber ich fürchte, da würden sich dann auch wieder andere Sportarten beschweren.

Wenn aber die Gesamtmenge an Fördergeldern sinkt, wäre es wahrscheinlich naheliegend, nicht bei allen Schanzen gleichermaßen zu kürzen und so dafür zu sorgen, dass überall die Finanzierung in Schieflage gerät, sondern einzelne Stützpunkte ganz zu schließen und die Gelder, die diese bisher bekommen haben, auf die übrigen zu verteilen, damit wenigstens bei einigen die Zukunft gesichert ist.

In Ländern wie Polen oder Slowenien, wo die Kombination im Vergleich zum Skispringen ein absolutes Schattendasein fristet, ist das wahrscheinlich grundsätzlich anders geregelt, weswegen das olympische Ende der Kombi hier keine Auswirkungen hat. Aber genau weiß ich es natürlich nicht.
 
Soweit ich es verstanden habe - aber ich habe das auch nur den entsprechenden Artikeln entnommen - ist es wohl so, dass beispielsweise eine Anlage wie Klingenthal einerseits Fördergelder bekommt, weil sie ein Stützpunkt für die olympische Sportart Skispringen ist, und andererseits weitere Fördergelder bekommt, weil sie eben auch ein Stützpunkt für die olympische Sportart Nordische Kombination ist. Und man fürchtet - höchstwahrscheinlich zu Recht - dass in Zukunft die Fördergelder, die man aufgrund der Kombination bekommen hat, wegfallen.
Das ist schon klar, dass Fördergelder gekürzt werden können. Da aber Skispringen nach wie vor gefördert wird, ist es eben kaum vorstellbar, dass ganze Stützpunkte verschwinden sollen. Natürlich könnten sie "schrumpfen". Aber: In Deutschland gibt es ja keinen einzigen Stützpunkt, welcher sich ausschliesslich, oder überwiegend nur für die Noko spezialisieren würde. Und hier ein kleiner Exkurs nach Frankreich: Dort ist die Situation sehr interessant: Dort sind nämlich die beiden Disziplinen wirklich regional verteilt. Nordische Kombination ist hauptsächlich im Jura angesiedelt (Chaux-Neuve), ein bisschen noch in den Vogesen (Gerardmer z.B.). Dagegen Spezialspringen ist in Savoyen zu Hause (Courchevel). Dort ist diese Trennung schon fast eigenartig. Deswegen ist dort z.B. Chaux-Neuve viel extremer bedroht. Zumindest so habe ich es verstanden, auch hat mir das ein französischer Kollege mal erklärt.
 
Sowohl für die Sportler als auch für den Zuschauer. Für Winterspiele gilt das noch mehr als für Sommerspiele.
TV-Übertragung in über 100 Ländern und Einschaltquoten die alleine in Deutschland teilweise fünfmal so hoch sind wie bei einem normalen Weltcup. Olympische Winterspiele sind alles, aber sicher nicht bedeutungslos was mediale Reichweite betrifft.
 
Nein, reine Kombi-Stützpunkte gibt es in Deutschland nicht. Aber nehmen wir mal an, eine Anlage benötigt jährlich 150.000 € Unterhalt. Und finanziert wird das meinetwegen anteilig durch 25.000 € Kombi-Förderung, 25.000 € Skisprung-Förderung, 70.000 € von der Gemeinde und 30.000 € vom Landkreis. Wenn dann eine dieser vier Säulen wegfällt und nicht irgendwie anderweitig ersetzt werden kann, wird das für eine Anlage, die ohnehin auf der Kippe steht, wahrscheinlich das Ende bedeuten.

Ich habe hier mal einen ausführlichen Artikel über die Schanzenanlage in Rastbüchl gefunden. Der ist schon ein bisschen älter und trifft deshalb das Thema nicht genau; aber er zeigt sehr schön auf, wie kleinere Anlagen bisher schon ums Überleben kämpfen müssen:

 
Derweil präsentieren sich weitere regionale Vereine und Stützpunkte in Deutschland kämpferisch.

Bayern:

»Die Nordische Kombination ist im Kinder- und Schülerbereich der Grundbaustein von allem – ohne Nordische Kombination würde es auch keine gut ausgebildeten Skispringer geben. Darum stößt die Entscheidung des IOC bei uns nur auf komplettes Unverständnis«, sagte Axel Malcher. »Ohne die Kombination funktioniert es eigentlich gar nicht«, ergänzte der Schülertrainer des Bayerischen Skiverbands (BSV) im Bereich Skisprung/Nordische Kombination.


Sachsen/SC Sohland, der Verein von Jenny Nowak:

In Sohland lässt man sich davon nicht lähmen. „Die Nordische Kombination bleibt das Fundament unserer Nachwuchsarbeit und die ideale Basis für den Spezialsprunglauf und den Skilanglauf“, heißt es im Statement. Die Loipen und Pisten der Region werden weiter gepflegt, der Nachwuchs weiter gefördert.

 
Und noch zu dem oft wiederholten Argument, dass die NoKo eine Ausbildungsbasis bildet:

Auch wenn ich als ein grosser NoKo-Fan diese genannte Basis, die Kombination darstellen soll, gerne wahrnehme, muss ich leider feststellen, dass es auch nicht überall so ist, wie in Deutschland oder Österreich, wo alle Kinder mit der Kombination beginnen und sich erst danach spezialisieren. Es ist zwar sogar in Polen so, dass ziemlich viele so machen (haben auch die grössten Skispringet gemacht, zum Beispiel Kubacki, Stoch, Żyła waren zu Schülerzeiten auch in der NoKo aktiv und haben sogar an internationalen Wettkämpfen teilgenommen, mit Stoch habe ich sogar mal NoKo-Ergebnislisten aus Klingenthal gefunden), es gibt aber auch in Polen bereits Skisprung-Vereine, die gar keine Kombination anbieten und keine Athleten in der NoKo an den Start schicken. Und selbst in Deutschland war nicht immer so. Ich habe mal die Autobiografie von Helmut Recknagel gelesen. Er hat nie die Nordische Kombination trainiert, nicht mal als Kind.
 
Und noch zu dem oft wiederholten Argument, dass die NoKo eine Ausbildungsbasis bildet:

Auch wenn ich als ein grosser NoKo-Fan diese genannte Basis, die Kombination darstellen soll, gerne wahrnehme, muss ich leider feststellen, dass es auch nicht überall so ist, wie in Deutschland oder Österreich, wo alle Kinder mit der Kombination beginnen und sich erst danach spezialisieren. Es ist zwar sogar in Polen so, dass ziemlich viele so machen (haben auch die grössten Skispringet gemacht, zum Beispiel Kubacki, Stoch, Żyła waren zu Schülerzeiten auch in der NoKo aktiv und haben sogar an internationalen Wettkämpfen teilgenommen, mit Stoch habe ich sogar mal NoKo-Ergebnislisten aus Klingenthal gefunden), es gibt aber auch in Polen bereits Skisprung-Vereine, die gar keine Kombination anbieten und keine Athleten in der NoKo an den Start schicken. Und selbst in Deutschland war nicht immer so. Ich habe mal die Autobiografie von Helmut Recknagel gelesen. Er hat nie die Nordische Kombination trainiert, nicht mal als Kind.
Das ist tatsächlich auch so eine Legende, die ich noch nie so richtig nachvollziehen konnte. Einerseits heißt es ja oft, der Reiz der Nordischen Kombination bestünde in der Vereinigung zweier an sich gegensätzlicher Disziplinen.
Aber warum es dann andererseits für einen künftigen Spezialspringer gut sein soll, zumindest in der Jugend auch Langlauf zu trainieren, hat sich mir nie so richtig erschlossen.

Und ich habe mich oft gefragt, ob das generell sinnvoll ist, oder ob das nur die deutsche oder meinetwegen deutsch-österreichisch-norwegische Art ist, Skispringer auszubilden. Danke daher auch für die Info zu Polen - denn Polen und Slowenien wären die ersten beiden Länder gewesen, die mir bei der Frage, ob es eventuell auch anders geht, in den Sinn gekommen wären.
 
denn Polen und Slowenien wären die ersten beiden Länder gewesen, die mir bei der Frage, ob es eventuell auch anders geht, in den Sinn gekommen wären.
Also sie machen das schon so, aber es ist wohl nicht die notwendige Komponente. Die Prevc-Geschwister haben auch NoKo gemacht, zumindest Cene und Nika. Nika Prevc war selbst auch im NoKo-Alpencup aktiv. Aber eben: es ist sicher nicht als Basis notwendig. Vielleicht die Langlauftechnik und -koordination ist schon sicher hilfreich, aber die Ausdauerkomponente wohl eher nicht unbedingt...
Ein von den Szenarien, die ich mir vorstelle, wie es weitergehen soll mit der NoKo, ist eben, dass die Disziplin als eine reine Kinder- und Jugenddisziplin bestehen bleiben kann, weil es eben in diesem Bereich - besonders im Sommer mit einem Crosslauf ohne Rollski - sehr einfach als eine Begleitung von reinen Skisprungwettkämpfen zu organisieren ist.
 
Das ist tatsächlich auch so eine Legende, die ich noch nie so richtig nachvollziehen konnte. Einerseits heißt es ja oft, der Reiz der Nordischen Kombination bestünde in der Vereinigung zweier an sich gegensätzlicher Disziplinen.
Aber warum es dann andererseits für einen künftigen Spezialspringer gut sein soll, zumindest in der Jugend auch Langlauf zu trainieren, hat sich mir nie so richtig erschlossen.

Und ich habe mich oft gefragt, ob das generell sinnvoll ist, oder ob das nur die deutsche oder meinetwegen deutsch-österreichisch-norwegische Art ist, Skispringer auszubilden. Danke daher auch für die Info zu Polen - denn Polen und Slowenien wären die ersten beiden Länder gewesen, die mir bei der Frage, ob es eventuell auch anders geht, in den Sinn gekommen wären.
Vermutlich liegt der Vorteil darin, dass sich ein Kind noch nicht ultrafrüh auf eine Disziplin festlegen muss. Vor allem hab ich auch eher das Gefühl, dass es mehr dem Skispringen nutzt, immerhin stehen die dann beim Abfahren vom Hang sicher auf dem Ski.
Aber für die Langläufer dürfte der Nutzen des Springens eher gegen null gehen.
 
Vermutlich liegt der Vorteil darin, dass sich ein Kind noch nicht ultrafrüh auf eine Disziplin festlegen muss. Vor allem hab ich auch eher das Gefühl, dass es mehr dem Skispringen nutzt, immerhin stehen die dann beim Abfahren vom Hang sicher auf dem Ski.
Es ist schon generell ein Vorteil, wenn junge Athleten zuerst ein bisschen "breiter" gefördert werden und ein vielseitiges Training haben.
Aber es kommt auch nicht überall gut an. Der polnische Skisprungtrainer Jakub Kot (der Bruder vom immer noch aktiven Skispringer Maciej) hat erzählt, wie zum Teil extrem mühsam es für ihn ist, Kinder, insbesondere Mädchen zu Ausdauertrainings zu zwingen. Selbst Eltern sind angeblich so blöd, dass sie mit einem Aufschrei vorbeikommen und kritisieren, dass ihre Kinder so mit Langlauf oder Crosslauf "gequält" werden.
 
Ich habe gerade geschrieben, man hört nix aus Finnland. Und doch, die IOC Entscheidung wird auch dort thematisiert, allerdings mehr auf Bezug der aktuellen Kader-Athleten.

Ilkka Herola:
Laut Herola wird die Entscheidung keinen Einfluss auf seine eigene Karriere haben, die ohnehin wahrscheinlich vor den nächsten Fünf-Ringe-Rennen enden wird.
Er sagt, dass er seine Karriere derzeit aus Liebe zum Sport vorantreibt, Jahr für Jahr. Sich selbst herauszufordern, motiviert den 31-Jährigen aus Kuopio, seinen Weg als Spitzensportler fortzusetzen.

– Es spielt keine Rolle mehr, in welchem Wettbewerb ich gegen andere Konkurrenten antrete.

Minja Korhonen:
Trotz der Entscheidung des IOC bleibt die Kombination Korhonens Hauptsportart. Sie hält einen Wechsel zum Skispringen weiterhin für möglich, sogar schon im nächsten Winter.
(gemeint ist wohl die Saison 2027/28)

 
Und noch eine kurze Nachricht: offenbar ist Nathalie Armbruster neu beim Zoll Ski Team angestellt. Also da gibt es zumindest vorerst die Förderung. Es wurden bereits mehrmals Sorgen ausgedrückt, ob die Förderung seitens Zoll oder Polizei weiterhin bestehen wird.
 
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