Online-Scoring Amanda Serrano vs. Reina Tellez u. Undercard, Youtube/DAZN, 🇵🇷 ❤


Deontay

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Ah, gut. Der versteckte Prelims-Kampf, immerhin. Die Gegnerin ist da glaube ich wenige Tage vor dem Kampf auch eingesprungen mit 42 Jahren.
 

Young Kaelin

merthyr matchstick
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Mal wieder einfach jeder Frauenkampf über die Runden gegangen, selbst bei 3-Minutenrunden. Das Format macht es leider nicht besser.
Recht erstaunliche Erkenntnisse. Hätte ich so nicht gedacht:

"Male boxers suffer KO/TKO stoppages 1.6 times more than their female counterparts. However, when adjusting the bouts for minutes boxed, their KO and TKO rates are almost identical.

These findings were revealed in a study published this week in the journal Neurology.

In the study, titled Gender Differences of Concussions in Professional Boxing, the authors combed through 10 years of data from the boxing database BoxRec. They reviewed the results of 237,238 professional matches between January 1st 2014 and January 1st 2024.

5% of the women’s bouts ended in KO. 24% with a TKO.

For men 15% of bouts ended in KO and 32% with a TKO. A significantly higher rate. However men box longer rounds and have more rounds in their championship fights. The authors adjusted the data for KO/TKO rates based on minutes boxed. They found that there was only a 1% difference in stoppage rates with this factored in."

Conclusions:

Male boxers are 1.6 times more likely to have a KO/TKO than female boxers in the same number of rounds, but when taking into account the difference round duration, the rates are about equal across sex. This suggests that if rounds were longer for females, rates KO/TKO would supersede males. These data should be considered when making rule and regulation changes for boxers.

Quelle:

 

Deontay

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Conclusions:

Male boxers are 1.6 times more likely to have a KO/TKO than female boxers in the same number of rounds, but when taking into account the difference round duration, the rates are about equal across sex. This suggests that if rounds were longer for females, rates KO/TKO would supersede males. These data should be considered when making rule and regulation changes for boxers.

Wir haben jetzt sicherlich schon 10-15 Frauenkämpfe gesehen bei 3-Minutenrunden, teilweise sogar im 12x3-Format. Ist bislang überhaupt einer davon nicht über die Zeit gegangen? Ich glaube nämlich nicht. Von daher ist die Schlussfolgerung leider falsch. Das war so eine Hoffnung, dass die Kämpfe vielleicht auch bei den Frauen vorzeitiger enden könnten, was sie aber bislang nicht tun.
 

Young Kaelin

merthyr matchstick
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Wir haben jetzt sicherlich schon 10-15 Frauenkämpfe gesehen bei 3-Minutenrunden, teilweise sogar im 12x3-Format. Ist bislang überhaupt einer davon nicht über die Zeit gegangen? Ich glaube nämlich nicht. Von daher ist die Schlussfolgerung leider falsch. Das war so eine Hoffnung, dass die Kämpfe vielleicht auch bei den Frauen vorzeitiger enden könnten, was sie aber bislang nicht tun.
Die Summe der entsprechend aufbereiteten Zahlen ist noch zu klein, um die Frage in der Praxis abschliessend zu klären.

Bei der Card hat es einen Fight bei den Frauen gegeben, welcher ko/wko endete, bei den Männern 2. Müsste mal ausrechnen, wie gross die Differenz in % minutenbereinigt ist. Ich glaube, nicht sehr gross, wobei auch hier die untersuchten aufbereiteten Zahlen im Abgleich mit der in der Studie aufgeführten Anzahl eher von anekdotischer Evidenz ist.
 

timeout4u

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Um wirklich aussagekräftige Schlussfolgerungen ziehen zu können, sollte man mindestens auch Faktoren wie Boxkönnen, Level/Wertigkeit/Ausgeglichenheit der Kämpferinnen sowie des Kampfes, Anpassung der Art des Boxens von 2 auf 3 Minuten, individuelle Regeln zu Unzen bei den Frauen, Art des Trainings usw. miteinbeziehen und berücksichtigen. Ansonsten hat man das gleiche Problem wie zig Studien zum Kopfschutz, zu Hirnverletzungen usw.
Zig Ursachen und wenig Tendenz für einen entscheidenden Grund, dafür oberflächliche Lenkung zu jenem Ziel, was der Studienauftraggeber am liebsten hören möchte, die politische Richtung der Verbände gerade braucht oä. Ich persönlich z.B. finde die Motivation Frauenkämpfe auf 3 Minuten zu erhöhen, damit mehr Kämpfe vorzeitig enden, eher mau, doch scheint eben Ansichtssache. Habe immerhin gelernt, dass Ockhams-Rasiermesser hier im Forum lieber gesehen/bevorzugt wird. :saint:
 

Gladio

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Ich glaube nicht das die Erhöhung der KO Quote bei Frauenboxkämpfen, die Motivation bei der Umstellung von 2 auf 3 Minuten sein dürfte. Ich glaube das sich die KO Quote bei Kämpfen mit höherer Rundenzahl eventuell erhöht, weil sich der körperliche Erschöpfungszustand in den späten Runden bemerkbar machen kann. Wie das auch oft bei den Männern der Fall sein kann und späte Ko's als Konsequenzen passieren können.

Generell ist es körperlich kein Problem für Frauen 3 Minuten pro Runde zu Boxen. Auch nicht über eine Distanz von zwölf Runden. Es ist eher eine sportpolitische Entscheidung darauf zu bestehen das die Ladies nicht über die Distanz von drei Minuten boxen sollen.

Im Training arbeiten die Ladies, gemessen an ihren körperlichen Parametern und muskulärem Aufbau genauso hart wie die Männer. Sowohl im Cardio Bereich als auch beim Krafttraining.

Das einzige was sich augenscheinlich erstmal verändern wird, ist der Output an Schlägen und die taktische Ausrichtung der Damen im Ring. Und das vermutlich auch nur bei Kämpfen die mehr als 6 Runden gehen sollen. Alle Kämpfe bis 6 Runden dürften dagegen wahrscheinlich überhaupt keine Veränderungen nach sich ziehen.

Leider ist der Qualitätsunterschied der Damen vom Mittelfeld zur Spitze einfach sehr groß. Das ist einer der Gründe warum man an den 2 Minuten Runden und den maximal 10 Runden bei Titelkämpfen festhält. Eine Dame der, aus welche Gründen auch immer, das Technische Vermögen fehlt, kann diesen Nachteil durch schieren Output wieder wettnachen. Siehe Tiara Brown gegen Skye Nicolson.
 
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timeout4u

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Die Hauptgründe für die 2 Minuten Distanz liegen zur Mehrheit darin. weil es für die Verbände/Veranstalter einfacher, risikoärmer und lukrativer zu vermarkten ist und man sich leider immer noch in der von Männern geprägten Boxwelt/Boxverwaltung befindet. Ein Indiz dafür: z.B. die sehr selektive Auslegung von Medizin & Co. durch die Verbände oder die gleichberechtigte Förderung/Behandlung in Gyms/Vereinen/Verbänden, was weibliche Boxer uä. betrifft.
 
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Gladio

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In der Tat nicht einfach zu entscheiden: vermutlich nicht genug, um Han hier den Kopfstoss anzukreiden aber durchaus tricky.
Man könnte durchaus eine Absicht von Han erkennen. Das ist ein typischer Evender Holyfield bzw. Katie Taylor Move. Tricky, vermutlich mit Absicht herbeiführt und nicht als solche nachweisbar.........
 
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