Also, klar, man darf bei Joshua nicht den schrecklichen Unfall, den Verlust seiner Freunde, die eigene körperliche Belastung durch den Crash und die mit der ganzen Situation verbundene mentale Katastrophe nicht vergessen. Man merkt ihm auch die Erleichterung gerade sehr an, man merkt, wie wichtig ihm dieser Sieg gewesen ist. Und es ist auch völlig in Ordnung, dass er heute keine 100 Prozent abrufen und zeigen konnte. Ist ja klar, dass nach den vergangenen Monaten (noch?) etwas fehlt.
Aber: Er ist völlig unvorbereitet in die erste Runde gestartet, irgendwie überheblich, vielleicht nicht top aufgewärmt. Dann steht seine Deckung wie so oft nicht gut – und er geht prompt auf die Bretter. Ist danach angeschlagen, wankt rum. Joshua ist wirklich extrem empfindlich gegenüber Treffern. Das beste Kinn hatte er ja nie, aber es wird inzwischen fast von Kampf zu Kampf schlimmer. Er hat das Herz, aufzustehen und zurückzukommen, zu fighten. Das kann man ihm nicht absprechen. Heute, gegen einen Prenga, ist das gut gegangen. Aber gegen die Top-Leute oder wohl auch gegen den alten, dicken Fury… da sind die schwachen Nehmerfähigkeiten eine zu krasse Achillesferse.