So, Nacht drüber geschlafen bzw. echt schlecht geschlafen. Es fühlt sich echt an wie ein Hangover.
Vielleicht ist es die Magic-DNA, solche Spiele zu vergeigen.
Die History hat ja mittlerweile genug Beispiele, wie wir entscheidende Games verkacken. Für Game 7 hab ich leider nicht viel Hoffnung. Wir waren absolut im Driver's seat, eine Riesenführung erspielt, um dann komplett unterzugehen. Detroit hat nicht nachgelassen und auch ihre Stärken ausgespielt, Cade in Monsterform. Aber trotzdem darf das nicht passieren.
Die Frage ist doch, was ist da in der Halbzeit passiert? Wie kann ich ein Coach in dem Moment nicht inspiriend wirken, so falsche Worte finden, dass man dann so planlos rauskommt? Das Team wirkte komplett hilflos gegen einen auf dem Boden liegenden Gegner. Er ist unerklärlich.
Suggs war total außer Kontrolle, die TOs und schlechten Würfe mit Ansage. Da muss ein Coach eingreifen. Seine Körpersprache war auch sehr schlecht im dritten Viertel, obwohl wir noch eine gute Führung hatten.
Die Rotations waren wieder grauenhaft. Paolo+Bench funktionierte nicht einmal in der Serie, trotzdem lässt Mosley diese 5 ran. Bane wird minutenlang kaltgestellt, muss dann in den entscheidenden Momenten wieder werfen; Keine Adjustments von Mosley, nur "tons of credit" und "we gotta look at film". Zudem fielen auch sehr viele Würfe raus; die am Korb wurden seltsam verlegt. Alles in allem eine Abwärtsspirale, für die keiner eine Lösung hatte. Man wünscht sich, man hätte nicht die große Führung herausgespielt.
@Vincent2008 :Ich verstehe ja, dass du frustriert und enttäuscht bist. Und ja, man kann dieses Forum auch nutzen, um sich einfach auszukotzen. Ich hoffe ja echt, dass du deinen Fernseher/Laptop nicht demoliert hast, denn genauso liest sich dein Beitrag mit den ganzen Ausrufezeichen und Caps. Und irgendwie schade, dass du nur nach Niederlagen hier was schreibst.
Dabei gab es viele positive Momente in der Serie, denn nicht umsonst lagen wir 3:1 gegen ein 60 Win Team vorne.
Und Nein, dieses Team ist nicht "völlig überbewertet" oder "überfordert". Und doch, der "beste Coach des Universums" könnte deutlich mehr rausholen aus diesem Team.
Dass dir Mosley Leid tut, OK. Ich mag ihn ja auch. Aber dass du nicht (Teil-)Schuld bei ihm siehst, verstehe ich nicht. Ich stehe ja nicht alleine mit der Meinung dar, eigentlich hörst du das von allen Experten und Die-Hard Fans genauso. Die Coaching-Limitationen sind da und wahrscheinlich sind Playoffs 1.Runde das höchste, was du mit Mosley erreichen kannst. Die Jungs hatten die Hosen voll, aber gerade in solchen Runs fehlt mir das Eingreifen, sei es durch Lineup-Anpassungen oder klarere Strukturen in der Offense.
Wenn die Spieler anfangen zu überdrehen, braucht es jemanden, der das Spiel wieder beruhigt oder wechselt. Aber Mosley schaut zu wie Suggs dumme TOs macht oder die Jungs vom Logo werfen, weil sie keine Auswege sehen.
Das Spiel war ein Spiegelbild der Saison. Probleme mit der Konstanz - starke Viertel gefolgt von richtig miesen. Dazu eben die Tendenz, Riesen-Runs zu zulassen. Mosley hatte in der Saison oft genug gesehen, wie wir große Vorsprünge verspielt habe, siehe vs. Lakers, Houston oder Toronto. Daraus sollte man lernen. Ebenso hatte er mit Game 7 in Cleveland vor 2 Jahren perfektes Anschauungsmaterial. Wir haben da mit 18 geführt, Bickerstaff machte adjustments und Cleveland drehte das Spiel. Wir haben da uns viel auf Franz eingeschossen, aber Wahrheit ist auch, dass Mosley tatenlos zu sah.
Game 7 müsste eigentlich in ein Blowout enden, Detroit hat Momentum und Home Court; sie wissen, dass wir mental einfach schwach sind. Aber vielleicht ist das die Chance. Wir performen am besten, wenn niemand an uns glaubt (siehe Charlotte play-in Game). Aber mit 4:3 raus wäre sinnbildlich für die Saison.