@RoyalChallenger
Hast du dein Lieblingswort "Whataboutismus" also mal wieder ausgekramt?
Ich finde es ehrlich gesagt, sehr zwiespältig, wenn der Tod von Mateschitz, einer sicherlich facettenreichen Person, zum Anlass genommen wird, um über eine Leipziger Einrichtung der Sportunterhaltungsindustrie vom Leder zu ziehen.
Ja, 50+1 ist ad absurdum geführt. Das ist zutreffend. Hier wird allerdings so getan, als ob Bundesligafußball mittlerweile noch weitaus mehr sei als Sportunterhaltungsbranche. Die einen suchen sich strategische Partner, die mal mehr, mal weniger hinterfragt werden, die anderen gründen fernab der Regeln gleich ein Unternehmen, welches dem eigentlichen Zweck, den alle verfolgen, nämlich der gewinnorientierten Unterhaltung dient.
Wenn sich Martin Kind darüber beschweren würde, könnte ich das nachvollziehen, aber glaubt denn einer ernsthaft, dass z.B. der VfL Wolfsburg noch ohne VW funktioniert? Bayer Leverkusen hat die weniger profitablen Sparten doch auch nicht mehr mit Geldern versorgt, oder was sollen die Basketballer sagen, dass man sich in Leverkusen voll und ganz auf Fußball konzentriert hat?
Welche Gerechtigkeitsdebatte wollt ihr eigentlich immer führen?
Wie ist denn z.B. Adidas zu Ruhm und Ehre gekommen? Die haben ab den 1950er Sportveranstaltungen korrumpiert, wo es nur geht, mit der FIFA im Bunde, geschmiert und kassiert.