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Reisen - Ab in den Urlaub


Am nächsten Morgen sind wir tatsächlich mal ausgeschlafen und nach einem kurzen Frühstück warten wir darauf zur Little Desert Tour abgeholt zu werden. Diese Tour steht ganz im Zeichen der kleinen Wüstenbewohner, denen man sonst nicht so viel Beachtung schenkt. Unsere Guides holen uns pünktlich vom Hotel ab und so machen wir uns mit einer Kombo aus größtenteils Deutschen sowie 2 Franzosen und 2 Luxemburgern auf den Weg richtung Wüste. Es ist übrigens immer wieder erstaunlich, dass Franzosen, egal welcher Altersklasse, wirklich so gut wie kein Englisch verstehen, geschweige denn sprechen.

Irgendwie wirkt es etwas skurril, dass man nach einer 10minütigen Autofahrt aus einer Stadt heraus plötzlich wieder mitten in der Wüste steht.

Nach einer kurzen Einweisung machen wir uns auch schon auf die Suche nach den ersten kleinen Wüstenbewohnern, die wir auch schnell finden. Mit "wir" ist aber natürlich ein Guide gemeint, der sich auf die Suche begibt, während wir von einem anderen Guide viele Infos um das Wüstenleben und deren Bewohner bekommen. WIr hätten wohl Null Chance hier irgendetwas zu entdecken.

The Namib is NOT about what you see. The Namib is about what you DON’T see.

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Auf dem ersten Bild haben wir einen Skink entdeckt, eine beinlose Echsenart. Auf dem zweiten Bild die Sindwinder-Schlange, bei der es offenbar nicht selbstverständlich ist die bei den Touren zu entdecken:-)

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Bei dem Kollegen hier handelt es sich um den Palmato Gecko, einer transparenten Gecko-Art.

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Bei dem Chamäleon hier dürfen wir dann tatsächlich in Echtzeit erleben, wie es seine Farbe binnen von Sekunden an seine Umgebung anpasst. Sehr faszinierend.

Zum Abschluss der Tour fahren wir noch etwas in der Wüste herum, bis wir sogar die Küste erblicken.


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Die Tour war auch in Nachbetrachtung ein wirkliches Highlight des Urlaubs. Einerseits ist die Tierwelt natürlich total spannend, andererseits erfahren wir aber auch sehr viel über die Geologie der Wüste und auch die biologische und meterologische Komponente kommt nicht zu kurz.
Auch das Fahren durch die Wüste über steile Dünen macht einfach total Bock, Der Ausflug dauert ca 5 Stunden und ist mit ca 45 Euro pro Person unserer Meinung nach jeden Dollar wert, da er eben viele Facetten hat und dadurch sehr kurzweilig ist.
Die Guides sind im Übrigens auch sehr bemüht nicht zu viele Spuren in der Wüste zu hinterlassen und das Leben dort nicht zu sehr zu stören. Ob das immer so gelingt? Keine Ahnung. Sicherlich aber deutlich eher als bei zahlreichen Quad-Touren, die uns unterwegs begegnen.

Nach einer kühlen Dusche machen wir uns auf den Weg zu unserem Café von gestern, weil es uns dort so gut gefallen hat.

Für den Abend haben wir wieder einen Tisch in einem Restaurant direkt am Meer reservieren lassen. Relativ spontan fragen wir unseren Booking-Dude, ob er Bock hat sich auf einen Sundowner mit uns zu treffen. Hat er:-)
Keine 15 Min später kommt er mit Gin, Tonic und Eis zum Strand und mischt uns einen Gin Tonic, der uns ziemlich aus den Latschen haut. Das Mischverhältnis zwischen Gin und Tonic ist bei ihm ohne Übertreibung nahezu 1:1 und so traut sich meine Frau anschließend die ersten 30 Min im Restaurant nicht aufzustehen um auf die Toilette zu gehen, da Sie befürchtet, dass sie umkippt :LOL:

Die Speisekarte des Restaurants klingt viel zu gut. So bestellen wir uns jeder eine Fishsoup zur Vorspeise, teilen uns noch Ceviche und ordern die Fischplatte für zwei.

Da haben wir uns definitiv übernommen und so müssen wir aufs Dessert verzichten:-)

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2 Nächte Swakopmund sind wie im Fluge vergangen und so sehr wir auch das Abenteuer bislang zuvor genossen haben, taten diese 2 Tage im "zivilisierten" Leben dann auch ganz gut um sich voller Vorfreude in weitere Abendteuer stürzen zu können.

Am nächsten Morgen frühstücken noch entspannt bevor wir uns auf richtung Spitzkoppe machen - das Matterhorn Namibias.
Wir entscheiden uns nicht für den kürzesten Weg über eine Bundesstraße, da wir noch einen kurzen Stop an einem in Namibia berühmten Schiffswrack machen wollen und danach den Weg über eine landschaftlich spannendere Gravelroad nehmen wollen.

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Hier werden wir sofort von Einheimischen vereinnahmt, die uns Mineralien, die in dieser Region vorkommen und tatsächlich wunderschön sind, verkaufen wollen.
Wir hätten es eigentlich besser wissen müssen, dass die Preise, die uns anfangs genannt wurden, dann doch ziemlich von dem unterscheiden, was man uns letztendlich abknüpfen will. Umgerechnet 80 Euro finden wir dann doch komplett übertrieben. So gibt es Diskussionen, die wir dann hoffentlich zufriedenstellend für beide Seiten auflösen konnten. Wir nehmen ein paar Steinchen mit und hinterlassen einen Betrag, den wir für angemessen erachten und die Einheimischen offenbar auch.
Trotzdem eine etwas unangehme Situation.

Die Fahrt zur Spitzkoppe verläuft ziemlich entspannt und eigentlich auch recht unspektakulär, da die Straßen deutlich besser sind als wir erwartet hätten.
 
Angekommen an der Spitzkoppe müssen wir uns erstmal registrieren lassen und anschließend den Weg zu unserem "Cabin Camp" finden. Die Wegweise sind relativ klein und spärlich, das Gelände gleicht ein wenig einem Labyrinth, aber mit Navi klapp das dann doch ziemlich easy.
Unsere Unterkunft für heute ist eine kleine, relativ gemütliche Hütte mit Grillplatz. Insgesamt gibt es hier 16 solcher Hütten und 8 Hütten müssen sich die sanitäteren Anlagen teilen. Diese sind aber wirklich sehr sauber und da auf unserer Seite nur eine weitere Hütte belegt ist, ist der einzige wirkliche Komfortverzicht, dass wir immer 2 Min zum WC oder zum Duschen rennen müssen. Dafür werden wir aber gerne mal von den tatsächlichen Bewohnern, wie Eidechsen und Panzergrillen.

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Nach einer MIttagspause und MIttagessen, was wir noch im Super Spar in Swakopmund eingekauft haben, wollen wir das Gelände ein wenig erkunden. Bei ca. 35 Grad in der prallen Mittagssonne, ist uns aber nicht so wirklich nach spazieren gehen bzw. wandern und so setzen wir uns lieber ins Auto und fahren entspannt durch den Park. Die Spitzkoppe ist kein einzelner Berg, sondern besteht aus vielen zahlreichen einzelnen Felsen und so ergeben sich viele spannende Haltemöglichkeiten an Felsen, an denen selbst wir ungeschickte Menschen ein wenig hochklettern können um eine spektakuläre Aussicht zu genießen.

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Wer hier mit dem Dachzelt unterwegs ist, findet hier übrigens eine Campsite mit zahlreichen einzelnen Stellplätzen direkt an einzelnen Felsen. Ein absoluter Traum.

Vor dem Abendessen machen wir uns passend zum Sonnenuntergang dann noch einmal zu Fuß mit einem Sundowner bewaffnet auf den Weg.
Das ist prinzipiell auch sehr cool und nett, aber unsere Freunde, die Panzergrillen, sind hier wirklich mehr als zahlreich unterwegs und so gleicht unsere kleine abendliche Wanderung eher einem Minenfeld, da man ständig nach unten schauen muss um diesen Viechern auszuweichen. Dennoch genießen wir einen spektakulären Sonnenuntergang.

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Man kann hier wirklich tolle Farbspiele je nach Sonnenposition entdecken und man möchte gar nicht aufhören zu fotographieren.

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Bevor es endgültig dunkel wird, machen wir uns auf den Rückweg, denn erstens haben wir mittlerweile mächtig Kohldampf und zweitens wollen wir den Panzergrillen natürlich noch ausweichen können :D
Der Grill wird angeworfen und es wird ein letztes Mal sich selbst versorgt. Für die restliche Zeit haben wir nur noch Unterkünfte, wo wir uns quasi um nichts mehr kümmern müssen;-) Auch wenn es natürlich ziemlich cool ist, abends mitten im Nirgendwo den Grill anzuwerfen, bewundern wir die Leute, die sowas jeden Abend auf Ihrer Reise machen. Wir sind nach den langen Tagen meistens ziemlich erschöpft und wollen dann auch mal Feierabend haben;-)

Die Spitzkoppe ist eigenlich der beste Ort in Namibia für spektakuläre Sternenhimmel. WIr haben leider nicht ganz so viel Glück, so dass wir unsere Stative eigentlich umsonst mitgenommen haben.

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Die Nacht ist soweit okay und so werden wir passend zum Sonnenaufgang wach, putzen uns fix die Zähne, kochen uns Wasser und befüllen unsere Thermobecher um den Sonnenaufgang genießen zu können mit dem Ziel Rock Arch.

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Hier sehen wir dann tatsächlich auch mal andere Menschen. Viele Touristen halten hier auf ihren Reisen nur für ein Foto ohne hier zu übernachten. Keine Ahnung warum. Die Übernachtungsmöglichkeiten sind hier vielleicht ein wenig speziell. Entweder Luxus pur für 500 Euro die Nacht oder eben etwas spartanischer. Da das Gelände natürlich riesig ist, verteilen sich die Touris, die hier übernachten ziemlich gut und man sieht ansonsten nur sehr sporadisch andere Leute.
Wir hatten hier tatsächlich einen super Tag mit einer unfassbar schönen Landschaft. Für richtige Kletterer ist dies hier definitiv ein Traum, man kann aber auch geführte Touren zu Felsmalereien buchen.

Wir packen unsere Sachen, machen etwas sauber und machen uns auf den Weg zu unserem nächsten Ziel, dem Damaraland.
Das Damarland gilt als eine der schönsten Regionen Namibias. Neben dem einzigen Welterbe Namibia, Tywfelfontatin, haben wir hier auch die Möglichkeit die seltenen Wüstenelfefanten zu entdecken.
Ob uns das gelingt? Wir werden es bald erfahren ;-)
 
Die Fahrt ins Damaraland ist mit gut 3,5 Stunden mal wieder etwas länger und auch etwas herausfordernder. Ständige Senken lassen nicht so ein richtig flüssiges Fahrgefühl aufkommen.
Auf der Strecke begegnen uns immer wieder San-Leute mit leeren Wasserkanistern am Straßenrand winken. Wieder ein Moment in dem wir nicht so richtig wissen, wie wir uns verhalten sollen. Durch die erwähnten Starkregen der letzten Wochen, sollte es ja eigentlich keinen Wassermangel geben. Wir erkundigen uns während der Fahrt bei unserem Booking-Dude, der uns erklärt, dass dies eine beliebte Masche ist um die Leute zum Anhalten zu bewegen um dann irgendwelche Dinge verkaufen zu wollen.

Dass nun der Teil der Reise beginnt, der mehr im Fokus Tiere steht, können wir zumindest anhand der Verkehrsschilder erkennen und auch die Landschaft verändert sich schlagartig.

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Leider entdecken wir auf der Fahrt aber keine Tiere. Es ist alles sehr grün und hochgewachsen und so sind Tiersichtungen einfach sehr schwierig.

Auf halber Strecke machen wir eine Pause in der alten Minenstadt Uis, wo wir tanken und wo wir auch eine vorgezogene Mittagspause einlegen in einem Café mit sehr schönem Ambiente, den ständig auftauchenden Toastvariationen und unfassbar guten Kuchen, den wir unbedingt probieren müssen:)

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Unsere Unterkunft für die nächsten beiden Nächte ist das Twyfelfontain Adventure Camp. Ca 30 Min von Twyfelfontain entfernt und direkt am Damara Living Museum, wo man in das "normale" Leben der Damara bei einer Führung eintauchen kann.
Unsere Unterkunft ist ein mittlerweile recht großes Zeltcamp mit Standart-Zelten mit Außendusche und Luxus-Zelten, die irgendwie von außen wirken, als wären hier Kolonialherren untergebracht...
Wir haben ein Standart-Zelt gebucht, da das erstens schon sehr teuer ist und wir die Luxuszelte doch irgendwie nicht so recht angemessen finden.

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Nachdem wir eine herrliche Außendusche genossen haben, machen wir uns auf den Weg zum Hauptbereich der Anlage um ein kühles Getränk (in meinem Fall zwei) einzunehmen.
Der Hauptbereich ist wirklich leicht bonzig.
Unangenehm fällt uns hier eine deutsche Reisegruppe auf, die wirkllich ständig krakält und sich eben auch wie Kolonialherren aufführt "Is somebody working here?" hören wir lauthalt durch den Hauptbereich hallen. Mit diesen Prachtexemplaren werden wir ein paar Tage später noch "Spaß" haben....

Vor dem Dinner gehen wir hoch zu einem Sundwowner Point mit einer kleinen, schnuckeligen Bar und einer wirklich spektakulären Aussicht. Der vielleicht schönste Aussichtspunkt auf unserer ganzen Reise. Gin Tonic für mich, Cider für meine Frau:)

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Anschließend gehts runter zum Dinner, was als BBQ und Buffet angeboten wird. Irgendwie etwas gewöhnungsbedürftig, da wir das Gefühl haben wir müssen uns die einzelnen Gänge/Gericht erst "freispielen". Erstmal Suppe essen, dann darf man zum Buffet um sich Starters zu holen. Dann darf man wieder zum Buffet um sich Beilagen zu holen, um dann zum Grill gehen zu können und später gibts dann nen Dessert.
Ja, First World Problems, ich weiß ;-)

Auch wenn der Restaurantbereich mit Bar durchaus zum Versacken einlädt, machen wir uns zeitig auf dem Weg zu unserem Zelt, denn wir müssen wieder einmal früh raus.
Am nächsten Morgen geht zum Huab Nature Drive....wir haben die große Hoffnung Wüstenelefanten zu sehen!:)
 
Zuletzt bearbeitet:
Erster voller Tag in London und wir sind heute 20km spazieren gewesen. Von Hammersmith über Richmond nach Twickenham und später noch an der Themse entlang nach Battersea und Chelsea.
So eine schöne Stadt 🥰

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London kann man wirklich immer gut machen, auch wenn es mir teilweise zu hektisch ist.

Kleiner Tipp meinerseits: Packung ungesalzene Nüsse kaufen und im St. James Park nach Eichhörnchen Ausschau halten. Die sind dort so zutraulich wie ich es bisher nirgendwo anders erlebt habe.
 
London kann man wirklich immer gut machen, auch wenn es mir teilweise zu hektisch ist.

Kleiner Tipp meinerseits: Packung ungesalzene Nüsse kaufen und im St. James Park nach Eichhörnchen Ausschau halten. Die sind dort so zutraulich wie ich es bisher nirgendwo anders erlebt habe.
Die sind dort aber auch vor allem deswegen komplett überfüttert und so groß wie Waschbären :D leider haben sie auch ihre zierlicheren rötlichen Verwandten komplett verdrängt… ansonsten @Lena ganz viel Spaß und Freude! Schaut auch mal beim Camden Market und generell Camden Town vorbei, da lässt sichs auch wunderbar an den Flussarmen flanieren
 
London kann man wirklich immer gut machen, auch wenn es mir teilweise zu hektisch ist.

Ich war vor gut 10 Jahren im November da und dann geht das schon;-) Aber ja, ich erinnere mich auch noch an irgendwelche Business-Damen, die hektisch in der U-Bahn Schuhwerk zwischen Absatz und flachen Schuhen getauscht haben...;)


Erster voller Tag in London und wir sind heute 20km spazieren gewesen. Von Hammersmith über Richmond nach Twickenham und später noch an der Themse entlang nach Battersea und Chelsea.
So eine schöne Stadt 🥰

Viel Spaß - in London können schnell die Füße dampfen, da es irgendwie immer was zu entdecken gibt und man nicht aufhören will. Umso mehr hat man sich dann Pausen mit nem schönen Pint oder Scones verdient :love:
Der Empfehlung mit Camden kann ich mich nur anschließen. Sicherlich kein Geheimtipp mehr, aber absolut lohnenswert. Ich bereue es immer noch, dass ich so damals rein gar nichts mit Amy Winehouse anfangen konnte
 
Erster voller Tag in London und wir sind heute 20km spazieren gewesen. Von Hammersmith über Richmond nach Twickenham und später noch an der Themse entlang nach Battersea und Chelsea.
So eine schöne Stadt 🥰

Also manchmal gibt's Zufälle... bei uns geht's im Februar für ein paar Tage nach London, und ich hatte dabei gestern Abend ein Hotel im Auge, das neben dem Battersea Park liegt. Egentlich haben wir für London Trips ein befreundetes Paar, welches einige Jahre in London gelebt hat, aber genau diese Ecke ist ihnen weitestgehend unbekannt. Mein Kumpel meinte nur, dass es eine aufstrebende Gegend sei.

Du kannst das also empfehlen, so wie sich dein Posting liest? :) Was habt ihr euch dort angesehen?
 
Also manchmal gibt's Zufälle... bei uns geht's im Februar für ein paar Tage nach London, und ich hatte dabei gestern Abend ein Hotel im Auge, das neben dem Battersea Park liegt. Egentlich haben wir für London Trips ein befreundetes Paar, welches einige Jahre in London gelebt hat, aber genau diese Ecke ist ihnen weitestgehend unbekannt. Mein Kumpel meinte nur, dass es eine aufstrebende Gegend sei.

Du kannst das also empfehlen, so wie sich dein Posting liest? :) Was habt ihr euch dort angesehen?

Ich klinke mich mal ein, wir waren letztes Jahr in London und auch in Battersea und ich fands da wirklich ganz nett. Die Battersea Power Station vermittelt erstmal den Eindruck eines brachialen Industrie-Komplexes, aber selbst die ist mittlerweile ein Einkaufszentrum mit Restaurants und Bars. Außerdem finde ich, dass es für ein altes Kraftwerk auch recht cool aussieht. Der Battersea Park war wirklich ganz schön und erreichbar ist es auch gut, zumindest bis Waterloo - ab da kann man ja aber alles rund um London Eye, Big Ben, Westminster Abbey und wenn man will auch Buckingham Palace zu Fuß erkunden. Verkehrt macht man da bestimmt nichts, ist einfach ein sehr aufstrebendes und "hippes" Viertel. Ich mochte es da.
 
Am nächsten Morgen werden wir deutlich zu früh wach. Da der Weg zum Hauptbereich der Unterkunft lang ist, nutzen viele Leute schon ihr Auto und düsen an unserem Zelt vorbei. Aber kein Problem, wir sind eh aufgeregt, weil wir guter Dinge sind heute endlich Elefanten zu sehen.
Ein kurzes, schnelles Frühstück und schon hüpfen wir in das Game-Drive-Fahrzeug was nach kurzer Fahrt auch schon abbiegt in das Flussbett des Huab-Trockenflusses.

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Wir hätten hier zwar auch selbst reinfahren können, merken aber schnell, dass wir uns hier sicherlich schnell im Sand festgefahren hätten und so können wir die wundervolle Landschaft seitlich des Flusses auch besser genießen. Auch hier ist wieder alles ungewöhnlich grün.
Ein weiterer Vorteil, dass wir nicht selbst fahren, ist die Tatsache, dass hier Fahrzeuge von allen Unterkünften in der Nähe unterwegs sind und die Guides ständig im Kontakt untereinander stehen und die Wahrscheinlichkeit natürlich so deutlich höher ist die Tiere zu entdecken.

Wüstenelfanten gibt es nur noch in zwei Ländern auf diesem Planeten, eins davon ist Namibia. Allerdings leben hier nur noch ca. 200 Exemplare und sie sind dementsprechend stark vom Aussterben bedroht, auch wenn sich die Situation ein wenig entspannt hat, da die Konflikte zwischen Mensch und Tier entschärft wurden und die Menschen gemerkt haben, dass Sie durch den aufkommenden Tourismus durch die Elefanten eben auch stark profitieren.

Die erste Hälfte der Tour verläuft leider in Sachen Tiersichtungen ziemlich enttäuschend. Mehr als eine Giraffe ist nicht zu sehen und man merkt auch den Guides an, dass sie langsam nervös werden.
Die Pisten, die man nutzt, da man am dort die Elefanten vermutet werden immer abenteuerlicher und man muss sich gegenseitig helfen sich aus dem Sand herauszuziehen.
An einem Hang werden wir von dem Wagen einer anderen Lodge hochgezogen, da unser Fahrzeug nicht stark genug motorisiert ist. Für die Guides das normalste der Welt und Alltag, für uns wirkt das ganze ziemlich waghalsig :D

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Irgendwie glauben wir nicht mehr so recht daran, dass wir heute Elefanten sehen und fragen uns was diese ganzen Manöver denn sollen.....

...aber dann:

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Uns fehlen die Worte und auch ein paar Tränchen kullern. Wir haben eine kleine Herde entdeckt, samt Nachwuchs bei perfekter Kullisse.
Wir sind sehr dankbar, dass die Guides so hartnäckig waren, nicht aufgegeben haben und sogar Überstunden gemacht haben, denn unser Ausflug dauert schon deutlich länger als angedacht und auch der Rückweg dauert noch ca. 90 Min.

Auch dieser ist noch recht lohnenswert, denn es geht durch hügelige Landschaften und auch an einem kleinen Flugplatz kommen wir noch vorbei.
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Zurück in unserer Unterkunft erwartet uns noch ein kleiner Lunch und ein wohlverdientes Kaltgetränk.

Abends beim Sundowner haben wir wieder das Vergnügen die deutsche Gruppe zu erleben, die sich lauthals darüber echauffiert, dass man Ihnen offenbar einen Gin Tonic zu wenig gebracht hat. Aber wir werden am nächsten Tag noch mehr "Spaß" mit denen haben.
 
Nach einer entspannten Nacht sind wir am nächsten Morgen wieder früh wach. Bevor wir die Unterkunft verlassen wollen wir eigentlich noch zum Damara Living Museum. Hier kann man die Damara erleben, wie die Damara eben leben, alles im Rahmen einer Führung.
Wir waren im Vorfeld schon etwas zwiegespalten, was wir davon halten sollen. Einerseits werden diese Living Museen immer sehr gelobt, andererseits befürchten wir, dass das ganze dann irgendwie auch "Zoo-Charakter" haben könnte.
Da dieser Besuch aber schon eine relativ einmalige Gelegenheit ist, entscheiden wir uns für einen Besuch und sind kurz nach Öffnung da. Das Museum ist leider aber noch nicht geöffnet und ein paar der Damara schluffen gemächlich in Jogginghose daher um offenbar ihren Arbeitstag zu beginnen.
Nun das hatten wir uns dann anders vorgestellt und so beschließen wir dann doch diesen Tagespunkt auszulassen.
Da wir aber viel zu früh dran sind um Richtung Vingerklip weiterzufahren, entschließen wir uns noch das Welterbe Twyfelfontain zu besichtigen.
Auch wenn es das einzige Welterbe Namibias ist, wollten wir das eigentlich auslassen, da wir nicht unbedingt so auf Felsenmalereien stehen und der Eintritt verhältnismäßig teuer ist.

Da wir sehr früh da sind, ist es noch angenehm leer und vor allem auch noch einigermaßen kühl. Die Besichtigung der Felsmalereien- und gravuren kann nur im Rahmen einer Führung erfolgen. Guides stehen aber on-demand bereit und da wir grad die einzigen Neuankömmlinge sind, bekommen wir einen Guide ganz für uns alleine.

Die Führungs verläuft durch recht unwegsames Gelände an verschiedenen Malereien und Gravuren vorbei. Beeindruckend ist hier auch mal wieder die Landschaft und der Guide erzählt uns etwas über diesen Ort.

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Besonders schöne diese Kunstwerke sind durch Viewpoints auf kleinen Plattformen immer gut exponiert. Insgesamt gibt es hier auf dem Gelände 2500 dieser Malereien.

Die Tour ist recht kurzweilig und so sind wir nach 45 Min auch schon durch. Wir genießen noch etwas den Blick in die Landschaft bevor wir uns dann auch wieder auf den Weg zum Auto machen.

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Die Fahrt zur Vingerklip soll gut 2 Stunden dauern, ist fahrtechnisch aber etwas nervig, da wir hier auch vielen Senken und logischerweise Steigungen haben, die kein flüssiges Fahren zulassen und für das negative Highlight auf unseren Fahrten sorgen.
Kurz hinter einer Steigung steht plötzlich eine Kolonne von 6 Autos herum. Die Insassen gestikulieren wild und wir entschließen uns zu halten, da wir fragen wollen, ob Sie Hilfe benötigen.
Tja, von wegen - unsere "sympathische" Reisegruppe aus Deutschland will sich einfach nur darüber beschweren, dass wir doch viel zu schnell fahren und wir doch hätten sehen müssen, dass sie da halten.
Ich werde im schlechten Englisch zugetextet und antworte nur auf deutsch, dass sie uns schon unfassbar negativ in der Unterkunft aufgefallen sind und wir uns immer schämen solchen "Landsleute" im Urlaub zu begegnen. Ich weise daraufhin, dass Sie doch mit ihren 6 Autos sich einen Rastplatz suchen sollen und eben nicht direkt hinter eine Steigung halten sollen und uns nicht gefährden sollen. Wildes Gemaule....
Ich steige ins Auto, Winke "freundlich" und weiter geht die Fahrt. Spoiler: Zum Glück begegnen wir uns den Rest der Reise nicht wieder. Ich bin dort im Übrigens schon sehr langsam gefahren, eben weil der Straßenverlauf nicht gut einzusehen war. Aber diesen Prachtexemplaren gehört offenbar das Land ganz alleine......

Nachdem wir uns wieder abgeregt haben, nähern wir uns schnell der Vingerklip und sehen sie auch schon aus der Ferne. Wir legen hier eigentlich hauptsächlich einen Zwischenstop ein, da uns die Fahrt direkt bis nach Etosha zu lang ist und wir hier auch eine unfassbar einzigeartige Unterkunft entdeckt haben.
Die Vingerklip Lodge bietet eine exklusive Unterkunft auf einem Berg direkt hinter der eigentlichen Unterkunft: das Heaven's Gate. Auf dem Berg befindet sich neben einer vielleicht 70 qm großen Unterkunft nur noch ein kleines Restaurant und somit haben wir neben einer recht luxuriösen Unterkunft nahezu komplette Ruhe.

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Unser Gepäck wird per Lift nach oben gebracht. Frühstück für den nächsten Morgen können wir vorab aussuchen und wird uns auch entsprechend hochgebracht. Wir müssen über ein Treppenkonstrukt mit einerm Mitarbeiter den Weg nach oben antreten. Das dauert ca 15 Min und man sollte am besten nichts untern vergessen haben:-)
Oben angekommen, genießen wir erstmal die Ausblicke in sämtliche Richtungen und kommen aus dem Staunen nicht wieder heraus als wir unsere Unterkunft betreten. Es gibt sogar einen Kamin :D

Ich entschließe mich erstmal in unseren eigenen kleinen Pool zu hüpfen und den Aufstieg von Arminia ein wenig zu zelebrieren. Aufstieg in Namibia. Ich bin wohl der einzige in diesem Land, der dies feiert:smoke:

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Abends haben wir dann noch Dinner in dem Restaurant oben auf dem Berg. Andere Gäste können sich hier auch einen Platz gegen einen kleinen Aufpreis sichern.
Hier gibt es eher eine kleine aber feine Auswahl. Der Chefkoch bietet eine wunderschöne Show und die Atmosphähre hier lädt einfach zum entspannen und genießen ein.

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Wir bereuen es schon jetzt, dass wir hier nur für eine Nacht sind. Die Urlaubstage sind dann eben nunmal knapp und auch das Budget irgendwann am Anschlag.
Also ab ins Bett um am nächsten Morgen spätestens zum Sonnenaufgang auf den Beinen zu sein um jede Minute hier auskosten zu können:-)
 
Hier gibt es ja paar Hamburger. Ich fliege Mitte September nach Hamburg und bin zum ersten Mal seit 10 Jahren da, auch weil meine frau seit 9 Jahren darauf drängt endlich mal dahin zu fliegen um mal meine Tante zu besuchen. Wir werden im GINN nächtigen und haben zwei volle Tage und einen halben Tag. Ein Abend ist bereits reserviert für meinen Besuch im Landhaus Scherrer weil ich da als 3 Jähriger Steppke mal war und Terror gemacht habe weil die Portionen so klein waren :D

Ich persönlich würde unheimlich gerne das Miniatur Wunderland besuchen und das wars schon was ich machen will. Aber für einen Hamburg Newbie wie meine Frau, was empfehlt ihr?
 
Empfehlenswert finde ich wirklich den begrünten Bunker auf St. Pauli. Man hat eine richtig gute Sicht, kostenlos ist es auch noch. Durch die Speicherstadt kann man schon auch mal etwas laufen. Eine Hafenrundfahrt ist natürlich das klassische Touriprogramm, aber habe ich letztes Jahr mal wieder gemacht als ich Besuch hatte. Und das ist schon launig gemacht und spaßig, kann man eigentlich nicht meckern (aber nicht günstig). Ansonsten bin ich großer Fan davon mit den Fähren bis Teufelsbrück zu fahren (sind im HVV- bzw. Deutschlandticket auch inbegriffen), dann noch ein kleines Stückchen Bus fahren bis nach Blankenese, und dort dann im Treppenviertel umherlaufen, das ist schon idyllisch. Die Hafencity finde ich sehr seelenlos, aber natürlich kann man schon mal in die Elphi und hoch bis zur Besucherplattform (ist glaube ich auch noch kostenlos).
 
Ich war vor wenigen Wochen auch das erste Mal seit Jahren wieder in Hamburg.
Wir haben beim Hafen sofort kehrt gemacht, weil es dort so dermaßen überlaufen war.

Planten un Blomen ist schön um etwas abzuschalten, auch wenn es dort nicht unbedingt ruhig ist.

Wir fanden die Ausstellung bei St Nikolai ganz bewegend.

Derzeit ist in Hamburg auch die Titanic-Ausstellung, sollte da irgendwie Interesse bestehen. Wir fanden den Eintritt persönlich irgendwie zu hoch.

Der Innenhof vom Rathaus ist irgendwie auch ziemlich nett.
 
Derzeit ist in Hamburg auch die Titanic-Ausstellung, sollte da irgendwie Interesse bestehen. Wir fanden den Eintritt persönlich irgendwie zu hoch.
Meine Schwägerin ist gerade mit ihren Kindern hier und die waren am Donnerstag drin. Für 26€ pro Person kriegt man da wirklich nicht genug geboten. Die waren nach 1 Stunde durch.

Einfach zu teuer, keine Empfehlung also.
 
Hier gibt es ja paar Hamburger. Ich fliege Mitte September nach Hamburg und bin zum ersten Mal seit 10 Jahren da, auch weil meine frau seit 9 Jahren darauf drängt endlich mal dahin zu fliegen um mal meine Tante zu besuchen. Wir werden im GINN nächtigen und haben zwei volle Tage und einen halben Tag. Ein Abend ist bereits reserviert für meinen Besuch im Landhaus Scherrer weil ich da als 3 Jähriger Steppke mal war und Terror gemacht habe weil die Portionen so klein waren :D

Ich persönlich würde unheimlich gerne das Miniatur Wunderland besuchen und das wars schon was ich machen will. Aber für einen Hamburg Newbie wie meine Frau, was empfehlt ihr?

Kostenfei oder-günstig und sehr empfehlenswert:

- Der Feldstraßenbunker (schon genannt) ist von außen begehbar. Obendrauf gibts ne kleine Wiese und Bänke zum ausruhen und auch eine Cafe-/Imbissbude. Blick ins Millentorstadion inklusive. Super tipp für einfachen, aber leckeren Fisch: https://karofisch.website/, direkt gegenüber vom Bunker.
- Elbphilharmonie Besucherplaza - lässt sich super mit einem Spaziergang durch Speicherstadt und Hafencity und ggf. auch dem Miniaturwunderland kombinieren. Und auch mit dem nächsten Programmpunkt.
- In HH gehören die Fähren der HADAG ja mit zum ÖPNV. Es gibt mittlerweile eine durchgehende Ost-West Verbindung über die Elbe mit den ÖPNV-Fähren von der Elbhilharmonie (neu, Linie 72) über Landungsbrücken (62) bis Teufelsbrück (Umstieg in Finkenwerder von 62 auf 64). Bis Teufelsbrück sind das die neuen Fähren, bei denen man bei gutem Wetter mit grandiosem Hafenrundumblick oben auf dem Deck sitzen kann. Ab Finkenwerder ist die 64 ne ältere Fähre, bei denen man am Heck aber auch überdacht im freien sitzt.
- Die Fährverbindung lässt sich super mit schönen Spaziergängen verbinden, zum Beispiel im Blankeneser Treppenviertel, im Museumshafen Övelgönne (zweiter Link), oder am Falkensteiner Ufer. Wenn Övelgönne, dann auf jeden Fall auf dem Fähranleger ein Fischbrötchen bei Nuggi holen.
- Vor ein paar Jahren wurde die voll renovierte Oströhre des alten Elbtunnels wieder eröffnet. Für den Autoverkehr ist der alte Elbtunnel schn lange gesperrt. Man kann zu Fuß oder mit dem Fahrrad (siehe unten Stadtrad) unter der Elbe durch zum südlichen Ufer auf der Industriehafenseite. Von dort hat man auch einen super Blick auf auf die Stadt (Landungsbrücken, Elbphilharmonie usw.). Dort gibt es auch ich meine zwei Imbissbuden mit Cafe/Kuchen und Pommes usw..

Mit Eintritt/Kosten:

- In Hamburg ist seit vergangenem Jahr ein neues Museumsschiff zu besichtigen - die Peking im Hansahafen. Die Peking ist eine beeindruckende, voll restaurierte Viermast-Stahlbark , die früher Maschinen nach Südamerika und Salpeter zurück gebracht hat. Der Hansahafen ist per Bus - zum Beispiel ab U-Bahn Elbbrücken (hier lässt sich auch prima die Bauruine Elbtower bewundern, da Du mit dem Flugzeug kommst, siehst Du sie ja nicht bei der Anreise - mit dem Zug oder Auto fährt man direkt daran vorbei) zu erreichen. Die Tour lohnt sich, weil man etwas vom industrielleren Teil des Hafens sieht und am Hansahafen den etwas selteneren Blick auf die Stadt vom Südufer der Elbe aus hat (Landungsbrücken, Elbphilharmonie usw.). Außerdem kann man sich dort etwas alte Ladetechnik, die Hafenbahn und ein paar ältere Wasserfahrzeuge ansehen und einen Blick in den Schuppen 50A - das Magazin des Deutschen Hafenmuseums - werfen. Der Eintritt in den Schuppen 50A ist meine ich im Peking-Ticket enthalten.
- Natürlich das Miniaturwunderland - da kann man ohne Probleme einen ganzen Tag verbringen.
- Ein Tipp bei schönem Wetter: Spaziergang durch den Statdtpark und ein Kanu oder Tretboot auf der Liebesinsel mieten. Von dort kann man mit einer 1-2h Fahrt eine schöne Fahrt durch den Goldbekanal bis zum Rondeelteich und zurück machen.
- Die Openairkino-Saison hat in HH begonnen. Gerade wurde das Kino im Schanzenpark aufgebaut - bin ich just heute vorbeigejoggt. Das lässt sich bspw. als Abendveranstaltung mit einem vorherigen Besuch des Schanzenviertels oder dem Bunker verbinden. Vorher eine rustikalen Imbiss in Erikas Eck bei konservierter 70er-Jahre-Atmo. Oder leicht gehoben casual bei Tim Mälzers Bullerei (bis 16 Uhr ohne Reservierung im angeschlossenen DELI) Bekommt man dort keinen Tisch mehr, ist das Ratsherren Brauhaus Altes Mädchen um die Ecke auch immer eine unkomplizierte konsensfähige Alternative.
- Bei schlechtem Wetter ist Hagenbecks Tierpark eine Option. Das vor ca. 15 Jahren éröffnete Tropenaquarium ist recht beeindruckend, inklusive einem Salzwasserbecken mit Panoramascheibe und (jedenfalls bei meinem letzten Besuch) Haifisch.
- Mit den zahlreichen Musicals kenne ich mich leider nicht aus - viele sind immer begeistert. Auf der Reeperbahn am Spielbudenplatz 1 (dort war früher das erste der großen Musicals - Cats) läuft "Julia". Beliebt ist das Hamburger Musikal "Heiße Ecke" bei Schmidts auf der Reeperbahn. Beides lässt sich mit einem Gang über die Reeperbahn verbinden. Dort gibt es auch Führungen mit alten Geschichten aus dem Rotlicht-Mileu usw.. Entweder frivol von Olivia Jones oder eher folkloristisch mit dem Nachtwächter. Auf der Reeperbahn sind ja die tanzenden Türme "neu" (jedenfalls für Dich :D). Dort gibt es ein gehobenes Restaurant mit Hafenblick "Clouds". War etwas gehypt ("Hamburgs höchstes Restaurant"). Ich war da und fand es überteuert und Service optimierungsfähig. Vielleicht habe ich auch einen schlechten Tag erwischt, aber man zahlt hier definitiv Touri-Aufschlag. Essen war ok. Ganz ehrlich würde ich aber immer noch lieber ins Clouds gehen, als in das Landhaus Scherer (meine Meinung). Sicher empfehlenswert ist aber die mit dem Clouds verbundene RoofTop-Bar HeavensNest, bei der man aber glaube ich auchohne Restaurantbesuch einfach nur etwas mit Hafenblick trinken kann. War bei meinem Besuch geschlossen, weil Winter.
-Gibt es ein paar Meter weiter schon länger, kann ich aber definitiv immer empfehlen: Einen Drink im 20up im River Side Empire Hotel mit kolossalem Hafenblick.

Generell:

Mit dem sehr guten ÖPNV kommt man in HH super durch. Am besten die HVV-App installieren, anstatt vor den Automaten und Plänen zu rätseln. Außerdem gibt es im Innenstadtbereich überall Stadtradstationen (App installieren). Für Bahncardinhaber sind die ersten 30 Minuten kostenfrei. Außerdem gibt es diverse Carsharing-Anbieter (Sharenow, Miles, Sixt), deren Fahrzeuge man im Vertragsgebiet kostenfrei auf allen öffentlichen Parkplätzen abstellen kann (also auch dort, wo die Parkautomaten stehen und wo Anwohnerparkgebiete sind). Tipp: Es gibt auch Carsharing-Parkplätze am Flughafen, ist also die billigere Alternative zum Taxi, falls man nicht die S1 nehmen möchte). Mit den E-Rollern und E-Mopeds kenne ich mich nicht aus.


Schönen Aufenthalt, Ihr Landratten! :wavey:
 
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Am nächsten Morgen wachen wir wie gewollt früh auf um noch die letzten Stunden, bevor es Richtung Etosha weitergeht, zu genießen.
Beim Sonnenaufgang begrüßen uns zahlreiche Vögel und bieten eine wundervolle Show am Morgen mit viel Gezwitscher und Geflatter.

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Der Sonnenaufgang ist wirklich herrlich und wir machen einen kleinen Spaziergang auf "unserem" Berg, wo wir auf eine Familie Klippschliefer treffen, die sich rund um das Restaurant vom gestrigen Abend ein gut ausgebautes höhlenartiges zu Hause ausgebaut haben um sich vor den zahlreichen Greifvögeln etc zu schützen.

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Unser Frühstück wird pünktlich hochgebracht und wir genießen bei traumhafter Aussicht, herrlicher Luft und angenehmen Temperaturen ein qualitativ wirklich hochwertiges Frühstück an einem Ort, den wir wohl immer in unseren Herzen tragen werden.

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Wir hätten auch unten mit dem "normalen Pöbel" beim Buffet frühstücken können, aber das wäre sicherlich wohl nur die zweitbeste Option gewesen.
Hier hätten wir defintiv eine Nacht länger bleiben müssen und so packen wir etwas bedröppelt unsere Sachen, die wie zur am Vortag vereinbarten Zeit nach unten gebracht werden. Wir checken aus und schlendern noch ein wenig über die Anlage und kaufen ein paar Souvenirs ein, bevor wir uns auf den Weg Richtung Etosha machen.

Die Fahrt verläuft anfangs über Straßen einiger Farmen und so müssen wir einige Tore öffnen, wieder schließen und vor allem auf die Farmtiere acht geben, die wirklich zahlreich auf den Straßen stehen.

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Nach einiger Zeit gelangen wir auf eine apshaltierte Bundesstraße, die uns durch den Ort Outjo bringt, wo wir tanken müssen und auch die recht berühmte deutsche Bäckerei besuchen.
Hier spüren wir dann doch mal heftig das "wirkliche" Afrika. Zahlrreiche Kinder betteln uns an und wir sind ein wenig überfordert, wie wir mit dieser Situation umgehen sollen. Klar, wir könnten den zahlreichen Kids aus dem Supermarkt Obst oder sonstige Lebensmittel mitbringen, aber wir sind uns nicht sicher, ob das der richtige Weg ist?
Nach Rücksprache mit unserem Booking-Dude erfahren wir, dass dies eben auch eine übliche Masche ist, dass die Eltern ihre Kinder betteln schicken, anstatt dafür Sorge zu tragen, dass sie zur Schule gehen. Unterstützen wir die Bettelei, wird sich eben dort auch nie was ändern.
Trotzdem hart und man kommt sich ziemlich ******e vor. Wir verlassen die Stadt schnellstmöglich und uns graut es davor, dass wir hier in ein paar Tagen noch einmal zum Tanken vorbei müssen.
Aber auch solche Erlebnisse gehören natürlich zu einem Urlaub in Afrika dazu und es ist wichtig nicht nur in seiner recht luxuriösen Urlaubs-Bubble unterwegs zu sein.

Die restliche Fahrt auf asphaltierten Straßen verläuft recht ereignisarm und wir kommen zeitig in der Okutala Etosha Lodge an. Eigentlich wäre es besser gewesen sich direkt im Etosha einzuquartieren, allerdings hat meine Frau 11 Jahre zuvor ein Volontariat in dieser Lodge gemacht und sich hier u.a um Geparden gekümmert.
Leider ist dieser Bereich durch Corona aufgrund der wirtschaftlichen Folgen weggefallen und so findet hier mittlerweile nur noch normaler Lodge-Betrieb statt.
Trotzdem kullern schon beim Einchecken zahlreiche Tränen bei meiner Frau als sie nach all den Jahren hierhin zurückkehrt.

Von unserer Lodge aus haben wir einen wundervollen Ausblick direkt auf die zwei Wasserlöcher der Unterunft und die Giraffe Obas, die als Handaufzucht hier groß geworden ist, läuft quasi direkt an unserer Terrasse vorbei....

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Vor 11 Jahren kamen 3 kleine Giraffen übrigens hierher, die u.a von meiner Frau auch die per Flasche gefüttert wurden. Ob es sich bei Obas wohl um eine dieser Handaufzuchten handelt? WIr werden es in den kommenden Tagen erfahren:-)

Unseren abendlichen Sundowner nehmen wir bei diesen Sichtungen entspannt auf unserer Terrasse ein und genießen einen fantastischen Sonnenuntergang.

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Das Dinner findet auf dem Deck der Unterkunft statt. Wir haben auch hier ebenfalls einen perfekten Blick auf die Wasserlöcher und können noch diese Kollegen hier entdecken:

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Wir haben für den morgigen Tage einen ganztätigen Gamedrive in den Etosha gebucht, da wir einfach mal einen Tag nicht selbst fahren wollen und uns auch erstmal bei einer geführten Tour anschauen wollen, wie das denn alles so im Park ausschaut und abläuft. So stellt uns der Chef der Unterkunft nach dem Dinner noch unseren Guide vor und wir erhalten einige nützliche Informationen bzgl. unseres Game-Drives am nächsten Tag:-)
 
Der nächste Tag beginnt früh für uns. um 06:30 gibt es für die Leute, die einen Game-Drive gebucht haben bereits Frühstück. Das ist defintiv nicht unsere Zeit für die erste Nahrungsaufnahme des Tages und so stopfen wir uns irgendwas rein und bleiben ansonsten bei einem Heißgetränk.
Pünktlich um 07:00 geht die Fahrt Richtung Etosha dann auch schon los.

Es ist erstaunlich wenig los auf den Straßen. Wir hätten mit mehr Verkehr gerechnet. So ist die Fahrt entspannt. Ein kurzer Stop am Etosha Trading Post bevor unser Guide am Gate die Formalitäten für uns erledigt.

Den Eintrittspreis müssen wir dann einige km Später in Okaukuejo bezahlen. Auf dem Weg dorthin gibt es bereits ein paar Tiersichtungen.

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Nachdem dann auch in Okaukuejo alles erledigt wurde, jeder noch einmal auf Toilette war, geht unsere Fahrt durch den Etosha dann so richtig los. Wir hoffen sehr auf Raubkatzen-Sichtungen und natürlich auch auf Elefanten.

Schon nach wenigen Minuten glüht das Smartphone unserer Guides, denn ein anderer Guide hat offenbar 2 Löwen gesichtet. Also Vollgas zu der vermeintlichen Stelle, wo bereits zahlreiche andere Fahrzeuge mit zahlreichen Touris und zahlreichen Ferngläsern warten.
Doch so lange wir auch Ausschau halten, unsere Position ändern und und und. Keine Spur mehr von den Löwen:-(

Wir setzen unsere Fahrt fort, doch so richtig spektakulär wollen die Tiersichtungen weiterhin nicht werden.

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Der Guide fährt stoisch seine Route ab. Irgendwie macht uns das nicht glücklich, andererseits wird er schon am besten wissen, wo er lang fahren muss und auch ist er ja weiterhin im Austausch mit seinen Kollegen.
Die Mittagspause verbringen wir in Halali. Wir haben ein wenig das Gefühl, dass unser Guide dort Leute kennt, denen er Gäste vorbringen will/soll. Denn eigentlich will hier keiner von uns so richtig zu Mittag essen. Das Restaurant sieht schon wie eine Massenabfertigung aus und so sind wir alle auch nicht wirklich glücklich mit unserem Essen.

Weiter gehts auf unserer Runde . Aus der ganz weiten Ferne erblicken wir ein Nashorn, aber auch ansonsten bleibt der Gamedrive leider recht ereignisarm.

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Und so endet dann auch schon unser Gamedrive. Die Tiersichtungen, die man sich erhofft, sind natürlich nie zu garantieren. Der Starkregen der vergangenen Wochen war in doppelter Hinsicht natürlich ein Handicap. Das Gras ist hochgewachsen und die Tiere sind natürlich nicht so auf die Wasserlöcher angewiesen wir sonst und tummeln sich dementsprechend nicht dort.

Wir sind etwas frustriert und überlegen, ob wir am nächsten Morgen, wie geplant, tatsächlich selbst in den Park fahren sollen oder ob wir uns lieber einen entspannten Tag in unserer Lodge machen sollen....
 

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