le freaque
Bankspieler
Ich verstehe es auch nicht wirklich. Ich habe ab morgen auch zwei Wochen Urlaub: ursprünglich war natürlich geplant, die komplette Zeit irgendwo Sonne zu tanken. Nach dem Schlaganfall meines Vaters hatte sich das in der Form eh schon erledigt, da dachte ich an 10 Tage Elternunterstützung oder - je nach Rehadauer - pendeln zwischen der Rehaklinik (die ist nur ne gute Stunde von mir weg) und meiner Mutter in meinem Heimaturlaub. Der Rest ein netter Städtetrip, um auch was für mich zu tun. Oder 1 Woche wegfahren und 1 Woche Eltern. Irgendwie so.Wie man überhaupt noch an das Verreisen denken kann, ist mir absolut schleierhaft. In Zeiten einer Pandemie sollte man sich wirklich doch etwas Einschränken können.
Das hat sich natürlich alles erledigt: ich fahre natürlich nicht weg und meine Eltern besuche ich auch nicht, um sie zu schützen. Natürlich ist der komplette Urlaub jetzt für die Tonne, aber so ist das jetzt eben nun einmal. Fertig und aus.
Heute habe ich mit der Firma telefoniert, weil ich ja mit Erkältungssymptomen in den letzten Tagen krankgeschrieben war. Da musste ich mich entsprechend wieder gesundmelden, auch wenn ich in den nächsten zwei Wochen ja onehin nicht da bin. Ist bei uns aber nunmal so, weil ohne Gesundmeldung die individuellen Einsatzpläne auf Eis gelegt werden (und die gelten immer für zwei Monate). Die meinten sofort, dass ich gerne wieder zur Arbeit kommen und meinen Urlaub verschieben darf, weil die Peronallage jetzt natürlich angespannt ist . Ich habe echt darüber nachgedacht, das zu machen. Aber dafür tut mir die Firma nach wie vor nicht genug zum Schutz der Mitarbeiter und unnötig gefährden will ich mich dann auch wieder nicht. Wir retten ja nun keine Leben, sondern transportieren Menschen von A nach B und die Anzahl der Reisenden, die den Fernverkehr nutzen müssen, um die Infrastruktur des Landes aufrechtzuerhalten, ist dann doch arg begrenzt. Oder ist es unkollegial, wenn ich meinen Urlaub nicht abbreche? Denke ich eigentlich nicht.
Aber mal sehen. Wenn ich nach einer Woche partout nicht mehr weiß, wohin mit mir, mache ich es vielleicht trotzdem. Wenn der Fernverkehr dann noch nicht eingestellt ist. Oder ich nehme im Wohnzimmer einfach einen Song nach dem anderen auf, ist ja auch ne Möglichkeit.