Richtig üble Ringrichterleistungen


timeout4u

Bankspieler
Beiträge
6.859
Punkte
113
Ich meinte mit Zurufen ohne Zeit anhalten. Quasi anschreien, dass er in/an den Ring kommen muss um den Kampf zu stoppen.
So in diesem Zusammenhang darf der Ref. das nicht machen. Wäre ein Verstoss z.B. gegen die Neutralitätspflicht, weil so ja das regelwidrige Verhalten nicht geahndet wird und die Ecke noch "taktische" Tipps bekommen würde. Außerdem könnte so ein Zuruf auch den Kampfverlauf zwischen den beiden Boxern stören und sie irritieren. Wenn überhaupt: bräuchte es hier eine Unterbrechung, weil es eben eine Regelwidrigkeit war. Wenn der Ref. wie hier meint, dass es weitergehen kann.
Nach dem Handtuchsignal
Das BBBOC kennt kein Handtuchsignal. Der zuständige Trainer muss/sollte auf den Ringrand steigen und die Aufgabe dem Ref. signalisieren. Dazu kann er mit dem Handtuch wedeln. Nur in den Ring werfen darf er es nicht.

Ansonsten hilft hier zum Thema nur eins: man muss die gültigen Regeln eben lesen und entsprechend einordnen können. Ein Schachspiel z.B. macht auch wenig Sinn, wenn man die Regeln nicht kennt. Auch bedeutet z.B. eine DQ nicht automatisch, dass der Boxer keine Gage erhält. Kommt ua. auf die Art der Unsportlichkeit an, die Anhörung dazu, ob der Ref. überhaupt eine Empfehlung zur Einbehaltung der Gage ausgesprochen hat usw.

Klar, in der Praxis wird oft ein Auge zugedrückt, was gewisse Regeln angeht, so eben das Ding mit dem Handtuchwurf. Ich fand das Verhalten vom Ref. jetzt auch übertrieben und fehl am Platz, aber es bietet keinen sachlichen Grund für die Forderung nach einer Sperre oder für Inkompetenz, denn es ist/war nun mal regelgerecht vom Ref., abgesehen von mangelndem Fingerspitzengefühl oä.
 
Zuletzt bearbeitet:

Gladio

Mesmerising Measures
Beiträge
18.332
Punkte
113
Das BBBOC kennt kein Handtuchsignal. Der zuständige Trainer muss/sollte auf den Ringrand steigen und die Aufgabe dem Ref. signalisieren. Dazu kann er mit dem Handtuch wedeln. Nur in den Ring werfen darf er es nicht
Die Formulierung eines Handtuchsignals und nicht des Handtuchwurfs, war schon bewusst gewählt.

Auch bedeutet z.B. eine DQ nicht automatisch, dass der Boxer keine Gage erhält. Kommt ua. auf die Art der Unsportlichkeit an,
Das ist so nicht korrekt. Jede DQ eines Boxers darf zu einem automatischen Gagenverlusst führen. Auch hier war meine Formulierung bewusst gewählt.

Ein Tipp von mir. Vielleicht solltest du keine Kommentare um zwei Uhr nachts von dir geben. Um Missverständnisse zu umgehen, hilft es wenn das Auffassungsvernögen voll da ist.
 

timeout4u

Bankspieler
Beiträge
6.859
Punkte
113
hilft es wenn das Auffassungsvernögen voll da ist.
Hat nichts mit meinem Auffassungsvermögen zu tun, sondern mit dem Teufel in den Details eines Regelwerks: Wieso schreibst du Handtuchsignal? Wie gesagt: bei der BBBOC gibt es das nicht und der Ref. hat die Entscheidungsgewalt hier. Man kann/soll auf den Ringrand steigen und dem Ref. die Aufgabe signalisieren. Geht auch mit Handzeichen, Trinkflasche usw. Daher passt Handtuchsignal nicht.
Ähnlich der Verlust der Gage. Es gibt keinen Automatismus hier und nicht jede DQ darf dazu führen.
 

Gladio

Mesmerising Measures
Beiträge
18.332
Punkte
113
Wieso schreibst du Handtuchsignal?
Weil es auch in GB üblich ist das Handtuch zu heben und dabei Lautstark zu gestikulieren.
Ähnlich der Verlust der Gage. Es gibt keinen Automatismus hier und nicht jede DQ darf dazu führen.
Doch den Automatismus gibt es. Nach jeder DQ gibt es es eine Anhörung durch die jeweiligen Kontrollkommissionen. Bis dahin darf die vollständige Gage einhalten werden. Gegebenfalls wird nach dieser Anhörung entschieden das dieser Einbehalt der Gage permanent ist. Zudem kann eine zusätzliche Strafzahlung angeordnet werden, falls der Verstoß gravierens genug ist.

Das ist der Grund warum die Ecke nicht direkt nach einem, wie auch immer gearteten Kampfabbruchsversuch ihrerseits, direkt in den Ring steigt, ohne auf das Signal des Refs zu warten.
 
Oben