Das Verhältnis zwischen
Aryna Sabalenka und dem belarussischen Machthaber
Alexander Lukashenko ist hochgradig politisch, kontrovers und wandelte sich im Zuge des Ukraine-Kriegs von einer loyalen Nähe hin zu einer öffentlichen Distanzierung. [
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Frühere Nähe und Unterstützung (bis 2021)
In den ersten Jahren ihrer Karriere zeigte sich Sabalenka wiederholt loyal gegenüber dem belarussischen Regime: [
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- Unterstützerbrief (2020): Nach den massiven, teils gewaltsam niedergeschlagenen Protesten gegen die mutmaßlich gefälschte Präsidentschaftswahl in Belarus unterzeichnete Sabalenka Ende 2020 einen offenen Brief. Dieser drückte die Unterstützung von Athleten für das Lukashenko-Regime aus. [1, 2, 3, 4]
- Gemeinsame Auftritte: Sie traf Lukashenko persönlich, feierte unter anderem den Silvesterabend 2020/2021 in seiner Nähe und lobte die staatliche Sportförderung. [1, 2]
Die Wende durch den Ukraine-Krieg (ab 2022)
Nach dem Beginn der russischen Invasion in der Ukraine – die maßgeblich vom belarussischen Staatsgebiet aus unterstützt wurde – geriet Sabalenka auf der WTA-Tour unter massiven Druck durch Medien und insbesondere ukrainische Spielerinnen. Sie klagte über „Hass“ in der Umkleidekabine und betonte, dass sie den Krieg sofort stoppen würde, wenn sie könnte. [
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Lukashenko nutzte ihre großen sportlichen Erfolge (wie den Gewinn der Australian Open) jedoch weiterhin für staatliche Propaganda und gratulierte ihr regelmäßig überschwänglich per Staatsmedien. Sabalenka wehrte sich vehement gegen diese politische Vereinnahmung und erklärte, Lukashenkos Kommentare würden ihr auf der Tour nur schaden. [
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Die offizielle Distanzierung (2023)
Den endgültigen Bruch vollzog Sabalenka im Juni 2023 bei den French Open. Nachdem sie zuvor aus Gründen der „mentalen Gesundheit“ Pressekonferenzen ausgelassen hatte, bezog sie nach kritischen Nachfragen Stellung: [
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- Klares Statement: Auf die Frage, ob sie Lukashenko unterstütze, antwortete sie: „Ich unterstütze den Krieg nicht, was bedeutet, dass ich Lukashenko im Moment nicht unterstütze.“ [1]
- Trennung von Sport und Politik: Sie unterstrich, dass sie eine reine Tennisspielerin sei, keine politische Karriere anstrebe und sich gegen jegliche kriegerische Konflikte positioniere. [1, 2]
Anhaltende Kritik
Trotz ihrer expliziten Absage an Lukashenko werfen Kritiker und ukrainische Sportler Sabalenka bis heute Heuchelei vor. Die Tatsache, dass sie jahrelang von den Privilegien des Regimes profitierte und lukrative Werbeverträge (wie mit Gucci) abschließt, sorgt in der Tenniswelt weiterhin für kontverse Debatten. [
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