Ich denke schon, dass Axel im Training ganz gut ausgesehen hat, aber der Kopf spielt keine untergeordnete Rolle. Zuviel oberflächliches Denken würde ich eher sagen. George Foreman hat nicht umsonst klein angefangen bei seinen Comebackfights und Leonards 12 Runden-"Sparrings-Kriege" gegen Weltklasseboxer hinter verschlossenen Gym-Türen vor seinem Hagler-Fight hatten ihren Sinn. Schulz machte nichts von beiden und wollte zu schnell zu viel. Kann eigentlich nur schief gehen. Dazu der Druck, der vielleicht doch nicht ganz passende Gegner, etwas Selbstüberschätzung und plötzlich läuft im Ring gar nichts mehr. Da kann man schnell im Ring "alt" aussehen, auch wenn man sich gar nicht so fühlt, bis vor dem Kampf noch an seinen Traum oder die Kohle

glaubte oder sich nach eigenen Maßstäben gut vorbereitet hat. Der mental Stärkste war Schulz halt leider noch nie und da machen boxerische Defizite nach einer langen Pause doppelt viel aus, wobei sich aber auch die Berater von Schulz etwas an die eigene Nase fassen sollten. Da lief einiges schief, was Gegnerwahl etc. anging, aber gut jetzt sind alle wieder ein bisschen schlauer.
Aber gut, ich wiederhole mich ja auch nur. Das Meiste ist ja hier eh schon gesagt worden.