Sportarten die nicht Fußball heißen, müssen sich aber leider stetig weiterentwickeln, um ihre Position zu behaupten und nicht an Relevanz zu verlieren. Stillstand bedeutet auch hier Rückstand.
Ich sag das jetzt mal durch die Biathlonbrille, aber die IBU hat hier in den vergangenen Jahren wahrscheinlich einiges mehr richtig gemacht als die FIS. Man hat viel ins Marketing investiert, viel in die Sponsorengewinnung, viel in die Optimierung des Zuschauererlebnisses, viel in die Unterstützung der kleineren Nationen, sie haben mit dem Event in München den Sport in die Großstadt zu den Menschen gebracht, nur um mal ein paar Beispiele nennen. Auch wenn es nur kleine oder unscheinbare Aspekte sind, letztlich haben sie die Sportart so weiterentwickelt, dass sie hierzulande weiterhin Spitzenreiter in Sachen Wintersport ist.
Dem gegenüber steht die FIS, die nicht nur finanziell in extreme Schwierigkeiten geraten ist, sondern auch droht Sportarten wie die Nordische Kombination komplett zu verlieren. Du hast es ja selber im Kombi-Thread gelesen, wie viel die FIS nun auf einmal ändern möchte bzw. muss. Das ist leider nötig, weil man sich über Jahre ausgeruht hat und nicht aktiv in die Sportart investiert hat. Hätte man nicht die Quittung vom IOC on top bekommen, wäre vermutlich weiterhin nichts passiert.
Deshalb ist es sehr wichtig, dass die FIS kontinuierlich versucht die Sportarten zu optimieren. Auch wenn nicht alle Neuerungen, wie den Entfall von Qualifikationen oder die Einführung einer jährlichen WM, von allen positiv angesehen werden, letztlich geht es darum, sich in einem umkämpften Markt weiterhin erfolgreich zu positionieren und insbesondere keine Marktanteile zu verlieren. Wenn das Fernsehen als wichtigster Kunde Optimierungen im Wettbewerbsprogramm haben möchte und Frauen sowie Herren Bewerbe enger aneinander haben möchte, wäre es seitens der FIS äußerst ungeschickt diesem Wunsch nicht zu folgen. Das kann sich leider hier nur der Fußball erlauben, dass alles sich um ihn richtet.
Stefan Schwarzbach hat es in deinem verlinkten Artikel erwähnt, die FIS muss jetzt reagieren und sich entwickeln und zwar auf allen Ebenen, auch auf der sportlichen.