Ins Detail wollte der Kapitän selbstredend nicht gehen. Immerhin verriet er, dass es am Montag im Spielersatztraining der frustrierten Reservisten "geknallt" habe, und dass es auch in den Gesprächen zwischen den Führungsspielern heiß hergegangen sei. "Wir nehmen kein Blatt vor den Mund, wir haben uns ehrlich die Meinung gesagt", so Neuer, der trotz aller Bemühungen um diplomatische Aussagen klar durchblicken ließ, dass es zumindest bislang um das Binnenklima im Kader nicht zum Besten bestellt war.
Zwar verneinte Neuer, dass das Team in zwei Lager zwischen Weltmeistern und Confed-Cup-Gewinnern aufgeteilt sei: "Diese Zweiteilung gibt es nicht, es gibt auch keine Spaltung. Wir sind eine Mannschaft." Allerdings räumte er ein, dass in den vergangenen Stunden etliches zu Sprache gekommen sei, was zuvor unausgesprochen geblieben war: Es sei "ganz wichtig, dass wir uns Sachen ins Gesicht sagen", resümierte Neuer.