Ich denke mit guter Jugendarbeit kann man viele Pascal Gross "erzeugen", aber keine Mbappes.
Das was ein paar Spieler eben haben das sie dann vom Rest der tollen Kicker noch unterscheidet, hat nichts mit Ausbildung zu tun, das ist ein besonderes Talent.
Dass F jetzt gerade gefuehlt 5 der besten 10 Stuermer der Welt im Kader hat ist m.E. eben schon Zufall.
Die Ausbildung findet in den Vereinen statt, nicht im Verband und die machen alle wie sie das fuer richtig halten - ohne den geringsten Gedanken an die NM.
Und da glaube ich eben nicht, dass die ganzen NLZ in D jetzt meilenweit hinter denen in England oder Frankreich oder Spanien liegen.
Nein, es ist eben kein Zufall. Natürlich hat Frankreich auch durch die Kolonialhistorie mehr Möglichkeiten, Spieler in anderen Team "unterzubringen", aber trotzdem: 20 Spieler, die in D geboren wurden, laufen bei der WM für andere Teams auf. Bei Frankreich sind es knapp 100, auch die Niederlande haben mehr Spieler am Start als wir, obwohl sie nur 1/5 unserer Einwohnerzahl haben. Und das ist nicht nur Curacao und Haiti, Holland, Frankreich oder Spanien haben in anderen Teams wirklich reihenweise Top Stars. Da kann D nicht mithalten (gleichwohl es auch starke Spieler wie Yildiz oder Alajbegovic gibt).
Die NLZ sind in Deutschland hochprofessionell, aber es fehlt an der richtigen Ausrichtung, Fantasie und Mut. Eben dem versucht der DFB ja mit seiner Reform entgegenzuwirken - worauf z.B. Watzke antwortete "jetzt dürfen die Jungs nichtmal mehr gewinnen". Allein dieses Zitat sagt eigentlich alles aus, was in D in der Jugendförderung falsch läuft. Und das liegt nicht am "Sch*iss DFBeheeeh", sondern einzig und allein an den Proficlubs. Weil in D über viele Jahre nur die Erfolge und Platzierungen der Nachwuchsteams gezählt haben: die körperlich starken werden gefördert und zu passsicheren Allroundern ausgebildet, weil man damit U-Meisterschaften gewinnt und U-Trainer so nach vorne kommen, weil sie sich einen Erfolgsnamen machen können. Auf der Strecke bleiben die hochbegabten kreativen Talente, die körperlich nicht so starken, diejenigen, die das Besondere in sich haben (was man eben 80x erfolglos probieren muss, um es irgendwann perfekt zu können), die zum falschen Zeitpunkt geborenen (weil ihre Förderung den Mannschaftserfolg gefährdet) und die sensiblen. Deutschlands Proficlubs bilden reihenweise ordentliche Spieler aus und vergessen komplett genau die, die irgendwann Unterschiedsspieler werden können, weil sie anders ticken.
Und ja, das haben andere Länder weit vor uns erkannt und ja,wir hinken meilenweit hinterher. Der DFB liefert gute Ideen, es sind die Proficlubs, die alles behindern.