US Open 2026 - Herren


Wer holt den Titel?

  • Arthur Fils

    Stimmen: 0 0,0%
  • Frances Tiafoe

    Stimmen: 0 0,0%
  • Jakub Menšík

    Stimmen: 0 0,0%
  • Félix Auger-Aliassime

    Stimmen: 0 0,0%
  • Flavio Cobolli

    Stimmen: 0 0,0%
  • Alex de Minaur

    Stimmen: 0 0,0%
  • Daniil Medvedev

    Stimmen: 0 0,0%
  • Lorenzo Musetti

    Stimmen: 0 0,0%
  • Brandon Nakashima

    Stimmen: 0 0,0%
  • ein anderer Spieler

    Stimmen: 0 0,0%

  • Umfrageteilnehmer
    18
  • Umfrage geschlossen .
Federer hat RG nur gewonnen, weil er in dem Jahr nicht auf Nadal traf?

Gutes Beispiel und ganz klares Ja. Federer konnte Nadal nie in RG schlagen und er hätte in RG niemals gewonnen, wenn er nicht einmal das Glück gehabt hätte nicht gegen Nadal spielen zu müssen. Anders als z.B. Djokovic, der Nadal in RG geschlagen hat. Insofern würde ich schon sagen, dass Federer "Glück" hatte, dass er alle 4 GS-Turniere mindestens einmal gewonnen hat. Kann man auch ehrlich so sagen, auch wenn ich Federer als Spieler verehre.

Genauso kann man ehrlich bei Zverev sagen: Ohne dieses unglaubliche "Glück", dass die beiden mit Abstand besten Spieler der letzten Jahre in diesem Jahr beide verletzt waren bzw. gesundheitliche Probleme hatten, hätte Zverev bis heute mit 29 nicht einen einzigen GS-Titel gewonnen. Er hat die beiden GS-Titel gegen die "zweite Garde" im Herrentennis gewonnen.
 
Eine Randnotiz? :D Das kann man doch nicht ernst meinen.

Er meinte ja "Tennishistorisch wird er möglicherweise aber eine Randnotiz bleiben, solange er nicht diesen letzten Schritte geht."
Und das ist nach der Karriere durchaus nachvollziehbar, auch wenn es insbesondere aus deutscher Sicht merkwürdig erscheint.
Die Frage ist eben auch, was bedeutet tennishistorisch? In 10 Jahren hat ihn niemand vergessen, in 50 Jahren? Klar werden wir, die dabei waren, uns alle an ihn erinnern, aber was sind denn für uns alle Lew Hoad, Manuel Santana, Ashley Cooper, John Newcombe oder sogar der 10 fache Sieger Billl TIlden (die anderen waren aus den 60er, 70ern, er ist aus den 20ern). Das sind alles Mehrfachsieger mit teilweise sieben Titeln und wahrscheinlich wäre Randnotiz schon zu viel gesagt.
Andere wie Arthur Ashe haben das Glück, das immerhin ein Court nach ihm benannt ist.

Ich habe an anderer Stelle natürlich auch schon die wirklich vielen Titel von Zverev hervorgehoben, aber wenn es bei 2 GS bleibt (eben ohne den ganz großen Sieg gegen einen Großen dabei und obwohl er teilweise richtig gute Bilanzen gegen die Legenden hat), dann ist Randnotiz vielleicht im ersten Moment fies, aber im zweiten vielleicht doch passender als man denkt.
 
Gutes Beispiel und ganz klares Ja. Federer konnte Nadal nie in RG schlagen und er hätte in RG niemals gewonnen, wenn er nicht einmal das Glück gehabt hätte nicht gegen Nadal spielen zu müssen. Anders als z.B. Djokovic, der Nadal in RG geschlagen hat. Insofern würde ich schon sagen, dass Federer "Glück" hatte, dass er alle 4 GS-Turniere mindestens einmal gewonnen hat. Kann man auch ehrlich so sagen, auch wenn ich Federer als Spieler verehre.

Genauso kann man ehrlich bei Zverev sagen: Ohne dieses unglaubliche "Glück", dass die beiden mit Abstand besten Spieler der letzten Jahre in diesem Jahr beide verletzt waren bzw. gesundheitliche Probleme hatten, hätte Zverev bis heute mit 29 nicht einen einzigen GS-Titel gewonnen. Er hat die beiden GS-Titel gegen die "zweite Garde" im Herrentennis gewonnen.
Du machst den US-Open-Titel von Zverev zu einem Titel 2. Klasse. Das ist auch aus sporthistorischer Sichtweise leider ein entscheidender Fehler in deiner Einschätzung.

Sehr sehr viele Tennisspieler in der Geschichte dieses Sports haben Grand-Slam-Titel geholt, ohne dabei einen Top-3-Spieler aus dem Ranking geschlagen zu haben. Diese Titel dermaßen abzuwerten ("zweite Garde", also sinngemäß Titel 2. Klasse), so wie du das machst, ist sporthistorisch völlig absurd.

Woher willst du denn wissen, dass Zverev hier in New York einen fitten Alcaraz nicht hätte schlagen können? Shelton war hier nun mal besser als der Spanier. Und Zverev hat daraufhin Ben Shelton eindrucksvoll besiegt. Du baust hier Argumentationsstränge auf, die bei einer Bewertung von sportlichen Erfolgen, ohne Weiteres auseinanderreißen.
 
Genauso kann man ehrlich bei Zverev sagen: Ohne dieses unglaubliche "Glück", dass die beiden mit Abstand besten Spieler der letzten Jahre in diesem Jahr beide verletzt waren bzw. gesundheitliche Probleme hatten, hätte Zverev bis heute mit 29 nicht einen einzigen GS-Titel gewonnen. Er hat die beiden GS-Titel gegen die "zweite Garde" im Herrentennis gewonnen.
Das sind ein paar Statements von anderen Topspielern, darunter Federer und Djokovic:

 
Er meinte ja "Tennishistorisch wird er möglicherweise aber eine Randnotiz bleiben, solange er nicht diesen letzten Schritte geht."
Und das ist nach der Karriere durchaus nachvollziehbar, auch wenn es insbesondere aus deutscher Sicht merkwürdig erscheint.
Die Frage ist eben auch, was bedeutet tennishistorisch? In 10 Jahren hat ihn niemand vergessen, in 50 Jahren? Klar werden wir, die dabei waren, uns alle an ihn erinnern, aber was sind denn für uns alle Lew Hoad, Manuel Santana, Ashley Cooper, John Newcombe oder sogar der 10 fache Sieger Billl TIlden (die anderen waren aus den 60er, 70ern, er ist aus den 20ern). Das sind alles Mehrfachsieger mit teilweise sieben Titeln und wahrscheinlich wäre Randnotiz schon zu viel gesagt.
Andere wie Arthur Ashe haben das Glück, das immerhin ein Court nach ihm benannt ist.

Ich habe an anderer Stelle natürlich auch schon die wirklich vielen Titel von Zverev hervorgehoben, aber wenn es bei 2 GS bleibt (eben ohne den ganz großen Sieg gegen einen Großen dabei und obwohl er teilweise richtig gute Bilanzen gegen die Legenden hat), dann ist Randnotiz vielleicht im ersten Moment fies, aber im zweiten vielleicht doch passender als man denkt.
Wenn man „tennishistorisch“ als absolute Weltgeschichte über 100+ Jahre versteht, dann verschwinden natürlich sehr viele große Spieler irgendwann aus dem allgemeinen Gedächtnis. Das betrifft aber nicht nur Zverev, sondern fast alle außerhalb der ganz kleinen GOAT-Gruppe.

Genau deshalb wäre ich mit dem Begriff „Randnotiz“ zurückhaltend. Er beschreibt eher Spieler, die einmal kurz aufblitzen, ein großes Turnier gewinnen und danach historisch kaum Spuren hinterlassen. Zverevs Karriere wäre aber etwas anderes: Grand-Slam-Titel, ein Wimbledon-Finale, Olympiasieg, ATP-Finals-Titel, mehrere Masters, sehr lange Top-5-/Top-3-Zeit und eine zentrale Rolle im deutschen Tennis. Das ist keine bloße Fußnote, sondern ein ziemlich breites historisches Profil.

Natürlich kann man trotzdem sagen: Für die allererste internationale Reihe fehlt ihm im Vergleich zu zur Elite noch ein weiterer ganz großer Titel, eine Nummer-1-Phase. Wenn es bei zwei Grand Slams bleibt, wird er international wohl nicht in der absoluten Spitzengruppe diskutiert werden.

Aber der Vergleich mit vielen Ein- bis Dreifach-Slam-Siegern zeigt eben auch: Zverev hat durch Olympia, ATP Finals, Masters-Titel und jahrelange Konstanz ein extrem starkes Gesamtpaket. Er wäre nicht nur „zweimal zur richtigen Zeit heiß gelaufen“, sondern über viele Jahre einer der prägendsten Spieler seiner Generation gewesen.

Aus deutscher Sicht ist es ohnehin noch einmal klarer. Da steht er hinter Becker mindestens als Nummer 2 der Open Era.

International ist Top 15 vielleicht zu hoch, aber Top 20 bis 40 ist absolut diskutabel. Und wer in dieser Region diskutiert wird, ist für mich keine Randnotiz.
 
Da müsste man erstmal definieren was Topform und Normalform überhaupt ist. Wann ist es ein eher mäßiger Tag von Alcaraz/Sinner gewesen und wann ein richtig schwacher? Wenn Alcaraz und Sinner in Topform sind, dann kann Zverev sie wahrscheinlich nicht schlagen ja, aber ich tue mich schwer mit solchen absoluten Aussagen, weil Sport meist komplexer ist. Was ich mit der Formulierung "aus eigener Kraft schlagen" meine, ist, dass Zverev die Waffen und das Spiel hat, um gegen Sinner und Alcaraz auch dann gewinnen zu können, wenn sie keinen schlechten Tag haben. Er kann sie schlagen, wenn sie einen durchschnittlichen Tag haben und damit setzt sich Zverev schon von ganz, ganz vielen anderen Spielern ab.
Und überhaupt, wer legt eigentlich fest, ob das Level von Alcaraz/Sinner jetzt Topform, Normalform, mäßig, schwach oder was auch immer ist? Wenn man Spiele von ihnen sieht, kann man das im Optimalfall ganz gut einschätzen, aber auch dann gibt keinen objektiven Messwert dafür. Genau an solchen Dingen entfachen sich ja auch immer die großen Diskussionen wenn es um die Einschätzungen von Karriereleistungen geht, siehe GOAT-Debatte usw. Selbst innerhalb eines Matches kann ein Spieler nur selten die ganze Zeit Topform abrufen.

Bei den FO 2024 und den AO 2026 war es ja zwischen Zverev und Alcaraz sehr sehr knapp. Gerade bei den AO war Alcaraz wirklich stark drauf. Der ist da völlig bequem ins HF durchmarschiert und Zverev war trotzdem sehr nahe dran ihn zu schlagen. Das spricht schon mal sehr für die Qualität von Zverev.

Ich bestreite ja nicht, dass die Umstände bei diesen zwei GS Zverev wirklich entgegenkamen. Wenn man sich das FO-Draw ansieht und es mit allen anderen FO-Draws in diesem Jahrtausend vergleicht, dann war das eine historische Chance und Zverev hat sie genutzt, wobei es in den frühen 2000er echt auch die ein oder andere bessere Gelegenheit in RG gab. Und natürlich gehört auch ein bisschen "Glück" (das Wort mag ich in dem Kontext eigentlich nicht) dazu, wie @Hans Meyer auch schon geschrieben hat, der Zverev von RG 2024 hätte die FO-2026 wohl auch gewonnen. Der Ruud von 2022/2023 hätte diese FO wahrscheinlich auch gewonnen. Trotzdem bin ich der Meinung, dass Zverev nicht zu den Spielern gehört, die nur unter solchen Umständen einen GS gewinnen können. Bei Ruud war damals fast klar, er kann eigentlich nur gewinnen wenn Nadal oder Djokovic einen schlechten Tag haben oder körperlich nicht ganz auf der Höhe sind, ansonsten sieht er kein Land. Da ist Zverev von seinen spielerischen Möglichkeiten einfach eine andere Nummer. Er hätte von der Qualität her beispielsweise die FO auch mit einem Sieg über Spieler wie Murray oder Del Potro gewinnen können. Erstens hatte er schon vorher viel zu viele Erfolge und zweitens habe ich schon so viele Matches von Zverev gesehen, wo er mit absolut starkem Tennis die besten der Besten geschlagen hat. Wenn ich nur an den einen Finals-Auftritt von ihm gegen Djokovic 2018 denke oder das Olympia-HF gegen Djokovic oder auch den Sieg gegen Federer 2017 in Montreal. Und da gibt es ja so so viele Matches von ihm über die Jahre. Die 2 GS-Titel sind jetzt einfach passend für die Karriere von Zverev und ich würde schon sagen, dass er damit einen Platz in den Geschichtsbüchern hat, auch wenn das in Deutschland vielleicht nicht mehr so rüberkommt, weil Tennis hier nicht mehr den Stellenwert von früher hat, was bedauerlich ist.

Dein Einwand ist berechtigt: Topform, Normalform, mäßiger Tag – das ist schwer objektiv zu fassen.. Ein GS-Titel zählt immer voll, egal wie der Draw aussieht.

Aber für die historische Einordnung ist die Frage entscheidend: Wen hast du geschlagen? Welche Bilder bleiben im Kopf?

Wenn Zverev einen Slam gewinnt, ohne Alcaraz oder Sinner auf dem Weg zu besiegen, bleibt ein Fragezeichen. Das kann man mögen oder nicht, aber genau so entstehen diese Diskussionen.

Ich stimme dir zu, dass Zverev spielerisch eine andere Nummer ist als etwa Ruud. Er hat die Waffen, er hat große Siege gegen Djokovic, Federer und andere gezeigt. Er sollte Alcaraz oder Sinner an einem durchschnittlichen Tag schlagen können vom Potential. Das bestreite ich nicht. Aber Grand-Slam-Tennis gegen Alcaraz oder Sinner ist noch mal etwas anderes: fünf Sätze, körperlich und mental, über vier Stunden, mit der Fähigkeit der beiden, das Level im entscheidenden Moment nochmal zu erhöhen. Und genau da waren bei Zverev oft die letzten Prozentpunkte das Problem: zweiter Aufschlag, Return, Passivität im entscheidenden Satz, Nerven in den ganz großen Momenten.EXAKT das war doch gegen Leute wie Shelton, Cobolli usw. gar nicht nötig, da die spielerisch nicht dazu in der Lage wie Sinner oder Alcaraz.

Die knappen Matches – ob FO 2024 oder die von dir genannten AO – sprechen für Zverevs Qualität. Sie zeigen aber auch, dass am Ende eben doch der letzte Punch fehlte. Knapp verlieren ist nicht schlagen. Ein GS-Sieg über Alcaraz oder Sinner wäre deshalb der endgültige Beweis: Dann kann niemand mehr sagen, er brauche einen bestimmten Draw oder einen schwachen Tag der Konkurrenz.

Glück und Draw gehören zu jedem Slam dazu. Das ist keine Schande. Aber der letzte Schritt, den du ansprichst, ist genau der: Alcaraz und/oder Sinner bei einem Grand Slam direkt zu schlagen, wenn es zählt. Schafft er das, ist die Diskussion vorbei. Bis dahin bleibt der Vorbehalt berechtigt – auch wenn Zverev längst kein reiner Draw-Glücks-Champion ist. Dafür hat er zu viel erreicht. Aber er selbst legt die Messlatte für sich selbst ja auch recht hoch an.
 
Wenn man „tennishistorisch“ als absolute Weltgeschichte über 100+ Jahre versteht, dann verschwinden natürlich sehr viele große Spieler irgendwann aus dem allgemeinen Gedächtnis. Das betrifft aber nicht nur Zverev, sondern fast alle außerhalb der ganz kleinen GOAT-Gruppe.

Ich weiß nicht wie alt du bist, aber wie sehr sind Spieler wie Kafelnikov und Bruguera heute noch geläufig? Beide haben 2 GS gewonnen und ersterer war die Nummer 1 der Welt. Da spricht man manchmal von 20-30 Jahren und nicht von 100 Jahren. Ob er in Zukunft eine Randnotiz der Tennisgeschichte sein wird oder nicht ist aber für mich heute auch nur eine Randnotiz
Wobei ich mich an dieser Stelle auch manchmal frage, woran man das genau festmacht. Gewiss, ich hatte ja neulich auch mal gepostet, dass es lediglich einen Spieler in dieser Saison gab, der sowohl in Wimbledon als auch in New York das Achtelfinale erreicht hat. Das kann man auch als Zeichen der Schwäche der Top Ten lesen, denn von einem Top-Ten-Spieler sollte man ja eigentlich schon erwarten können, dass er in einem Grand-Slam-Turnier ins Achtelfinale kommt.

Aber ist es denn wirklich eins? Kann man es nicht umgekehrt auch als Zeichen der Stärke der Spieler der Weltranglistenregion 11 bis 50 interpretieren, dass es ihnen so oft gelingt, Top-Ten-Spieler früh aus dem Turnier zu werfen? In diesem Fall würde es Zverevs sehr starke Bilanz gegen Spieler außerhalb der Top Ten eher noch wertvoller machen.

Also woran macht man die historische Schwäche der Top Ten genau fest?

Spieler wie Auger-Aliassime bringen ihre beste Leistung selten. Jemand wie de Minaur hat halt eine Leistungsdecke, die nicht so hoch ist. Außer er nimmt alle Bälle sehr früh, was halt in der Regel nicht klappen kann. Vergleicht man Spieler mit sich selbst, dann sieht man, dass sie häufig deutlich schlechter spielen, als dass sie es können, es ist doch nicht so, dass FAA 2026 kein großes HF erreicht hat, weil die anderen zu gut waren. Man muss ja auch sagen, dass jemand wie Fritz zeitweise zu den Top 5 gehört hat, obwohl er selbst gegen verletzte Alcaraz oder Nadal nicht gewinnen kann.
Es muss doch zwangsweise 10 Spieler in den Top 10 geben, egal wie gut die sind.
Nimmt man Zverev letztes Jahr, dann hat er doch einfach oft nicht so gut gespielt, das hat man doch einfach auch gesehen.
es fehlen am Ende auch Spieler wie Tsitsipas, Musetti, Draper oder auch der alte Medvedev. Niemand ist überrascht wenn Medvedev 3x in Serie gegen Spieler wie Walton früh ausscheidet, die größere Überraschung ist doch, dass er wieder die 6 der Welt ist.
Wenn die Spieler die weitkommen beliebig sind, dann ist es nie ein gutes Zeichen für die Leistung an der Spitze, war auch bei den Damen so vor ein paar Jahre

Edit: Natürlich ist es besser gegen Cobolli und Mensik zu gewinnen und den FO Titel zu gewinnen, als im VF Djokovic zu besiegen, im HF Alcaraz nach 5 Sätzen und 5 Stunden und im Finale mit 6-0, 6-7, 6-7, 7-6, 6-7 gegen Sinner zu verlieren. Da ist es doch egal wo das Niveau höher war, mal will den GS Titel
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaube ich habe einfach ein anderes Verständnis von "Hate". Wenn man sagt, dass Shelton ziemlich viele unforced errors macht und das dann als Zverev-Bashing verstanden wird (obwohl im gleichen Atemzug darauf hingewiesen wird, dass Zverev das sehr geschickt spielt usw.), dann liegt's vielleicht mehr an der Empfindlichkeit mancher als am vermeintlichen "gehate" anderer... Oder ich bin tatsächlich blind - aber dann auch gerne.

Geht mir genau so. Was heutzutage so alles als "hate" durchgeht, ist erstaunlich. Früher nannte man sowas einfach eine normale Diskussion. Keine Ahnung, entweder muss ich mal Hass im Lexikon nachschlagen oder Andere.

Mir sind deine Aussagen einfach zu absolut. Du kannst nicht einfach Alcaraz und Sinner in Topform nehmen, das zum alleinigen Maßstab machen und wenn das nicht der Fall ist, den alternativen Gewinner einfach zum Nutznießer erklären, der halt einfach da war und es ausgenutzt hat. So läuft das Tennisgeschäft nicht. Verletzungen, Formkrisen, Bedingungen, Matchups usw...das gehört nun mal alles dazu. Vor allem wenn man anfängt, alles so radikal zu sehen, dann kann man im Prinzip jeden Erfolg relativieren.

(y) Genau das!
 
Insofern würde ich schon sagen, dass Federer "Glück" hatte, dass er alle 4 GS-Turniere mindestens einmal gewonnen hat.
Ich verstehe viele Punkte hier. Aber vieles wird mir zu schwarz oder weiß gesehen.

Nur als Beispiel dieser Satz: ja Federer musste bei seinem GS-sieg in RG nicht an Nadal vorbei.
Dafür hatte er in der Zeit nach dem Grand Slam Durchbruch 2003/2004 immer das "Glück" auf den besten Sandplatzspieler aller Zeiten treffen zu können.

Denke Federer hätte in einer anderen Epoche auch mehr als einen RG Titel holen können. Anderen guten Sandplatzspielern traf zwischen 2005 und 2023 das selbe Schicksal.

Denke in der ganzen Debatte fehlt immer wieder der Gegnerbezug. Wer kann in einem Grand Slam den Top2 die Stirn bieten. Verletzungen beiseite, warum spielt der Topspieler nicht in seiner Peak Form? Liegt das nur an ihm, oder weil ihm der Gegner nicht so gut liegt. Vergleiche Shelton gegen Zverev. Oder spielt er doch so gut wie er kann, aber der Gegner lässt es mit seinem Spiel nicht zu, dass es nach Peak Niveau aussieht.
Alcaraz sieht aktuell z.b. gegen Zverev verwundbarer aus als Sinner, obwohl ich beide (Sinner, Alcaraz) auf ausgeglichenem Niveau sehe. Fritz schlägt Zverev ständig (OK in Wimby wurde die Serie gestoppt), sieht aber kein Land gegen Alcaraz.

Es geht im Tennis und vor allem in den entscheidenden Momenten bei Slams darum, gegen alle Spielstile gewinnen zu können. Da ist Zverev ein deutliches Stück voran zu kommen. Gegen Alcaraz traue ich ihm immer enge Spiele zu und mit dem gewonnenen Selbstvertrauen auch den Sieg hier und da.
Man erkennt einfach in den letzten 5 Jahren viele kleine Aspekte, in denen er sich steigert:
1) Aufschlag - mega konstante Werte mit hohem Tempo - selten Doppelfehler
Seit einigen Jahren sind die Doppelfehler kaum noch Thema. Da hat er pro Spiel die Anzahl halbieren können. Dazu extrem hohe Werte bei den Quoten.
Wenn man selten Aufschlagspiele verliert und in TBs gut ist gewinnt man oft auch enge Matches.
2) Vorhand Technik umgestellt und die soweit stabilisiert, dass sie mittlerweile im Jahresverlauf über 8 in der Shot Quality liegt. Auf HC sogar 8,4. Die einstige Schwäche wird so zur Stärke.
3) deutlich Steigerung der Anzahl an Netzangriffen und der Effektivität dort.

Sein Spiel wird variabler, auf Sand hat er hier und da auch deutlich mehr Stops gespielt als früher. auch wenn es natürlich weiterhin den Anker sichereres Grundlinienspiel hat.
In Bestform hat er Stärken (Rückhand , Service ) und Schwächen (Vorhand relativ und Return) gegen Alcaraz. Aber soweit auseinander sind sie nicht

Gegen Sinners Spiel sieht es noch nicht so aus, allerdings war Wimbledon ein Schritt nach vorne. Gerade da Rasen sobald der Ball im Spiel ist weiterhin der schwächste Belag von Zverev sein wird. Da ist die Größe dann doch Gift. Allerdings kann er mit seiner gewonnenen Konstanz immer wieder in diese guten Duelle kommen.

Erhoffe mir noch ein paar Slam Duelle zwischen den Dreien!
 
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