Würzburg Baskets Saison 26/27


Tim Eisenberger sagt aber auch, dass es in der BBL ein ziemlich breites Mittelfeld gibt. Teams wie Hamburg, Ludwigsburg, Rostock usw. kann Würzburg theoretisch alle schlagen, aber eben auch gegen jedes dieser Teams verlieren.


Noch wichtiger finde ich allerdings seine Aussage, dass er mit Sasa gesprochen hat und dieser dafür wirbt, das Saisonziel zunächst bei Platz 10 anzusetzen. Damit soll vermutlich auch die Erwartungshaltung etwas gedämpft werden.


Ich denke, wir würden alle gut daran tun, unsere Erwartungen ein Stück weit zurückzuschrauben und der Mannschaft die nötige Zeit zu geben. Ich bin überzeugt, dass Sasa auch aus dieser Mannschaft wieder ein Team formen wird, mit dem wir Spaß haben können. Und vielleicht gelingt uns ja sogar die eine oder andere Überraschung.


Für meinen Teil wäre ich erstmal zufrieden, wenn wir möglichst früh nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Danach kann man schauen, was Richtung Play-Ins oder vielleicht sogar Playoffs möglich ist.


Aber nochmal: In Sasa we trust! 💪🏻🏀
 
Ich merke gerade, dass die Diskussion hier im Forum und auch die Einschätzung von Tim Eisenberger, den ich wirklich sehr schätze (nicht nur wegen Veits 😉) tatsächlich etwas mit meiner Stimmung machen.

Nach Manchester ist plötzlich sehr viel Skepsis da. Teilweise sicher zurecht. Die Niederlage war enttäuschend, das Ausscheiden aus der BCL-Qualifikation tut weh, weil sie so unnötig war. Bei Dye wird hinterfragt, ob das Scoring reicht, bei Jones, ob er wirklich die nötige Qualität für seine Rolle mitbringt, bei Colbert, ob ihm für die BBL nicht die Physis fehlt. Dazu schwingt immer wieder der Vergleich mit Carr, Mintz, Ivey, Muenkat oder Stove mit. Also im Kern die Frage: Haben wir im Sommer vielleicht doch mehr Qualität verloren, als wir uns eingestehen wollen?

Und ich ertappe mich dabei, wie mich genau diese Gedanken runterziehen. Was mir geholfen hat ist, dass wir diese Diskussion so ähnlich schon kennen.

Also habe ich angefangen, in den alten Saisonthreads zurückzublättern. Erst 25/26, dann 24/25 und schließlich noch 23/24.

Und das war ziemlich unterhaltsam. Manche Einschätzungen waren rückblickend erstaunlich gut. Aber was mich wirklich überrascht hat, war, wie schnell wir in jedem Herbst glauben zu wissen, wer funktioniert und wer nicht.

Livingston wurde nicht sofort als kommender MVP gesehen. Bei Jackson gab es Zweifel, ob er wirklich in die riesigen Fußstapfen seines Vorgängers treten kann. Carr war kurz vor Saisonbeginn noch ein Fragezeichen. Ivey wurde zeitweise deutlich kritisiert. Muenkat brauchte zu lange, um anzukommen. Bei Thompson wurde sein Inside Game hinterfragt.

Und heute benutzen wir teilweise genau diese Spieler als Maßstab für die Qualität, die der aktuelle Kader angeblich nicht mehr besitzt. Vielleicht ist das so. Der gestrige Abend war im wahrsten Sinne enttäuschend. Und ich wünsche mir, dass wir uns auch diesmal täuschen und wir uns zumindest eingestehen, dass September und Oktober in den letzten Jahren nicht gerade unsere zuverlässigsten Monate für endgültige Spielerbewertungen waren.

Und vielleicht brauchen wir deshalb auch ein kleines Gegengewicht zur aktuellen Stimmung.

Und auch wenn mir folgende Worte nach gestern abend selbst ein bitteres Schmunzeln abringen... Wenn Kenny D. irgendwann ein paar Spiele für uns entscheidet, würde ich jedenfalls gerne „Do or Dye“- Sprechchöre in der Crunchtime hören...

Ein bisschen positiver Aberglaube kann ja nicht schaden.
 
Was bei mir heute bei Eisenbergers Statement am meisten hängengeblieben ist (vom Austausch mit Sasa): „Platz 10 wäre ein großer Erfolg. Das ist die neue Realität.“

Ich frage mich gerade: warum ist das die neue Realität?
- Sind im Vergleich zur letzten Saison wirklich so viele Sponsoren abgesprungen?
- Kostet das Trainerteam mittlerweile so viel, dass für den Kader deutlich weniger übrig ist?
- hat man sich letzte Saison übernommen?

Letzteres scheint für unwahrscheinlich, da man ja fast keine Nachverpflichtung hatte und wohl durch die BCL mehr Einnahmen generiert hat. Aber woher kommt dann die neue (finanzielle) Realität?

Den Aussagen nach, ist man ja aktuell wenig überrascht, da die Möglichkeiten eben andere waren bei der Kaderzusammenstellung
 
Etwas geringere Sponsoreneinnahmen plus deutliche Gehaltssteigerungen Coaching Staff.

Die gute Nachricht ist, dass wir noch ausreichend Reserven für eventuelle Nachverpflichtungen haben.
 
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