Würzburg Baskets Saison 26/27


you_never_walk_alone

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"Außerdem können wir im Moment nicht mit Einnahmen aus der Basketball Champions League kalkulieren, die letzte Saison fast im siebenstelligen Bereich lagen."

Dieser Satz aus dem Liebler-Interview verwundert mich am meisten. Hieß es nicht letzte Saison, dass der Etat komplett ohne CL- und PO-Einnahmen kalkuliert war ? Und jetzt ist es eines der Argumente für den "etwas moderateren" Kader. Und wo landeten letztes Jahr die dann ja zusätzlich zum kalkulierten Etat erzielten Einnahmen alleine aus der CL im "fast siebenstelligen Bereich", denn in Nachverpflichtungen können sie definitiv nicht geflossen sein. Da müßte dann ja noch einiges übrig geblieben sein.
(Ok, nach einer PN muss ich das wohl etwas relativieren. Liebler spricht ja von den Einnahmen aus der CL, nicht vom Gewinn. Wenn man die sicher auch nicht geringen Ausgaben dagegen rechnet, dann bleibt wahrscheinlich nicht so sehr viel übrig.)

Aus dem Interview geht wohl auch ganz eindeutig hervor, dass die längerfristige Vertragsverlängerung des Trainerteams schon sehr erheblich zu Buche schlägt. Da gehe ich aber voll und ganz mit, weil gerade das Trainerteam in allererster Linie dafür verantwortlich ist, dass die Baskets in BBL und CL genau so weit gekommen sind und in beiden Wettbewerben sicherlich in den letzten Jahren viel Respekt erworben haben. Lieber ein Trainerteam, dass (etwas) unbekanntere Spieler entwickeln und bis zum MVP bringen kann, als tolle Spieler, die bei mittelmäßigen Trainern keine Leistung bringen (können). In Sasa we trust ...........
 
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istdasso

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Hier ein aktuelles Highlight Video von Max Jones. Bin kein großer Fan von solchen zusammenschnitten, aber hier kann man finde ich ein paar interessante Eindrücke gewinnen.
1. kaum ein Wurf/Abschluss war wirklich herausgespielt bzw. Nahezu alles selbst kreiert oder mit Fake (glaube Manchester spielt allgemein ohne viel teamplay)
2. der Wurf sieht sehr sauber aus, auch aus der Bewegung
3. beim Zug zum Korb sucht er den Kontakt aktiv und schließt als Linkshänder sehr viel mit rechts ab und das nahezu ohne unterschied zur starken Hand.
4. 3-Way Offense und somit schwer zu lesen.

Ich denke es wird deutlich welche Rolle für ihn angedacht ist und dass er im Scoring wichtig sein wird. Ich sehe ihn tatsächlich auf der 2 und auch teilweise auf der 3 relativ flexibel einsetzbar der als SwingMan in einer kleinen Aufstellung auch mal den Ball bringen kann (dann aber auch eher ungern wieder abgibt). Er wirkt sehr stabil und athletisch, was seine 1,93 etwas überdecken kann.

Eigentlich ein klassischer Spieler für den Coach. In einem Team bei dem er weniger den Ball in der Hand und mehr teamplay vorhanden sein wird gilt es wieder die Stärken herauszuarbeiten und so die Effizienz zu steigern. Für mich einer unter dem Radar mit ordentlich überraschungspotenzial
 
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murill05anchez

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Ich finde deine Beobachtung und Einschätzung sehr interessant.

Wenn ich auf die aktuellen Verpflichtungen, vor allem auch die von Max Jones blicke, merke ich, wie sehr ich noch an der Saison 25/26 festhalte.

Sofort kommt mir der Gedanke: Wer ersetzt wen aus dem alten Kader? Und da verstehe ich auch einige Kommentare, die befürchten, dass die Qualität nachlassen wird, wenn Dye der neue Carr sein soll und Jones der neue Mintz usw.

Und dennoch bin ich vorfreudig und optimistisch.

Ich weiß nicht, wie es euch ging, aber mir ist es letzte Saison regelmäßig passiert, dass ich auf die Shotclock geschaut habe und gehofft habe, dass Carr, Mintz oder Ivey noch irgendetwas aus dem Hut ziehen. Teilweise hat mich das sogar genervt – vor allem dann, wenn die letzte Idee war, irgendwie noch ein Foul zu ziehen.

Jetzt habe ich das Gefühl, dass wir mehr Variabilität bekommen könnten.

Dye scheint für mich deutlich mehr Playmaker und Organisator zu sein als Carr. Einer, der das Spiel strukturiert, andere in Szene setzt und Entscheidungen trifft. Carr hatte ebenfalls gute Assistwerte, aber viele davon entstanden in meiner Erinnerung für mein Empfinden aus dem Drive-and-Kick-Spiel oder weil Defenses ihn doppeln mussten.

Max Jones hat in Manchester neben Patrick Smith Jr. gespielt, der für mich eher in die Kategorie Playmaker/Floor General wie Kenny Dye fällt. Calvin Wishart ordne ich ähnlich ein.

Deshalb frage ich mich inzwischen, ob ich die Neuzugänge überhaupt richtig betrachte, wenn ich sie immer nur Spieler für Spieler vergleiche.

Vielmehr könnten die "neuen Baskets" eine ganz andere Statik erhalten. Weniger Isolationen, weniger Angriffe, die am Ende von der individuellen Klasse einzelner Guards gelöst werden müssen. Dafür vielleicht mehr Ballbewegung, mehr Entscheidungen auf mehreren Schultern verteilt und auch mehr Spacing.

Gerade Colbert könnte dabei ein interessanter Faktor werden. Wenn er als Forward tatsächlich konstant am Perimeter respektiert werden muss, entstehen plötzlich Räume, die wir im letzten Jahr nicht immer hatten. Räume für Drives von Jones, Räume für Dye im Pick-and-Roll und Räume für Thompson am Ring.

Das muss am Ende nicht automatisch besser sein. Es wird sicherlich Spiele geben, in denen uns die individuelle Shot Creation eines Carr oder Mintz und auch Ivey fehlt. Gerade wenn die Shotclock runterläuft, waren alle 3 (je nach Tagesform) in der Lage, auch schwierige Würfe noch zu kreieren oder zumindest ein Foul zu ziehen.

Trotzdem habe ich das Gefühl, dass der neue Kader schwerer auszurechnen sein könnte.

Vielleicht bekommen wir kommende Saison weniger spektakuläre Einzelaktionen, dafür aber mehr Möglichkeiten, auf unterschiedliche Gegner zu reagieren. Mehr Variabilität in den Lineups, mehr Optionen im Halbfeld und mehr Spieler, die Verantwortung übernehmen können.

Was Max Jones für mich so spannend macht, ist sein Entwicklungspotential. In College- Zeiten von D2 zu D1 und Big12 "hochgearbeitet" ohne dabei zum Star zu werden- dann hätten wir ihn aber auch nicht bei uns zu sehen bekommen. In Manchester hat er sich dann wiederum als ein Spieler bewiesen, der sein Team mitunter trägt. Er ist mit 24 Jahren auf jeden Fall im besten Alter um den nächsten Schritt zu machen.
 
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