Würzburg Baskets Saison 26/27


Schmarrkopf

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Ja
Wenn man in der Quali ausscheidet, hat man die Option in den EuropeCup zu rutschen wenn man das möchte (wovon ich bei uns mal stark ausgehe)
Quelle PM zur CL Quali:
Sollte die Qualifikation nicht erfolgreich verlaufen, treten die Fitness First Würzburg Baskets zum zweiten Mal nach 2018/2019 im FIBA Europe Cup an. Vor acht Jahren erreichten sie das Finale dieses Wettbewerbs, mussten sich aber gegen Dinamo Sassari aus Italien geschlagen geben.
 

Pookas

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Jonathan Bahre würde ich übrigens nehmen. Der kann viel mehr als er in Bonn zeigen konnte...
 

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Hoffe mal das die 2-jahres Verträge auch was wert sind . Und nicht jeder wieder eine einfache Ausstiegsklausel hat.
 

IrgendwasmitKörben

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Hoffe mal das die 2-jahres Verträge auch was wert sind . Und nicht jeder wieder eine einfache Ausstiegsklausel hat.
Naja Ausstiegsklauseln sind nicht per se schlecht. Oftmals beinhalten die ablösen, die beim Verein landen.

Wir haben uns einen richtigen Namen als Sprungbrettstandort gemacht, wenn man erste Erfahrungen in Europa hat, aber noch nicht auf dem Schirm der ganz großen Clubs ist. Grundsätzlich längere Verträge zu machen, in dem Wissen, dass sicher der ein oder andere für Ablöse geht, ist aus meiner Sicht der richtige Schritt für den Standort, auch wenn die Verträge Ausstiegsklauseln haben.
 

istdasso

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Auf dem Papier sticht vor allem heraus, dass unsere Guards und auch der vermutlich noch kommende Colbert gute 3er Quoten aufweisen konnten. Beim genaueren hinsehen zeigt sich auch, dass nur Colbert und Jones ein größeres Volumen geworfen haben. Griffin hat in seiner Spielzeit stark gescored, den 3er dabei aber weniger genutzt. Ich möchte nicht den Spielverderber spielen, aber etwas die Erwartungshaltung mildern.
 

Quereinsteiger

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Hat jemand einen Überblick über die Kader der anderen Teams. Ich sehe hin und wieder, dass dort auch einige Neuzugänge verkündet werden. Wie seht ihr unseren Kader hier im Vergleich?
 

murill05anchez

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Auf dem Papier sticht vor allem heraus, dass unsere Guards und auch der vermutlich noch kommende Colbert gute 3er Quoten aufweisen konnten. Beim genaueren hinsehen zeigt sich auch, dass nur Colbert und Jones ein größeres Volumen geworfen haben. Griffin hat in seiner Spielzeit stark gescored, den 3er dabei aber weniger genutzt. Ich möchte nicht den Spielverderber spielen, aber etwas die Erwartungshaltung mildern.

Richtig guter Punkt.

Loncar beschreibt Griffin als „Shooter und Scorer, der sich seinen eigenen Wurf kreieren kann“. Das passt auch ganz gut zu den Zahlen, die er in der Türkei aufgelegt hat:
12,5 Punkte in knapp 20 Minuten bei 44 % Dreierquote.

Schaut man noch genauer hin, waren es aber keine absurd hohen Dreier-Volumen: 3,3 Dreier-Versuche in knapp 20 Minuten.

Hochgerechnet auf eine Spielzeit a la Mintz wären das ungefähr knapp 5 Dreierversuche pro Spiel. Mintz nahm im Vergleich 6,7 Dreier im Schnitt.

Also ja: Griffin hat den Dreier sehr gut getroffen, aber er war kein Volumen-Sniper, der permanent von draußen feuert. Eher ein Scoring-Guard, der den Dreier als sehr starke Waffe im Paket hat — neben eigener Wurfkreation und Scoring aus anderen Bereichen.
 

murill05anchez

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Kenny Dye jetzt auch offiziell bestätigt
Ebenfalls wie viele andere einen 2-jahres Vertrag

Selbe Verpackung, anderer Inhalt...

Unser neuer Point Guard erhält, wenn ich das richtig auf Instagram gesehen habe, die #5.

Und irgendwie macht ihn das gefühlt noch mehr zu dem Spieler, der sich automatisch mit seinem Vorgänger Marcus Carr vergleichen lassen muss.

Deswegen reizt es mich, da mal etwas genauer draufzuschauen.

Seit Sasa Filipovski in Würzburg wirklich seine eigenen Kader bauen konnte, war die Point-Guard-Position im Grunde immer ein wichtiger Schlüssel. Whittaker war 22/23 der erste klare Sasa-Spielmacher. Danach Livingston als MVP. Dann Jackson als MVP. Letzte Saison Carr mit viel Verantwortung, vielen Assists und hoher Ballpräsenz.

Die Point Guards lieferten Jahr für Jahr Rhythmus, Scoring, Creation und späte Lösungen.

Whittaker lag 22/23 bei 18,0 Punkten und 5,1 Assists bei einer Usage von rund 27 % und einer True Shooting von knapp 58 %. Livingston 23/24 bei 20,6 Punkten und 5,4 Assists, Usage über 29 %, TS% um die 60 %. Jackson 24/25 bei über 17 Punkten und über 4 Assists, ebenfalls mit hoher Usage im Bereich von 26–27 % und solider Effizienz.

Carr kam 25/26 auf 16,6 Punkte und 5,6 Assists in der BBL. Seine AST% lag bei 38,8 %, seine Usage bei 28,7 %, seine True Shooting bei rund 57 %. In der BCL waren die Werte sogar nochmal höher, sowohl bei Usage als auch bei Creation.

Er hat sich statistisch in die Riege seiner Vorgänger eingereiht. Und genau deshalb ist mein „Hero-Ball“ und "Iso-Play"- Gedanke viel zu oberflächlich. Ein Spieler mit solchen Assistwerten und einer so hohen AST% ist kein Ego-Guard, der nur dribbelt und wirft. Carr hat extrem viel kreiert. Für sich, aber eben auch für andere – bei gleichzeitig sehr hoher Balllast.

Aber dennoch bleibt ein subjektives Gefühl. Wenn man sieht, wie die Saison zu Ende ging, steht das für mich trotzdem ein bisschen symbolisch für die Experience, die ich nach Weihnachten immer wieder in der Halle oder vor dem Bildschirm hatte: Carr mit dem schwierigen Dreier. Carr versucht das Foul zu ziehen. Carr geht auf Kontakt. Carr muss noch irgendwas machen.

Es hat sich oft schwer angefühlt. Und ehrlich gesagt hatte ich manchmal auch das Gefühl, dass man es ihm selbst angesehen hat.

Im Forum wurde viel über Charakter, Leadership und Stimmung geschrieben. Stoves Interview bei Dyn, als er ungefähr meinte, „wir sind nicht so gut, wie einige es von sich denken“, passte irgendwie in diese Phase. Ich will das gar nicht alleine auf Carr münzen. Das wäre unfair.

Vielleicht beschreibt man es objektiver so: Auf Carr und Mintz lag extrem viel Verantwortung. Die beiden mussten sehr oft Vorteile auf dem Feld erzeugen. Ivey konnte diese Last aus meiner Sicht zu selten und zu inkonstant wirklich abnehmen. Dadurch wurde aus hoher Qualität manchmal auch eine gewisse Abhängigkeit.

Und jetzt kommt Kenny Dye. Die neue #5.

Dyes Zahlen aus Rumänien lesen sich gut: 16,8 Punkte, 4,5 Assists, 42,6 % Dreier. Dazu eine starke True Shooting Quote von 62,9 %. Seine Usage lag aber nur bei 23,1 %, seine AST% bewegte sich im Bereich von knapp 30 %.

Das wirkt für mich wie ein effizienter, kontrollierter Point Guard, der scoren kann, aber nicht zwingend jede zweite Possession der zentrale Problemlöser ist. Seine hohe Effizienz bei vergleichsweise moderater Usage spricht eher dafür, dass er gute Entscheidungen trifft, Würfe selektiert und das Spiel liest, statt es permanent zu dominieren.

Natürlich: Rumänien ist nicht BBL. Das muss man sauber einordnen. Livingston, Jackson und Carr haben ihre Qualität hier oder auf höherem Niveau gezeigt. Dye muss das erst übertragen, um überhaupt vergleichbar zu werden.

Aber vielleicht ist genau das der Punkt. Vielleicht reiht er sich gar nicht klassisch hinter Whittaker, Livingston, Jackson und Carr ein. Vielleicht bricht er diese Tradition ein Stück weit auf.

Dye war in den letzten Jahren offenbar immer dann stark, wenn er um sich herum ein Gerüst aus zuverlässigen Scorern hatte. Er musste nicht permanent alles alleine lösen, sondern konnte steuern, treffen, vorbereiten und den Rhythmus halten – bei gleichzeitig hoher Effizienz und solider Creation-Rate.

Mit Griffin, Jones und Colbert sehe ich dafür zumindest Potenzial für so ein Gerüst. Unter dem Korb hat er mit Thompson zudem einen vielleicht ziemlich dankbaren Pick-and-Roll-Partner.

Dyes Aufgabe wird nicht sein, der nächste MVP Anwärter zu sein, sondern dafür zu sorgen, dass seine Mitspieler MVPs werden - More Valuable Player. Wenn ihm das gelänge, wären die Vergleiche im Trikot mit der #5 auch unnötig.
 

istdasso

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Genau so sehe ich das auch @murill05anchez Sehr gut beschrieben. Wenn ich einen Vergleich aufstellen würde, dann ist es Dye und Callison. Wishart ist da eher der etwas verrücktere Perry.

Griffin ist einfach verdammt schnell! Er hat einen sehr guten ersten Schritt und Zug zum Korb. Mit ihm gewinnen wir aber vor allem wieder an Midrange. Max Jones ist für mich schwer ausrechenbar.

Ich muss aber sagen, dass mir die Teamaufstelung schon sehr gefällt weil sie eine gewisse Spannung mitbringt. Ich denke wir haben wieder ein ähnliches Talent am Start. Die Frage wird sein ob und wann die Spieler so weit sind, dass sie es auch auf dem Niveau konstant abliefern können.
 
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