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Ein Frauenkampf blockiert einen Männerkampf. Wegen der geringen Leistungsdichte (sie ist praktisch nicht vorhanden) kommen in der Damenwelt höchst selten Ansetzungen zustande, die sowas wie einen sportlichen Mehrwert generieren. Soll heißen: Kämpfe zwischen guten Kämpferinnen sind Ausnahmen; viele Kämpfe finden schließlich nicht auf Augenhöhe statt, da die Gastboxerinnen entweder nur amateurhaft oder semiprofessionell trainieren - noch dazu hat die Mehrzahl dieser Boxerinnen keine grundständige und solide technische Ausbildung genossen. Daß Menzer und Graf im Vergleich zu den Alcanters und Goodsons boxen können, ändert nichts an der Fragestellung: Warum sollte man ihnen eine Plattform geben, wenn der Sport außerhalb der deutschen Landesgrenze noch keinen Hund hinter den Ohren juckt? Wegen Halmich? Weil man damit Quote machen kann (oder konnte)?
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Warum stattdessen grottige Männerkämpfe ansehen? Weil grottige Männerkämpfe weit mehr zu bieten haben als es Frauenboxen nach dem derzeitigen Stand überhaupt bieten könnte. Und damit die Relationen stimmen, sollte man auch die Kategorien nicht vertauschen: Wenn ich von diesen grottigen Männerkämpfen sprechen, meine ich damit Kämpfe auf internationalem Niveau - schließlich werden uns die Menzer-Kämpfe eben auch als Kämpfe gehobener Klasse verkauft. Vor diesem Hintergrund müsste man schon blind sein, um die Unterschiede zwischen einem grottigen Männerkampf gehobener Klasse und den gleichfalls grottigen "Weltmeisterschaftskämpfen" der Frauen nicht zu sehen. Und da beißt sich die Katze in den Schwanz: Wenn diese Vorstellungen von Menzer, Graf und Kentikian die Spitze dessen sind, was Frauenboxen derzeit zu leisten in der Lage ist, gehört es schleunigst aus dem Programm geschmissen. Aus rein sportlichen Gründen.
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