Masters of the Universe (2026)

Gerade aus dem Kino zurück.
Als riesiger Fan und jemand der mit der alten Serie aufgewachsen ist war das für mich natürlich ein besonderer Film. Ich habe Jahrzehnte darauf gewartet, die Figuren endlich einmal so in einem Realfilm zu sehen wie sie damals in der Serie ausgesehen haben.
Und genau das ist auch die größte Stärke des Films.
Beast Man ist großartig umgesetzt. Trap Jaw sieht fantastisch aus. Man-at-Arms ist für mich nahezu perfekt besetzt, trotz das Idris Elba natürlich eine andere Hautfarbe hat, aber er ist der Waffenmeister. Teela hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Generell merkt man, dass hier Leute am Werk waren die die alte Serie wirklich kennen und viele kleine Details eingebaut haben.
Es gibt unzählige Anspielungen auf die alte Serie. Diese Kleinigkeiten zeigen das die Macher durchaus Liebe zum Original hatten.
Auch einige Actionszenen sind richtig stark geworden. Beast Mans Jagd nach Adam und dem Zauberschwert auf der Erde ist hervorragend inszeniert. Der Kampf von Man-at-Arms gegen Trap Jaw ist richtig stark. Auch He-Mans Kampf gegen Trap Jaw ist sehr gelungen.
Trotzdem bin ich insgesamt etwas zwiegespalten.
Mein größter Kritikpunkt ist der Humor. Die alte Serie war natürlich auch oft lustig und teilweise albern. Aber hier hatte ich häufiger das Gefühl das wirklich jede ernste Szene noch schnell einen lockeren Spruch oder einen One Liner bekommen musste. Einige dieser Momente haben für mich nicht funktioniert und wirkten eher etwas fremdscham als lustig.
Bei den beiden wichtigsten Figuren habe ich ebenfalls gemischte Gefühle.
Skeletor ist nicht schlecht gespielt aber für mich zu oft zu locker und zu verspielt. In einer Realverfilmung hätte ich ihn gerne etwas bedrohlicher gesehen. Weniger Grinsen, weniger Witze, mehr das Gefühl, dass da wirklich die größte Gefahr Eternias vor einem steht.
Noch schwieriger finde ich He-Man selbst. Es gibt Szenen, besonders gegen Ende im Kampf gegen Skeletor, in denen er genau wie He-Man wirkt. Stark, entschlossen, heldenhaft. Da passt alles.
Dann gibt es aber auch andere Szenen, in denen er eher wie ein netter junger Mann wirkt, der zufällig ein magisches Schwert gefunden hat. Für mich fehlt manchmal diese unglaubliche Präsenz, die He-Man eigentlich haben sollte.
Und ja: He-Man muss muskulöser sein.
He-Man ist nicht irgendein Superheld. Er ist die Über Muskel Ikone der 80er Jahre.
Der Schauspieler macht seine Sache ordentlich aber körperlich fehlt mir einfach etwas. He-Man sollte aussehen wie die Verkörperung übermenschlicher Stärke und nicht wie der Standard McFit pumper. Da hätte man meiner Meinung nach ruhig noch etwas nachhelfen dürfen.
Mein größter Minuspunkt bleibt aber die Musik. Und das verstehe ich bis heute nicht.
Man hat genau eine Chance, die erste Verwandlung von Adam zu He-Man auf die Leinwand zu bringen. Genau eine.
Und man nutzt nicht das klassische Theme.
Ich hatte die Tage ein Fanvideos gepostet, in denen die alte Musik unter diese Szene gelegt wurde. Gänsehaut pur. Genau so hätte es im Film sein müssen.
Stattdessen setzt man mehrfach auf zumeist auf das neue theme. In einer Sequenz wird Queen gespielt und das hat für mich überhaupt nicht gepasst und hat mich eher aus dem Film herausgerissen.
Das ist für mich eine riesige verpasste Chance.
Trotz aller Kritik hatte ich aber nie das Gefühl, einen schlechten Film zu sehen. Ganz im Gegenteil. Als Fan geht einem oft das Herz auf.
Deshalb lande ich am Ende bei:
7,5/10
Es sieht momentan nicht so aus, als würde der Film an den Kinokassen ein großer Erfolg werden.
Und das wäre wirklich schade.
Denn ich glaube, in einem zweiten Teil könnte man viele der Schwächen ausbessern.
Die Grundlage ist da. Die Figuren und die Welt funktionieren und sehen grandios aus. Man müsste nur an einigen Stellschrauben drehen.