Ich find schon, dass er technisch verdammt gut läuft.
Der Start ist für so einen grossen Athleten unglaublich gut (noch nie dagewesen). Grosse 100m-Läufer die den Anderen in Punkto Endgeschwindigkeit was voraus hatten, gabs ja schon viele (u. A. Carl Lewis). Aber Bolt war ja selbst auf den ersten 10 Metern der Schnellste.
Was man in anderen Sportarten auch sehen kann, setzt sich auch im Sprinzt fort. Tendenziell werden die Sportler immer grösser. Mit gezieltem Kraft- und Geschklichkeitstraining scheint man die Nachteile in der Koordination umgehen zu können.
Je länger die Laufstrecke desto kleiner werden die Athleten. Sieht man auf den 10'000 und Marathon. Kleinerer Körper braucht einfach weniger Sauerstoff, was auf die längere Distanz der wichtigere Faktor ist.
Bolts Lauftechnik ist schon Klasse. Allerdings nicht auf den ersten Metern. Dort richtet er sich zu früh auf und kann so nicht so gut beschleunigen.
Vergleich Bolt nach 2 sec(video bei 0:09)
http://www.youtube.com/watch?v=jsV7LvrkqUA
Maurice greene(0:02)
http://www.youtube.com/watch?v=u4T76jsPin0&feature=related
Auf den ersten Metern hat er nicht den Speed von Greene, der hatte ja auch ganz andere 60m Zeiten.
Das Bolt nach 10 m vorne lag stimmt ja auch nicht, bei 60 m lag THompson noch vorne.
Seine Top Speed Mechanics sind aber schon super, sein geringer Armeinsatz zeigt auch, dass er seine Schultern sehr wenig bewegt.
Den Trend mit den immer größeren Athleten sehe ich auch nicht so. Klar werden Menschen allgemein größer, aber die letzten WR Halter waren doch meist so um die 1,80m. Das halte ich auch so für die optimale größe. Es gibt immer einige große Athletten wie Bolt und Obikwelu, aber auch sehr kleine wie greene, dix und montgomery.
Klar ist der schnitt gestiegen, das liegt einfach daran, dass die Leute allgemein größer ist, aber einen Vorteil für große oder kleine Athleten sehe ich über 100m nicht(es sei denn man ist 1,60 dann ist es meist schon ein Nachteil).
Die Schrittlänge hängt auch statistisch garnicht so sehr mit der größe zusammen, sondern mit der Schnellkraft des Athleten und damit der Geschwindigkeit.
Den Trend zu geringeren Frequenzen gibt es aber doch sehr deutlich.