sehe ich ähnlich wie Le Freaque. Für mich ist das fast Kaufhausmusik. Läuft belanglos nebenher ohne zu nerven aber auch ohne wirklich Reize zu setzen. Hot Fuss war für mich ein grandioses Album, hat mir sehr gut gefallen, Sams Town dann eher irgendwie "dunkel, düster", aber
Day & Age ist einfach nur langweilig. 3/10
Nickelback: Dark Horse
Wie erwartet versuchen Nickelback ein Rock'n Rollscheibe mit vielen Hits zu produzieren, die Singleauskopplung "Gotta be somebody" liess ja schlimmstes erahnen. So dramatisch ist es dann aber doch nicht. Es sind zwar ein paar Balladen und Halbballaden drauf zu finden aber zwischendurch wird dann doch noch mal gerockt. Die Hälfte der Songs sind durchaus beachtenswert, vor allem der Opener "Something in your mouth" und das lässige "Shakin Hands" sind mehr als ordentlich. Alles in allem aber die erwartet durchschnittliche Scheibe, die aber sicherlich wieder eine Millionenseller wird. 5/10
Guns'Roses: Chinese Democracy
Für mich ist "Apetite for Destruction" eines der besten Alben ever. Auch die Use your illusions Alben waren, trotz allem Mainstreams, immer noch hörbar, auch einige Perlen warden darauf zu entdecken. Jetzt, nach ca. 261 Jahren also Chinese Democracy. Besser wäre gewesen, Axl wäre weiterhin verschollen geblieben und hätte den Bandnamen nicht mit einem total sinnlosen Werk verschandelt. Hier passt nichts, das Album hat keine Atmosphäre, die Musiker keinen Stil, der teilweise eingesetzte Drumcomputer schlägt dem Fass den Boden aus und als Höhepunkt dient der Song "Madagascar", so ziemlich das peinlichste was der Musikmarkt seit Jahren hergegeben hat. Der beigemischte Martin Luther King wird sich im Grabe umdrehen, weil seine berühmten Worte in diesem total hirnrissigen Song beigemischt wurden. Fazit: macht ungefähr soviel Spaß wie ein Zahnarztbesuch. 1/10
Sammy Hagar: Cosmic Universal Fashion
Sammy rockt wie eh und je. Einer meiner absoluten Lieblingskünstler haut auch 2008 wieder ein gute Platte raus. Ok. - mit dem Vorgänger "Livin it up" kann diese Scheibe nicht mithalten, aber Livin war für mich ein absolutes Meisterwerk.
Wie immer vermischt Hagar County, Hardrock/Metal, Bluesrock, lässt sich in keine Ecke drängen und macht offenbar, wozu er einfach Lust hat. Zwischendurch mal ein ganz lässiges Beastie Boys Cover (Fight for your right) zum Abschluß eine grandiose Liveversion den Van Halen Hits Dreams (das dann noch in Cabo Wabo übergeht) - könnte ich mir Tag und Nacht anhören. 8/10
Sarah Brightman: A Winter Symphonie
Ich liebe diese Stimme. Schmalz, Kitsch und Melancholie sind bei ihr wunderbar vereint. Jetzt hat Brightman eine wunderbare Winterplatte rausgehauen. Klassische Weihnachtslieder sind darauf eher nicht enthalten (bis auf Silent Night) aber dafür wunderbare Versionen von Amazing Grace und I believe in Father Cristmas. Eine wunderbare Scheibe für einsame Abende, wenn man durchs Fenster die Schneeflocken rieseln sieht, eine gute Flasche Rotwein vor sich hat und vor dem lodernden Feuer des Kamins sitzt. Ok, das mit dem Schnee ist Glückssache, einen Kamin habe ich nicht und einsam bin auch dann auch eher selten, aber falls das mal alles eintritt...
Die CD ist außerdem zu empfehlen, wenn man seinem traurigen Darsein einmal ein Ende setzen will - hier kommt man in die richtige Stimmung. Naja, egal - wollte nur mal eine Platte empfehlen, die hier wohl die wenigsten hören würden/werden. 9/10