Da passt 0,gar nichts. Wenn die Qualität einen gewissen Grad erreicht hat, ist die Unerfahrenheit irrelevanter als ein umfallender Sack Reis in China mit abgelaufenem Verfallsdatum. Wie viele junge, unerfahrene Top-Spieler, denen bei großen Turnieren das Vertrauen geschenkt wurde, haben jenes Vertrauen mit Leistung zurückgezahlt? Soll ich die Hundertdrölftausend Beispiele alle aufzählen? Würde Löw generell so verbohrt und konservativ nomineren, sähe ziemlich dunkel aus (ok, ein wenig ist es ja so. Stuttgarter Spieler haben anscheinend einen Freibrief). Wie sollen sich Spieler so weiterentwickeln? Sie müssen auch mal ins Haifischbecken geworfen werden, um große Spieler zu werden. Wer das nicht kapiert, lebt vorm 1. Weltkrieg und muss aus der Familie der Ribbecks und Völlers stammen.
Sehr amüsanter Argumentationsgang übrigens. Auf der einen Seite gestandener Spieler, mit Qualiät und internationaler Erfahrung. Auf der anderen Seite Spieler mit keiner internationalen Erfahrung, aber ebenfalls gestanden und mit viel mehr Qualität. Klar, da nehm ich doch den ersteren Spieler. Danke! Deinetwegen gehe nun lächelnd ins Bett. Ein Zitat von Kurt Tucholsky, das ich noch anbringen möchte: "Erfahrung heißt gar nichts. Man kann eine Sache auch dreißig Jahre lang schlecht machen"
Außerdem ist es ja nicht so, dass die Nationalmannschaft mit nem Haufen unerfahrener Jungspunde zur WM erfährt. Die gestandenen Spieler, die die Mannschaft führen, sind doch da. Ballack, Mertesacker, Klose etc. Das reicht. Jüngere, unerfahrene Spieler, die eine enorme Qualität mitbringen und heiß sind, sind ganz essentiell für ein erfolgreiches Team. Aber vermutlich kapieren viele Deutsche 'Fußballexperten' dies in Tausend Jahren nicht. Aber gut: So lange keiner dieser Personen den Bundestrainer-Posten besetzt oder BVB-Trainer wird, soll es mir auch egal sein.