Brandon Roy: 'I want the ball a lot more'
Portlands Franchise-Spieler, der eine grottige Preseason absolviert, hat sich zu Wort gemeldet und gleich mal Ansprüche geltend gemacht. Dabei hat
er ganz konkrete Vorstellungen, wie die Offensive aussehen soll:
Brandon Roy schrieb:
More pick and rolls. More isolation plays. Right now we're doing a lot of powering, a lot of coming off screens. A lot of crossing. I think that's going to be more of the second string's offense. And the starters will play something different.
Pick-and-roll und Isolations - das ist das, was ich schon letzte Saison als "Roy-Offense" beschrieb und fast so sehr fürchte wie den Verletzungsfluch. Sicher, Roy spielt nach den Vorgaben besser; daran kann kein Zweifel bestehen, und das eine oder andere Spiel würde nur deshalb gewonnen werden, dass Roy den Ball dominiert. Der Nachteil dieses Systems ist, dass alle anderen Spieler außer Roy und seinem Pick-and-roll-Partner Aldridge darin bedeutend schlechter spielen, einfach weil sie gar nicht in die Spielzüge involviert sind:
Der Small Forward steht dumm in der Ecke und darf höchstens einen Verzweiflungsdreier nehmen, wenn weder Roy noch Aldridge etwas zustande gebracht haben und die Wurfuhr abläuft; der Center kann sich direkt auf den Offensivrebound konzentrieren, weil er
mit Sicherheit nicht angespielt werden wird, und der Point Guard könnte (wie früher Steve Blake) als Distanzschütze in Betracht kommen - nur heißt der Point Guard Andre Miller. :thumb:
Wenn Roy sich durchsetzt - und davon ist bei McMillan als Coach auszugehen -, wird Portland auch diese Saison eines der schleppendsten und methodischsten Halfcourt-Teams der NBA sein, obwohl es kreative Guards und Fastbreak-Spieler zuhauf gibt. Beim Gedanken daran, dass Roy wieder für 15 Sekunden regungslos den Ball an der Dreierlinie festhalten wird, während seine Mitspieler ihm aus dem Weg zu gehen haben, nur damit er bei drei Sekunden auf der Uhr gegen zwei Verteidiger einen Fadeaway nehmen kann, der dann reingeht oder auch nicht, vergeht mir jetzt schon die Vorfreude auf die neue Saison.
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Zur Center-Situation: Mit Boone wohl in China, Mbenga in New Orleans und Dampier in nicht sehr hohem Ansehen, wird Portlands Lösung wohl auf den bereits verpflichteten Steven Hill hinauslaufen, bis Przybilla zurück ist - es sei denn, dessen Rückkehr verzögert sich und/oder jemand Brauchbares kommt überraschend auf den Markt.
Przybilla hat sich schon für November angekündigt, auch wenn McMillan da noch vorsichtig ist. Oden soll mittlerweile eine mutmachende Trainingseinheit mit viel Rennen und Dunken absolviert haben, nach der das Knie aber wieder anschwoll - Licht und Schatten also, wobei ich keinen Einblick darin habe, was von Beidem dabei überwiegt. Wir werden es abwarten müssen.