Es geht doch eigentlich nur um die Frage, warum AA keine ernsthafte Angriffe gestartet hat? Warum konnte er nicht wie gegen Dirrell etwas Druck aufbauen?
War es, weil AA die Schläge von Froch nicht vertragen hat. Konnte er einfach mit der Schlagstärker von Froch nicht umgehen und hat sich nicht getraut die DD zu öffnen. Wenn das der Fall ist, bekommt AA noch mit ganz anderen Leuten große Probleme.
Oder hat es mit anderen Gründen zu tun, hat AA in der ersten Runde gemerkt es wird trotz der anderen Vorberatung min. genauso schwer wie gegen Dirrell, hatte er Konditionsprobleme, gab es einen Vorfall vor dem Kampf der zur schlechten Leistung geführt hat usw.
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Es war für mich schon sehr verwunderlich, dass von AA garnichts mehr kam. Es gab schon Leute die noch mehr von richtig starken punshern genommen haben und trotzdem noch mehr zurück gefightet. Es kann sein, dass die naheliegenste Erklärung, es lag an Froch und seiner Schlagstärke, richtig ist, es kann aber auch eine andere Erklärung geben.
Beweisen kann man beides nicht.
Du solltest die Meinung der anderen akzeptieren, auch wenn du es völlig anders siehst.
Das ist auch für mich DIE grosse Frage: Warum ist AA gegen Froch so dermassen "untergegangen"? Nicht die Niederlage an sich, sondern die Art und Weise ist doch das "Problem". Man kann einen Boxkampf verlieren, aber sich dabei so "vorführen" zu lassen? Für mich ist das nach wie vor irgendwie unbegreiflich, und es sollte erlaubt sein, DARÜBER zu diskutieren. "Einfache" Antworten wird es dazu nicht geben, aber vielleicht ergeben viele kleine Teile ein Ganzes...
1. Nach dem Kampf hörte man von Abraham und Wegner sehr ungewöhnliche und offene Worte, die man von beiden SO noch nicht vernommen hat. Es liegt doch nahe, dass mit dieser Niederlage Konflikte und Probleme aufgebrochen sind, die vorher "unter der Decke" geblieben sind, eben weil der gemeinsame Erfolg vorher zumeist alles überdeckt hat. Diese Idylle ist nunmehr zerstört, und es wird Zeit für eine "ehrliche" Bestandsaufnahme. Es ist vielleicht ganz gut, dass beide - sowohl Boxer als auch Trainer - sich nunmehr hinterfragen müssen, wie und ob es überhaupt in dieser Konstellation weiter gehen kann. Diese Notwendigkeit ist jetzt durch "äusseren" Druck entstanden - aber besser so als gar nicht.
2. Ich denke der Kampf gegen Froch ist für AA der absolute Wendepunkt seiner Karriere, so eine Art Karthasis vielleicht. Mit einem Schlag ist nunmehr alles bisher erreichte in Frage gestellt. Abraham muss sich vielleicht zum ersten Mal in seinem Leben damit auseinandersetzen, das seine nach aussen getragene "Fassade" einzustürzen droht. Entweder er berappelt sich noch einmal - oder sein ganzes bisherige Dasein steht auf dem Spiel.
3. Ich möchte die Mutmassungen über "mentale Probleme" auch nicht als "Entschuldigung" gelten lassen...das nun nicht. Das ist alles viel zu "unscharf" und "unkonkret", andererseits aber auch viel zu komplex. Wie sagte ein User hier sehr treffend: Abraham hatte eine Depression im Ring...genau das trifft es doch sehr gut.
4. Abraham ist sicher ein "limitierter" Boxer, und wer hier zu dem "feinen kleinen Kreis gehört" (Zitat von ...ich glaube "Roberts"), der das ohnehin schon immer gewußt hat, dass es AA irgendwann "erwischen" wird - ja gut. Mit derartigem Sachverstand wäre es doch ein leichtes, mit diesem "Wissen" bei allen Wettbüros fette Gewinne abzuziehen...so einfach ist das nicht. Ansonsten möchte ich mir mal gerne die Kristallklugel dieser elitären Gesellschaft ausleihen...
5. Zu guter letzt: Ich wünsche mir wirklich, dass Abraham jetzt wirklich mal "back to the roots" geht und sich "Rocky-like" einfach mal nur noch auf's Boxen konzentriert. Ohne hier in Einzelheiten abzugleiten: Abraham hat sicher seine boxerischen Schwächen, aber selbst im SMW kann er auch Qualitäten vorweisen, die ausser ihm keiner hat, nicht nur seine Schlagkraft. Er sollte den Ward-Kampf unbedingt machen, erst danach kann man Abraham wirklich "beurteilen", finde ich.