Und Haja Molcho samt Family sind auch sehr sympathische und innovative LeuteIch möchte diesen Tipp nochmal unterstreichen, das Neni gibt es auch in München und Hamburg. Kulinarisch ein Highlight sondersgleichen.
Und Haja Molcho samt Family sind auch sehr sympathische und innovative LeuteIch möchte diesen Tipp nochmal unterstreichen, das Neni gibt es auch in München und Hamburg. Kulinarisch ein Highlight sondersgleichen.
Hey Buam!So, endlich Zeit, um weiter zu schreiben.
HamburgBuam und die Harzer Wandernadel - Tag 6-7: Ein wahrer Brocken
Ich verbrachte einen Tag in Schierke. Zwischendurch fuhr ich mit dem Bus nach Wernigerode und hatte eine lebhafte Diskussion mit der Fahrerin, welche mein als HVV Karte getarntes Deutschland-Ticket anzweifelte. Ein einheitliches Design hätte alleine deshalb mehr Sinn gemacht. Aber wo kämen wir denn da hin, wenn wir logisch handeln würden?
Aber wie auch immer. Ausgestattet mit einer neuen Hose, Blasenpflastern und weiteren Hansaplast-Rollen begab ich mich am Tag darauf wieder auf Wanderschaft. Der Brocken wartete auf mich. Höchster Berg im Harz und offiziell auch Norddeutschlands. Als Jemand, der aus dem Norden kam, sah ich das natürlich anders. Der Harz ist verdammt nochmal Mitteldeutschland. Aber wie auch immer. Der Weg auf den Gipfel führte von Schierke aus über das Eckerloch.
So fand ich mich nach kurzer Zeit auf einem ebenso steilen wie steinigen Pfad wieder. Schweiß rann mir über die Stirn, als ich meinen schweren Rucksack über den anspruchsvollen Pfad nach oben wuchtete. Unterwegs überholte mich ein Pärchen, die ich aber wieder kassierte, als sie rasteten. Die Führung wechselte immer mal wieder und auch eine zu überholende Gruppe älterer Damen wirbelte das Teilnehmerfeld durcheinander. Als mein Schuh aufging, musste ich abreißen lassen. Selbst die Omas überholten mich wieder, während ich versuchte, mich an einen narrensicheren Seemannsknoten zu erinnern. Kurz danach erreichte ich die Hütte am Eckerloch. Dort holte ich mir auch den ersten Stempel des Tages.
Wirklich schön war die Landschaft nicht. Die Südseite des Brockens hat was von Boris Johnson in Unterwäsche. Massive Waldschäden machen den Ausblick zumindest nicht besonders schön. Im Vergleich zur Großstadt hatte es freilich immer noch was, aber bei dem Gedanken, dass der Pfad einst durch dichten Wald verlief, hätte ich heulen können. Im Harz kann man den Klimawandel mit bloßem Auge sehen. Ebenso sehen kann man fertige Radfahrer, die sich die Brockenstraße hoch quälen. Dort mündete der Pfad nämlich, sodass ich den letzten Kilometer auf ebenem Asphalt inmitten von Menschen absolvierte.
Das Brockenplateau war recht weitläufig. Bahnhof, Hotel und Restaurants hatten Platz, um sich zu verteilen. Der Gipfelstein wurde von Foto-Heinis belagert und die Toiletten lehnten mich ab, weil ich kein passendes Kleingeld hatte. Automaten die nicht Wechseln sollten verboten gehören. Also holte ich mir mit drückender Blase meinen Stempel auf 1142 Metern und machte mich dann über die alte DDR Grenzstraße an den Abstieg (Mit kurzem Ausflug ins Gebüsch).
Die Brockenbahn dampfte mit reichen Touristen vorbei (23 Euro für eine Station, WTF), während ich mich an den Abstieg machte. Die löchrigen Betonplatten mochten zu DDR Zeiten hervorragend für Patroullienfahrzeuge geeignet gewesen sein, sagten mir wiederum aber gar nicht zu. So kam es, dass ich froh war, als der Pfad zu einem Schotterweg wurde. Eine Bank lud zum Verweilen ein und ich entschloss mich zu einer Pause. Ein Paar hatte ähnliches vor und man kam ins Gespräch. Die beiden zischten erstmal ein Bier und bedauerten, keines mehr zu haben, sonst hätten sie mich eingeladen. Ich dankte dem Schicksal für mein Glück und verkrümelte mich, ehe sie doch noch eines fanden.
Der Weg nach Ilsenburg war recht hübsch, wäre er nur nicht so bevölkert gewesen. Es war Sonntag und eine wahre Armee wälzte sich über den Heinrich Heine Weg in Richtung Brocken. Sogar Radfahrer versuchten sich an dieser Route. "Nur die Ruhe," rief ich einem zu und dachte an die DDR Straße. "Weiter oben kommt Asphalt."
"Das hört man gerne!" antwortete der Mann und startete motiviert durch. Mein Kommentar hatte ihm neuen Elan verliehen. Blieb zu hoffen, dass er auf der Holperstraße nicht aufgab und umkehrte, um sich für die Falschaussage zu rächen.
Der Weg war wirklich hübsch. Ich holte mir einen dritten Stempel und machte mich auf, den Weg am Fluss entlang in Angriff zu nehmen. Dabei kamen mir so viele Leute entgegen, dass ich irgendwann das Grüßen einstellte. Es waren hunderte, die zum Brocken wollten. Allmählich machte ich mir Sorgen, ob ich noch ein Zimmer in Ilsenburg bekam.
Tatsächlich. Ich fand noch eines und aß noch einen hastigen Happen beim Chinesen. es war ein Wettlauf mit der Zeit, denn die machten tatsächlich um 15 Uhr bereits zu. Das Abendgeschäft zählt in Ilsenburg wohl nichts. Vielleicht wollte der nette Asiate aber auch auf den Brocken steigen. Das taten hier schließlich eh alle.
Bilanz des Tages:
Gelaufene Kilometer: 17
Stempel: 3
In die Irre geführte Radfahrer: 1
Ne, war nur zu faul, um weiter zu machen. Kommt die Tage.Hey Buam!
War das dann das Ende deiner Reise? Ich dachte, da kommt noch was.
Als ehemaliger BornHarzer war es schön zu lesen. Walk on!
Vergesst die Banlieus nicht.Wir fahren diesen Monat mal wieder nach Frankreich. Waren über Ostern 2 Wochen an der Cote d'azur. Letztes Jahr in der Normandie, dann Bretagne.
Jetzt geht's erstmal zur Ile de Re, also Atlantik/ Biskaya. Danach mal gucken.
So ein Van ist echt ne feine Sache.

Danke - ich mach mal hier im Thread weiter@Angliru Mega coole Tour, die du da vor hast. Würde mich natürlich auch über Posts dazu im Urlaubsthread freuen.![]()



Welches Zelt hast du?. Zelt wiegt gerade mal 600g.
Gossamer Gear The OneWelches Zelt hast du?
Gossamer Gear The One
Gossamer Gear The One
Hab mal geschaut, ist das von dir genannte von Jack Wolfskin? Platzmäßig ist das "The One" minimal... Ich passe rein, mehr nicht. Aber genau das soll es auch sein, denn irgendwo muss man Abstriche machen. Und da ich das Zelt als Backup nutzen werde und nicht jeden Tag drin schlafe, bin ich auf Ultraleicht und minimalistisch gegangen. 600g, die Trekkingstöcke fungieren als Zelthalter. Leichter geht es quasi nicht. Dazu ne Therma-A-Rest-Matte... da habe ich meine Übernachtungskabine mit unter 1kg Gewicht abgedeckt. Schlafsack on top, aber den würde man für die Hütten sowieso brauchen.Ich hoffe für dich, dass es größer ist als mein Gossamer II.
Hatte schon was von Sardinenbüchse.
Die Provence ist wunderschön. Ich habe vor allem Gordes und Roussillon genossen. Das schlnste in der Provence ist das Licht. Das ist so anders als überall anders. Ich kann es nicht erklären.Ich war auch in Frankreich. Wollte das seit Jahren machen, aber Corona und Intervention vom Sohn (Flugzeug, Meer, Strand, Pool!!) haben es zeitlich verzögert. Jetzt sind wir 15 Tage unterwegs gewesen:
2 Nächte Vulkaneifel bei Familie (3 Stunden Anreise)
2 Nächte Burgund bei Beaune (4 Stunden)
7 Nächte westliche Provence bei Avignon (4 Stunden)
3 Nächte Lac d'Annecy in den französischen Alpen (4 Stunden)
Dann in einem Rutsch zurück nach Hause (10 Stunden)
Also in Summe eine Runde durch Ost-Südost-Frankreich.
War fantastisch. Buchungen über Booking, AirBnB. Autobahn in Frankreich ist super schön entspannt, eine einzige Baustelle auf weit über 1000 km (kostet halt). Die ca 4 Stunden pro Anreise waren auch kindgerecht. Dazu gab es dann gute Hörbücher (Momo, Matilda, Ronya Räubertochter und französisch für Anfänger).
Jeden Morgen Spaziergang, um die Familie mit Baguette zu versorgen. Vormittags irgendwo was angesehen und nachmittags am Pool/See. Abends dann entweder im Restaurant oder selbst gekocht (provencialische Gemüsepfanne geht immer). Top Wetter, nette Menschen, lecker Essen & Trinken, schöne abwechslungsreiche Landschaften.
Auto war dann auf dem Rückweg auch voller, als auf dem Hinweg, weil wir da so eine Olivenöl-Mühle in der Provence entdeckt haben, die eine autochthone Sorte hatte... und klar, ein bisschen Wein musste auch sein. Hach, war das schön.
PS: Preislich hätten wir dafür keine sieben Nächte in einem Club am Mittelmeer bekommen, trotz Tagestrips und kulinarischer Extravaganza.
PPS: die Tour de France war jeweils ca knapp 30-45 Minuten von uns entfernt über drei Etappen Nähe Lac d'Annecy, aber wir haben das dann doch nicht mitgenommen. Waren da glücklich am See und wollten nicht versuchen uns irgendwo reinzukämpfen mit Kind.
Die Provence ist wunderschön. Ich habe vor allem Gordes und Roussillon genossen. Das schlnste in der Provence ist das Licht. Das ist so anders als überall anders. Ich kann es nicht erklären.
An der Côte haben wir zwar ein Haus, aber das werde ich veräussern, sobald die Erbmasse bei mir liegt. Ist mir zu voll und ich ziehe die Provence vor.