I'm Still Here - 9/10
"I still can't describe the painful hours I spent in prison, but I can assure you that your husband was there."
Also wow. Äußerst starke Darstellung von Fernanda Torres in dem Film, in dem es um die Ehefrau eines von der damaligen brasilianischen Militärdiktatur entführten (ehemaligen) Kongressabgeordneten und Widerständlers geht. Nichts gegen Cynthia Erivo und Mikey Madison, aber sie sollte den diesjährigen Oscar als beste Hauptdarstellerin einkassieren, ganz klar.
Wie gesagt dreht sich die Geschichte im Jahr 1971 um die reale Entführung des ehemaligen Politikers, Ingenieurs und Widerständlers gegen die Militärdiktatur Brasiliens, Rubens Paiva, und vor allem um dessen Ehefrau Eunice Paiva, die ebenfalls für 12 Tage entführt und gefoltert wurde. Nachdem diese wieder nach Hause kam machte sie es sich zur Lebensaufgabe, die Entführung und (am Ende) Ermordung ihres Ehemannes zu thematisieren und Gerechtigkeit herzustellen.
Bemerkenswerte Geschichte und eine bemerkenswerte Frau, die neben dem Kampf gegen die Militärdiktatur und gegen das Vergessen der damaligen Verbrechen auch noch 5 Kinder großziehen musste und nebenbei mit 48 Jahren ihren Jura-Abschluss machte. Nach der Haupthandlung im Jahr 1971 springt der Film noch in die Jahre 1996 und 2014, wo die (Familien-)Geschichte abgeschlossen wird. Eunice Paiva wird am Ende dann interessanterweise von der Mutter von Fernanda Torres gespielt.
Kann sein dass ich die Wertung später nochmal anpasse, ich werde den Film wahrscheinlich gleich noch ein zweites Mal sichten (da meine Frau beim ersten Mal eingeschlafen ist... nicht die Schuld des Filmes, btw).