Alexander Zverev


Wie viele GS-Titel gewinnt A. Zverev?


  • Umfrageteilnehmer
    56
  • Umfrage geschlossen .
Scheint so, als spielt der beim Paris-Finale gut beschriebene medizinische Effekt auch eine Rolle, dass Zverev unter bestimmten Bedingungen anfängt extrem zu schwitzen:

Zverev und die Umstände - Schuhe komplett durchnässt

Lustige Bemerkung am Rand: der Profanity-Filter hat die URL zuerst nicht genommen, weil sie das Wort "sch*sse" enthält. Ich habe den mittleren Teil durch hexadezimale Kodierung ersetzt. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist recht einfach zu erklären. Zverev ist körperlich erschöpft. Sein altes Problem der Wettkampfplanung. Er spielt mehr als jeder andere top10 Spieler und das nicht in geringem Ausmaß und wenn man mal in Belastungssteuerung geht, die ist bei ihm schlecht. Wimbledon hat ihn enorm viel gekostet (logisch GS bis Finale ) und anstatt dem Körper die notwendige Erholung zu geben hat er sofort weitergespielt. Das kann kein Athlet seinem Körper auf Dauer ohne einen Preis antun.

Warum sollte Zverev so dermaßen ausgepowert und erschöpft sein, so wie du es beschreibst?

Nach dem 12. Juli (Finale Wimbledon) hat er bis zu seiner 1. Runde bei den US Open (02. September) ganze 4 Matches im Einzel bestritten innerhalb von über 7 Wochen.

Wenn er stark erschöpft sein sollte, so wie du es beschreibst, dann liegt das definitiv nicht an den 4 Matches, die er in fast 2 Monaten bestritten hat. Da müsste es dann andere Gründe geben. Washington hat er auch ausgelassen, um sich seinem Sommerurlaub zu widmen.

Aus meiner Sicht liegt seine Form weit unter 100 Prozent. Vielleicht tat ihm der Urlaub und die Pause tatsächlich nicht so gut, weil er von seinem Rhythmus lebt, den er nur durch regelmäßiges Spielen aufrechterhalten kann.

Wenn er stark erschöpft wäre, dann hätte er aus meiner Sicht die zwei 5-Satz-Matches zu Beginn der diesjährigen US Open nicht überstanden. Der Deutsche hat meiner Meinung nach seine Topform verloren nach der Pause seit dem Wimbledon-Finale. Oder anders ausgedrückt: die Luft is a bissl raus.

Zudem könnten natürlich gesundheitliche Aspekte (bspw. durch seine Grunderkrankung) auch eine Rolle spielen.
 
ich glaube die müdigkeit ist es bei sascha nicht. seine form ist nicht so toll und die bälle sind "******e". das hat er im interview nach seiner 2. runde selbst so gesagt.
 
Man muss durchaus ein Lob an Alexander Zverev aussprechen. Sowohl in Montreal als auch in Cincinnati war er nicht gut in Form. Es lief nicht richtig. Die nordamerikanische Hartplatzsaison sah - insbesondere nach den ersten beiden Runden hier in New York - nach einem Misserfolg aus. Viele sagten: die US Open sind nahezu gelaufen für ihn. Das war zu viel. Und nun steht er plötzlich doch im Viertelfinale mit guten Chancen, das Halbfinale zu erreichen.

Genau das unterscheidet ihn von Topspielern wie FAA, de Minaur oder Fritz (u.a.). Zverev kann noch einen Gang hochschalten, wenn er seinen Rhythmus findet. Der hat auf hohem Niveau ein paar entscheidende Körner mehr und - close but clear - noch spielerische Reserven, die die Genannten häufig nicht abrufen können.

Einzig Sinner und Alcaraz sind - wie er in Interviews selber zugegeben hat - oftmals die besseren Spieler. Vom Gesamtniveau her drittbester Spieler in der Welt zu sein, ist aber wahrlich keine Schande. Sein Fleiß und sein unbändiger Wille, trotz medizinischer Handicaps, alles aus sich rauszuholen und immer wieder dranzubleiben nötigt mir Respekt ab.

Man schaue sich an, wie bspw. ein Kyrgios nach den ersten Millioneneinnahmen mit seinem Talent umgegangen ist. Zverev dagegen macht immer weiter und weiter und bleibt einfach dran, trotz Krankheit, schwerer Verletzungen und trotz (gefühlt) unendlich viel Geld. Er bewahrt seinen Hunger auf Erfolg und gibt nicht auf. Das hat schon was.
 
Den French Open Titel habe ich Zverev echt gegönnt. Seine Peak dürfte hier auch nahe an den allerbesten Spielern sein. Und Zverev als GS-Sieger auf diesem Belag fühlte sich auch trotz der schwachen Gegner plausibel an.

Ein zweiter GS-Sieg? Bei den US Open. Wieder davon profitiert, dass die Big Two nicht dabei und nicht 100% fit waren, wieder mit vergleichsweise leichten Gegnern .. müsste ich nicht zwingend haben.

Ich fände es cooler, würde Shelton aufschließen zur absoluten Weltspitze und sich das Ding hier holen.
 
Den French Open Titel habe ich Zverev echt gegönnt. Seine Peak dürfte hier auch nahe an den allerbesten Spielern sein. Und Zverev als GS-Sieger auf diesem Belag fühlte sich auch trotz der schwachen Gegner plausibel an.

Ein zweiter GS-Sieg? Bei den US Open. Wieder davon profitiert, dass die Big Two nicht dabei und nicht 100% fit waren, wieder mit vergleichsweise leichten Gegnern .. müsste ich nicht zwingend haben.

Ich fände es cooler, würde Shelton aufschließen zur absoluten Weltspitze und sich das Ding hier holen.

Naja, wenn man sich seine restlichen Erfolge ansieht, wären zwei GS-Titel für Zverev mehr als passend. Sicher wäre es ein "Bonus" wenn er dabei Alcaraz und/oder Sinner oder früher die "Big 3" (... also als sie jeweils noch annähernd Topniveau hatten) geschlagen hätte. Wenn er aber die GS-Turniere konsequent abräumt, wo der "Weg frei" ist, wäre das auch beachtlich - hätte bei den USO 2020 auch schon fast geklappt.

Siehst du es so wie @Hans Meyer, dass Wawrinka auch bei zwei GS-Titeln von Zverev trotz nur eines kleinen Bruchteils an Erfolgen außerhalb von GS-Turnieren immer noch vor dem Hamburger einzuordnen wäre, einfach weil seine Gegner bei den GS-Titeln gerade in den Finals härter waren?
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja, wenn man sich seine restlichen Erfolge ansieht, wären zwei GS-Titel für Zverev mehr als passend. Sicher wäre es ein "Bonus" wenn er dabei Alcaraz und/oder Sinner oder früher die "Big 3" (... also als sie jeweils noch annähernd Topniveau hatten) geschlagen hätte. Wenn er aber die GS-Turniere konsequent abräumt, wo der "Weg frei" ist, wäre das auch beachtlich - hätte bei den USO 2020 auch schon fast geklappt.

Siehst du es so wie @Hans Meyer, dass Wawrinka auch bei zwei GS-Titeln von Zverev trotz nur eines kleinen Bruchteils an Folgen außerhalb von GS-Turnieren immer noch vor dem Hamburger einzuordnen wäre, einfach weil seine Gegner bei den GS-Titeln gerade in den Finals härter waren?

Tennishistorisch wird Zverev am Ende deutlich erfolgreicher gewesen sein als der Schweizer.

Wawrinka lief gefühlt immer unter dem Radar und hat viel zu wenig aus seinem unfassbaren Talent gemacht.

Seine Peak ist eindeutig höher als die von Zverev.

Er hat bedeutende Siege bei GSs eingefahren, unter anderem gegen Djokovic bei den Australian Open. Seine Rückhand war einzigartig, Zverev ist gefühlt Massenware.

Ein Wawrinka werde ich in 25 Jahren mit bestimmten, besonderen Facetten assoziieren (Rückhand, unkonventionelles Tennisspiel) und extrem hoher Peak.

Im Übrigen konnte ein Wawrinka ein GS gewinnen egal wie das Draw aussah.

Deine Frage ist aber nicht abschließend zu beantworten zum aktuellen Stand der Dinge.
 
Ich finde die beiden haben (hatten) jeweils sehr spezielle Karrieren, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Auf der einen Seite der Schweizer, der Spätentwickler bei den ganz großen Erfolgen war und sich da langsam hin entwickelt hat, dann aber im Peak ein Niveau hatte, dass den Big3 nicht nur gefährlich wurden konnte, sondern 3 Jahre lang jeweils mit einem Slam Sieg endete. Er hatte ja bis zum ersten Slam 2014 nur 4 kleinere ATP Turniere gewonnen, war erst 2013 das erste Mal in einem HF auf Slam Niveau und kam für mich (damals etwas weiter entfernt vom Tennis) aus dem Nichts als Slam Sieger.
Dann hat er aber diese 3-4 Jahre extremen Peak gehabt. Dieses Niveau hat Zverev (noch) nicht erreicht.

Der hat im Gegensatz viel konstantere Erfolge über die Jahre gehabt, war bei seinem ersten Slam Halbfinale und auch Finale deutlich jünger. Aber ihm hat immer das gewisse extra gefehlt, die Big3 oder jetzt Sincaraz im entscheidenden Moment bei Slams zu bezwingen (siehe Australien dieses Jahr, das war eine sehr gute Chance). Für ihn sprechen natürlich die Siegquote auf ATP Niveau, die Vielzahl an Master Titel und man darf nicht vergessen, dass er gerade in dem Alter ist, in dem Wawrinka seinen Legendenstatus gebaut hat. Ein Vergleich jetzt kommt daher evtl. etwas zu früh.

Ich würde die beiden daher gar nicht ranken wollen. Selbst ein zweiter Slam Sieg würde das noch nicht ändern. Schlägt Zverev bei einem dritten Slam einen oder beide aus Sincaraz sieht die Sache natürlich anders aus.
Und wahrscheinlich wird er noch 4-5 gute Jahre auf der Tour haben und damit Stans Total Siege auf der Tour pulverisieren und in vielen Stats ganz weit oben liegen.

Den H2H kann man eh nicht schon ziehen. Der einzige Slam Vergleich kam nach Stans Prime und zu Beginn der stärkeren Zverev Phase bei den Slams.
Die beiden haben sich in ihrer jeweils starken Phase nicht treffen können, da entweder Zverev zu jung oder Stan schon zu alt war.

P.S. ich wüsste auf Anhieb keine vergleichbaren Spieler die entweder so einen hohen Peak wie Wawrinka hatten mit dem vergleichbar dünnen Output (mit Ausnahme der Slams) oder so eine lange Zeit in den Top5 ohne auf Slam Niveau so richtig durchzubrechen gegen die Spitzenspieler wie Zverev.
 
P.S. ich wüsste auf Anhieb keine vergleichbaren Spieler die entweder so einen hohen Peak wie Wawrinka hatten mit dem vergleichbar dünnen Output (mit Ausnahme der Slams).
In dem Zusammenhang finde ich das H2H mit Djokovic bemerkenswert, weil sich Wawrinka in den Köpfen ja irgendwie als dessen Angstgegner manifestiert hat; dabei ist das H2H eigentlich völlig einseitig. Stan hat ganz zu Beginn beider Karrieren 2006 in Umag und Wien gewonnen und dann 16 Jahre lang fast nur noch verloren. Aber die wenigen vier Siege waren halt allesamt auf der ganz großen GS-Bühne:

https://www.atptour.com/en/players/atp-head-2-head/novak-djokovic-vs-stan-wawrinka/d643/w367

Wawrinka hat übrigens alles seine GS-Siege im Finale gegen die jew. Nr. 1 gewonnen und die Sätze zwei bis vier im FO-Finale gegen Prime Djokovic 2015 halte ich mit für die beste individuelle Performance im Profitennis der letzten 20 Jahre. Ich wüsste außer Peak Nadal keinen Spieler, der da annähernd Land gegen Wawrinka gesehen hätte.

Peak vs. Peak sehe ich Wawrinka gegen Zverev klar vorne, aber Zverev wird am Ende sicher der erfolgreichere der beiden sein, wenn man nicht nur auf die GS schaut.
 
Ich wüsste außer Peak Nadal keinen Spieler, der da annähernd Land gegen Wawrinka gesehen hätte.

Das kann man wohl so stehen lassen. 19-3 ist die Bilanz der beiden zugunsten Nadals. Das deutet schon darauf hin, dass seine Rückhand gegen Nadal nicht so funktioniert hat.

Nichtsdestotrotz war bei den 3 Siegen ein Sieg bei den Australian Open dabei. Wawrinka war eben ein Crunch Time Player.

Ich gehe davon aus, dass er an solchen Tagen auch gegen Alcaraz & Sinner besser ausgesehen hätte, als die aktuelle zweite Reihe.
 
Den French Open Titel habe ich Zverev echt gegönnt. Seine Peak dürfte hier auch nahe an den allerbesten Spielern sein. Und Zverev als GS-Sieger auf diesem Belag fühlte sich auch trotz der schwachen Gegner plausibel an.
Sein Level bei den FO fand ich gut, aber gar nicht mal so beeindruckend. Da ging auch viel über den Kampf und die Erfahrung. In Wimbledon hat er mir spielerisch besser gefallen. Die Art und Weise wie er da Fritz abserviert hat und im Finale gegen Sinner lange auf Augenhöhe war, fand ich ziemlich stark.
Siehst du es so wie @Hans Meyer, dass Wawrinka auch bei zwei GS-Titeln von Zverev trotz nur eines kleinen Bruchteils an Erfolgen außerhalb von GS-Turnieren immer noch vor dem Hamburger einzuordnen wäre, einfach weil seine Gegner bei den GS-Titeln gerade in den Finals härter waren?
Sieht das @Hans Meyer denn so? Ich kann mich nur noch wage an die Diskussion erinnern. Bei 2 GS-Titel von Zverev kann man Wawrinka eigentlich nicht mehr vor ihm sehen, dafür ist der Unterschied bei den restlichen Turnieren zu krass.
 
Oben