🇩🇪 Nordische Ski-Weltmeisterschaften Oberstdorf 23.02. - 07.03.2021


Hmm ich bin da ehr bei @Suomigirl26 und @markus111

Ich mein, klar. Wenn man sich den ersten Durchgang anschaut, da wäre es sehr nützlich gewesen wenn man für Kramer Verkürzt hätte. Da hätte sie dann, vorrausgesetzt einer guten Landung, bei 2-3 Metern weniger den Telemark noch gesetzt und wir müssten diese Diskusion gar nicht führen.
Im zweiten Durchgang allerdings, naja. Die Mädels vor ihr waren eh nicht wirklich weit gesprungen, 100 Meter ist immer noch 6 Meter unter HS. Also warum eine Verkürzung? Ich mein was wäre passiert wenn die wieder über HS gesprungen wäre? Sie wäre unter umständen wieder so weit gesprungen das sie keinen Telemark mehr hätte setzten können, aber das hätte ihren Titel doch nicht verhindert...
Klar, der zweite Sprung von Kramer war nun wirklich auch nicht gut und den Telemark hätte man bei der Weite auf jeden Fall noch setzten können. Aber unterm Strich hat die Verkürzung bei der Vorgeschichte im zweiten Durchgang schon ein Geschmäkle, nachvollziehen kann ich es nicht ganz...
Weißt du, der Punkt ist letztlich der: Über die Verkürzung an sich kann man natürlich diskutieren. Wirklich kritisch geworden wäre es wohl auch dann nicht, wenn Kramer im zweiten Durchgang einen perfekten Sprung erwischt hat. Insofern war die Verkürzung nicht unbedingt nötig. Mich stören aber zwei Dinge:

Zum einen - und es ist eben wirklich nicht das erste Mal - wird so getan, als hätte diese eine Luke einen riesigen Unterschied bei der Weite ausgemacht. Ich kann es hier nur noch einmal wiederholen: Die Gatepunkte spiegeln in diesem Weitenbereich recht gut wieder, welchen Weitengewinn man durch eine Luke mehr hat. Deswegen hat in diesem Bereich eine Luke mehr oder weniger einfach kaum einen Einfluss auf das Ergebnis. 2 Meter mehr und dafür 3,6 Bonuspunkte weniger - so ungefähr wäre das dann höchstwahrscheinlich ausgegangen.

Und zum anderen wird hier der Jury unterstellt, die Verkürzung absichtlich vorgenommen zu haben, um Marita Kramer zu schaden und einen Vorteil für Ema Klinec zu ermöglichen. Uns spätestens das halte ich für vollkommen absurd.
 
Ihm gehe es allerdings nicht darum, „den Wettkampf annullieren zu lassen, sondern, dass die Leute, die an der Ampel stehen und in der Jury sind, nie mehr da oben stehen.“


:popcorn1:
 
Ich sag mal so: Ein Lukenverkürzung für nur einen einzigen Springer ist tatsächlich eher so suboptimal.
Sowas sollte man tunlichst unterlasse, um nicht genau solche Diskussionen anzufachen.
 
Zum einen - und es ist eben wirklich nicht das erste Mal - wird so getan, als hätte diese eine Luke einen riesigen Unterschied bei der Weite ausgemacht. Ich kann es hier nur noch einmal wiederholen: Die Gatepunkte spiegeln in diesem Weitenbereich recht gut wieder, welchen Weitengewinn man durch eine Luke mehr hat. Deswegen hat in diesem Bereich eine Luke mehr oder weniger einfach kaum einen Einfluss auf das Ergebnis. 2 Meter mehr und dafür 3,6 Bonuspunkte weniger - so ungefähr wäre das dann höchstwahrscheinlich ausgegangen.

Und zum anderen wird hier der Jury unterstellt, die Verkürzung absichtlich vorgenommen zu haben, um Marita Kramer zu schaden und einen Vorteil für Ema Klinec zu ermöglichen. Uns spätestens das halte ich für vollkommen absurd.

Punkt 1: Naja, auch wenn es sich auf dieser Schanze ganz gut ausgeht, sollte eine Verkürzung trotzdem nur dann genutzt werden, wenn sich ein Sprung über HS anbahnt. Ich mein wenn auch nur ein Meter mehr hier verloren gehen sollte, als die Punkte darstellen, hätte das Kramer schon dadurch zumindist eine Medallie gekostet.
Es sollte immer die Fastregel nicht ganz vergessen werden, je niedriger die Weite desto tendenziell niedriger auch die Noten. Und wenn es dann so eng zugeht, muss man sich halt schon fragen was wäre gewesen wenn...

Punkt 2: Kann ich definitiv nachvollziehen, mir ist das auch zu viel. Die Reaktionen kochen hoch, auch beim ÖSV der schon Protest eigelegt hat. Eben deswegen hätte man es sich aber sparen können mit der Verkürzung...
 
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Also ich fand die Verkürzung völlig unverständlich. Aber ausschlaggebend war letztlich Kramers schlechte Landung im zweiten Versuch. Sonst wäre es zumindest eine Medaille geworden.
 
Über Verkürzungen oder Verlängerungen des Anlaufes wird schon jahrelang immer mal wieder bei div. Ereignissen heftig diskutiert. Am Ende war es Marita Kramer selbst, die leider nicht noch einmal einen Traumsprung hatte, sondern eher das Gegenteil. Das passiert eben auch in solchen Drucksituationen. Dass es am Ende nur Rang 4 wurde, hat mich zwar auch total überrascht, aber so eng geht es eben auf der Normalschanze zu. Selbst mit dem gleichen Anlauf wie bei den anderen, hätte das passieren können.

Der ÖSV ist jedenfalls gut beraten, hier die Nerven zu behalten. Ein Einspruch macht da nicht nur keinen Sinn, sondern benutzt im Zweifelsfall auch nur den Menschen Marita Kramer zum Erhalt der eigenen Pfründe. Man sollte sich jetzt schleunigst auf die weiteren Wettbewerbe konzentrieren, bevor man Marita Kramer hier noch einen Bärendienst erweist.
 
Da braucht man nicht mit den Augen rollen, sowas nennt man EMOTION nach einem WM Wettkampf. Aber ich vergass, dass ist ja hier nicht erlaubt :weghier:

Ich hab kein Problem mit Emotionen, nur damit Jury-Mitgliedern zu unterstellen, dass sie irgendwem bewusst schaden wollten. Eine Witzveranstaltung war das Normalschanzenspringen der Herren in Seefeld, das heute war einfach nur ein typisches Normalschanzenspringen, bei dem Haltungsnoten (leider) oft wichtiger sind als die Weite. Die Verkürzung selbst fand ich auch übertrieben, aber nach Kramers überragendem ersten Sprung wollte man wohl auf Nummer sicher gehen. Ich finde es immer schade, wenn die Haltungsnoten und nicht die Weite entscheiden. Aber bei Kramers zweiten Sprung wäre ein Telemark machbar gewesen und damit hätte sie mindestens Silber gewonnen. Und im ersten Durchgang ist sie bei den Haltungsnoten eh noch ganz gut weggekommen. Ich hoffe auf der Großschanze holt sie sich ihre Medaille!
 
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Granerud 2 mal vorn im Training heute 🙂

Die Polen beten wohl den Rosenkranz oder denken sie echt sie brauchen kein Training 😡
 
Ich find die Argumentation vom ÖSV gar nicht so abwegig...demnach tritt die Jury eigentlich erst zusammen wegen dem Anlauf wenn jemand 95% der HS erreicht hat. Dies war aber nicht der Fall. Da muss man sich schon fragen, was die da oben jetzt dazu veranlasst hat.
Bringen tut es aber nichts...man sollte sich auf die drei übrigen Springen konzentrieren
 
Als ob der Wettkampf damals ihre Schuld war! Irgendwer muss am Ende halt oben stehen, es war eben Dawid und es ist ja nun nicht so dass er sonst nie den 2. DG erreicht 🙄
 
Wenn Riiber bei den Kombis schwänzen darf, dann dürfen es auch die polnischen Springer. ;)

Was die 95 % betrifft: Rein mathematisch hat der Herr Stecher recht: 95 % der Hillsize sind auf der Normalschanze in Oberstdorf 100,7 m. Es ist allerdings bei den Springern schon lange üblich, dass solche krummen Werte auf halbe Meter abgerundet werden. Und dann kommt man eben doch auf 100,5 m - und damit genau auf die Weite, die Klinec erzielt hat. So steht es übrigens auch in der Ergebnisliste; da ist dieser offizielle 95-%-Wert ja sogar notiert:

 
Hier die Startliste für den morgigen Team-Wettkampf.
Luisa Görlich springt tatsächlich statt Carina Vogt, Chiara Hölzl anstelle von Eva Pinkelnig.
 
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