Ich habe einmal nach einem Wettkampf mit einem Wertungsrichter gesprochen, weil mich die schlechte Bewertung - ich weiß nicht mehr von wem, ich glaube, es war Kenneth Gangnes, geärgert habe... Dieser erklärte mir, dass sie in den Lehrgängen die einzelnen Skispringer immer wieder analysieren, so dass sie deren Schwachpunkte kennen. Als ich fragte, was denn ist, wenn Springer XY das einmal nicht macht. Da meinte er, das wäre eher selten. Die Landung wäre tendenziell gleich, weil automatisiert. Die vorherrschenden positiven oder negativen Tendenzen wären nur manchmal ausgeprägter und manchmal nicht.
Es sei nicht anders möglich, einen Wettkampf zu bewerten, wenn man nicht fast alle Springer und ihren Landungsstil kennen würde... (Zeitdruck, komplexe Bewertung, ...) So gäbe es Springer, die einfach stilistisch fast immer perfekt springen - die dann als perfektes Beispiel gelten - und andere, die als negativ Beispiel gezeigt werden.
Zudem würden Fehler sowieso dadurch kompensiert, dass nur 3 in die Wertung kommen.
Damals ging es darum, in welchem Winkel die Arme sich bei der Landung befinden... Bei den Deutschen waren sie damals allesamt nicht korrekt...
Für mich war und ist das ziemlich unbefriedigend, erklären mir aber die Bewertungen insgesamt. Vielleicht ist Stefan Kraft heute so ein positives Lehrbeispiel für die Wertungsrichter.
Damals war Neumi so ein negatives Lehrbeispiel...