Erste Unstimmigkeiten zwischen Marcus Slaughter und dem Rest der Eisbären-Mannschaft tauchten bereits nach dem Heimspiel gegen Oldenburg im Bremer AWD Dome auf. Damals verweigerte Slaughter eine Woche lang jede Kommunikation mit seinen Mitspielern. Auch die Bereitschaft, sich ins Eisbären-Team zu integrieren, tendierte beim US-Amerikaner gen Null. Mit der Folge, dass Slaughter jeglichen Respekt und Kredit bei seinen Mannschaftskameraden verlor und immer mehr zum Einzelgänger mutierte. Auch im Training ließ Slaughter sich zunehmend hängen.
Beim Pokalspiel in Düsseldorf Anfang November schließlich forderte Marcus Slaughter seine Auswechslung. Mit der Begründung, er habe Schmerzen im Knie und sei nicht mehr in der Lage weiterzuspielen. Daraufhin wurde Slaughter von Eisbären-Teamarzt Jan Ernst krankgeschrieben. Für das Auswärtsspiel bei den Walter Tigers Tübingen am vergangenen Sonntag wäre er theoretisch wieder spielfähig gewesen. Allerdings haben sich die Eisbären aufgrund der Ereignisse im Vorfeld dazu entschlossen, auf seinen Einsatz zu verzichten. Zeitgleich zum Bundesliga-Spiel der Eisbären in Tübingen nutzte Marcus Slaughter das Eishockey-Zweitligaspiel zwischen den Fischtown Pinguins und Freiburg im Bremerhavener Eisstadion als Bühne für seinen „Abschied“. Auf der Eisfläche posierte er auf provokante Art und Weise für die anwesenden Fotografen. Am Montag dieser Woche schließlich trat Slaughter eigenmächtig und ohne Abstimmung mit den Eisbären die Reise nach Frankreich an. Dort unterschrieb er noch am selben Tag einen Kontrakt beim Erstligisten STB Le Havre.
„Fakt ist, dass Marcus Slaughter die Mannschaft im Stich gelassen hat und durch sein respektloses Verhalten bereits seit längerer Zeit isoliert war. Als Leistungsträger hätte er auf und abseits des Feldes mit gutem Beispiel vorangehen müssen. Doch das genaue Gegenteil war der Fall“