Sportfan12
Nachwuchsspieler
- Beiträge
- 106
- Punkte
- 28
Ich habe geschrieben, daß wir 2002 eine schwerere Gruppe hatten als 2006. Dafür habe ich auch sachliche Argumente gebracht. Kamerun war frischgebackener Afrikameister und wurde als WM-Geheimfavorit gehandelt. Irland spielte eine bärenstarke Qualifikation und schaltete die Holländer aus. Das waren zwei starke Gegner, die man 2006 so nicht in der Gruppe hatte. Man könnte sich auch die Positionen der Gruppengegner in der FIFA-Weltrangliste 2002 und 2006 ansehen. Auch da wird deutlich, daß wir 2002 die stärkeren Gruppengegner hatten als 2006.Der Dude versucht die 2002er Gegner stärker zu labern als die 2006er.
In der K.O.-Phase hatten wir 2002 bis zum Finale vielleicht nicht die großen Namen im Weltfußball, aber zum Beispiel die USA waren damals Platz 11 der Weltrangliste und spielten ein starkes Turnier. Südkorea war Gastgeber, wurde von einer Euphoriewelle im eigenen Land getragen und schaltete im Turnier schon Spanien und Italien aus. Ich finde nicht, daß das Gegner waren, die man mal eben so locker vom Platz fegen müßte.
2006 hatte man im Achtelfinale Schweden, das nun wahrlich kein größerer Gegner war als die USA 2002 im Viertelfinale.
Ja, Argentinien und Italien waren 2006 dann große Namen, aber gegen die hat man auch alles andere als großartig gespielt. Gegen Italien verdient verloren, gegen Argentinien die schwächere Mannschaft gewesen, aber ins Elfmeterschießen gerettet.
Also bitte einfach mal sachlich bleiben. Ich sage nicht, daß Saudi-Arabien 2002 schwerer war als Argentinien 2006. Das wäre in der Tat Unsinn. Ich habe nur die Gruppen miteinander verglichen und kommen gut begründet zu dem Ergebnis, daß die Gruppe 2002 schwerer war als die Gruppe 2006. Schweden 2006 war nicht schwerer als die USA oder Gastgeber Südkorea 2002. Das einzige Argument für 2006 wäre jenes, daß man da gegen zwei große Fußballnationen gespielt hat und 2002 mit Brasilien nur gegen eine. Dafür hatte man 2006 aber auch den großen Heimvorteil und 2002 eben nicht.
Die Verklärung von 2006 und den angeblichen Erlöser des deutschen Fußballs Klinsmann hält einfach einer nüchternen Analyse gar nicht stand. Da wird einfach vieles durch die rosarote Sommermärchen-Brille und den damaligen Hype gesehen.