Deutsche Nationalmannschaft

  • Ersteller Gelöschtes Mitglied 194
  • Erstellt am

Zapator

Bankspieler
Beiträge
4.892
Punkte
113
Nein. Das habe ich auch nur überspitzt dargestellt...
Aber Frankreich hat grundsätzlich keine anderen Grundlagen als es Deutschland hat.
Also muss es Ziel sein ebenso viele Talente in die internationale Klasse zu bekommen.
Du meinst, dass wir das aufholen durch bessere Ausbildung - ich meine, dass das am Zufall liegt, der das Talent verteilt.
D hat uebrigens deutlich mehr Jugendspieler in Vereinen als F, Strassenkicker hin oder her.
 

MRB

Bankspieler
Beiträge
14.259
Punkte
113
Zur Diskussion bzgl Frankreich im Achtelfinale: Ich finde das "högscht" :D gefährlich. Die möglichen Gegner in der Runde davor sind jetzt zwar keine Weltmacht - schon klar - aber sicherlich auch kein Fallobst. Und wenn man dann so rangeht und mit einem Auge schon auf den weiteren Turnierbaum schielt, dann geht das mMn einfach in den meisten Fällen schief. Beispiele gibt's da doch genug. '94 dachte man auch schon an Italien, weil die Bulgaren könne man ja einfach weghauen
Ja, zum Glück spielen wir nicht mit. ;)
 

MRB

Bankspieler
Beiträge
14.259
Punkte
113
Das aber auch nur weil mittlerweile nur so geschrieben und kommentiert wird als wäre Süle seine ganze Fussballerkarriere nur bei Meckes rumgesessen.
Ich weiß jetzt nicht was du mit "nur bei Meckes rumgesessen" meinst, wahrscheinlich nicht 24/7 und das hat ja auch keiner behauptet. Aber dass er regelmäßig Burger, Pizza und Döner gegessen hat, daraus hat er doch gar keinen Hehl gemacht.
 

MeWe

Bankspieler
Beiträge
4.428
Punkte
113
Kommt drauf an wie man "Arbeit" definiert, auch wenn ich den Talentfaktor unabhängig von der Definition höher einschätzen würde.

Wenn mit "Arbeit" viel Training, gute Talentförderung, angemessene Ernährung bzw. allgemein gesunder Lebensstil oder Ehrgeiz gemeint ist, dann ist das richtig und nimmt natürlich einen wichtigen Part ein.

Kommt man da jedoch mit der Sammer-Schiene und definiert Arbeit vor allem mit Willen dann nicht. Wer genug will kann alles schaffen und wer es nicht schafft wollte es halt nicht genug. Dann landet man wieder bei den Problemen die man zwischendurch hatte. Finds dann immer schade wenn Leute wie Sammer ihre eigene Karriere im Nachhinein so verklären und das alles nur auf 24 Stunden harte Arbeit reduzieren. Ja war bei Leuten wie Sammer sicherlich so, aber das in die Wiege gelegte große Talent wird dann gerne mal vergessen. ;)
Ich denke als Überschrift taugt es ganz gut. Aber das ist schon auch Geschmacksache, ob man da ein Konglomerat an Aspekten drunter verstehen mag.

Genau. Es ist wie bei allem. Richtig gut wirst du in einer Sache nur, wenn du Arbeit reinsteckst. Das gilt für so ziemlich jeden Beruf. Als Beispiel: Musiker.

Klar kann man das dann auch zur Karikatur ala Sammer Wille "du musst Gras fressen" machen. Und auch richtig, dass es eben nicht nur eine Willenssache ist. Da spielt dann das Talent und sicher auch Glück die entscheidende Rolle, wenn man von ähnlich bzw. gleich viel betriebenem Aufwand ausgeht. Und da muss ich zugeben, dass ich keine Statistik/Empirie kenne, die ausweist, wieviele es bei vergleichbarem Aufwand dann tatsächlich schaffen. Die überwiegende Mehrheit wird es eher nicht schaffen.
Wobei es regelmäßig charakterbildend wirken wird und man häufiger auf anderem Gebiet durchaus erfolgreich sein kann bzw. wird, auch wenn es nicht zum Star reicht. Das ist aber nicht das Thema und klar, diesem "Sammer Ansatz" muss man entschieden widersprechen.

Interessant ist dann aber auch die hypothetische Frage, wieviele Talente mangels Engagement auf der Strecke bleiben bzw. was ihnen gefehlt hat, um es weiter nach oben zu schaffen. Manu Thiele hat zur dt. Nachwuchsförderung und deren Probleme ein imo ganz gutes Video gemacht. Da fällt mir auch das Mehmed Scholl Zitat ein: "Die Jungen können 99 Systeme rückwärts furzen aber spielen nicht" (osä.)
 

VvJ-Ente

Verdammter Wohltäter
Beiträge
29.210
Punkte
113
Beispiel aus meiner Jugendmannschaft. Da ist ein Kind so gut geworden, dass er alles alleine machen konnte. Hinten Bälle holen, nach Vorne treiben und in der Regel sogar noch selbst vollstrecken. Als Trainer kann ich mich hinstellen und freuen, dass der Junge so eine Granate ist aber praktisch sorgt der dafür, dass die anderen Jungs wichtige Entwicklungsschritte nicht nehmen können. Die lernen im Fußball nur noch Ball zu X und der regelt. Deswegen spielt der Jung künftig eine Jugend höher. Da kann er nicht mehr alles alleine machen, muss lernen auch im Teamgefüge zu spielen und wie er seine Mitspieler benutzen kann um trotzdem erfolgreich zu bleiben.
Das geht aber nur im Leistungsbereich gut, oder wenn der Spieler so ehrgeizig ist, dass er von selbst nach einem Wechsel fragt. Aus meiner Sicht verlieren wir aber zu viele Kinder, weil sich jeder 08/15-Verein für ein potenzielles NLZ hält und mit den Kindern umgeht, als wäre denen alles egal. Da gibt es immer noch massenhaft Spieler, die auch wenn die Mannschaft schnell mit 3+x Toren vorne oder hinten liegt, erst 5 Minuten vor Schluss eingewechselt werden oder ganz draußen bleiben. Oder Vereine locken Spieler mit Versprechungen an, die im Moment des Wechsels bereits vergessen sind.

Ich habe momentan auch so einen "Alleskönner" in der Mannschaft. Der spielt bei mir mit seinen beiden besten Kumpels, bei denen jeder ambitionierte Trainer einen Lachkrampf kriegen würde, wenn die auch nur zum Probetraining erscheinen würden. Außerdem ist er ziemlich schüchtern und genießt es, dass er im Team so anerkannt ist. Dem würde ich keine Steine in den Weg legen, wenn er mal von selbst kommt und es in einer höheren Liga probieren will. Ich würde ihm aber empfehlen, zu einem Verein zu gehen, wo wirklich Wert auf die Ausbildung gelegt wird, und nicht einfach die stärksten verfügbaren Spieler auf Athletik gedrillt werden. Und ich werde ihm nicht sagen, dass er "für seine Entwicklung wechseln muss" oder ähnlichen Quatsch. Entweder er hat die intrinsische Motivation, immer noch besser zu werden, oder er hat sie nicht. Kinder, die sich nur anstrengen, weil sie unter Druck gesetzt werden, schaffen es ohnehin nie an die Spitze. Es hören aber jede Menge auf, weil Fußball spielen auf einmal nicht mehr kicken mit Kumpels ist, sondern Disziplin, Pässe spielen, Auslese, usw.
 

LeZ

Bankspieler
Beiträge
34.076
Punkte
113
Am Ende macht den Unterschied zwischen einem guten und einem außergewöhnlichen Spieler, wie stark jemand intuitiv und improvisierend situativ mit dem Ball umgehen kann. Es gibt niemanden, der ein All-Time-Superstar geworden ist, der nur körperlich übermäßig stark ist. Vielleicht in der Abwehr, Menschen und Bälle wegkämpfen, aber auch da muss man ein gutes Gefühl für den Raum und die Situation haben.
 
Oben