Die Saison 2026


theGegen

Linksverteidiger
Beiträge
66.372
Punkte
113
Ort
Randbelgien
Glaubt eigentlich wirklich noch jemand, dass Roglic bei einer GT eine Chance auf den Sieg hat? Macht auf mich bisher nicht so wirklich einen guten Eindruck, heute in der Romandie war das auch nicht das Gelbe vom Ei.

Für den Sieg bei einer GT wird es mMn schwer bis unmöglich. Da muss schon alles zusammenpassen. Ein weniger starkes Teilnehmerfeld (ohne Pogacar, Vingegaard und in naher Zukunft Paul Seixas) und ein auf ihn zugeschnittenes Brause-Bora-Team, bei dem er der Kapitän Nr. 1 ist. Zur Zeit ist er dort ja nur noch Variante 4.
Grundvoraussetzung für einen 6. GT-Erfolg von Primoz Roglic: Keine Crashs. So wie letztes Jahr als Mitfavorit beim Giro.

Er ist aber immer noch ein Top-Ten-Rundfahrer und Siegkandidat für kürzere Rundfahrten, abseits der GT.
Bei der Katalonienrundfahrt 2025 z.B. eine absolut cheffige Vorstellung gegenüber Juan Ayuso und Co.

Im finanziellen Bemühen von Brause-Bora und dem Boost an Neuverpflichtungen ist er wahrscheinlich zu kostspielig als Nr. 4 hinter Remco und inzwischen Lipowitz und Pellizzari.
Man kann ihn auch nicht unbedingt passend mit einem der 3 Kollegen besetzen, wenn diese dann immer auch ein Auge auf ihn haben müssten und dann evtl. selbst darüber Zeit verlieren.

Da kann er aber nix dafür. Bora wollte ihn haben mitsamt Ablöse und seines Gehalts.

Vuelta 2026 wäre eine Option mit starkem Brause-Bora-Support nur für ihn bei abwinkenden / verletzten / kranken Supercracks. Vingegaard strebt alle 3 GT's an, aber schafft die Vuelta vielleicht nicht. Seixas fährt vielleicht direkt Tour und nicht zunächst die Vuelta zum Testen.

Das könnte noch eine (evtl. letzte) Chance sein.
 
Zuletzt bearbeitet:

theGegen

Linksverteidiger
Beiträge
66.372
Punkte
113
Ort
Randbelgien
  1. Spannendes Rennen rund um den Henninger Turm. Eine erste Fluchtgruppe mit Jonas Rutsch bekam Besuch durch eine Attacke von Tim Wellens, Emiel Verstrynge und Jamie Meehan. Bei der letzten Überfahrt des Mammolshainer Bergs setzte sich eine neue starke Ausreißergruppe ab. Diese 12 arbeiteten gut zusammen und hielten den Vorsprung auf das Peloton mit guten Sprintern bei 30 bis 20 Sekunden bis nach Frankfurt. Auf der letzten Runde kam das Verfolgerfeld immer näher und erreichte die Gruppe auf der Zielgerade. Es reichte jedoch nicht mehr, um diese auch zu überholen und so siegten die Ausreißer mit dem deutschen Meister Georg Zimmermann vor Tom Pidcock und Ben Tullett, zeitgleich mit dem Rest des Feldes. :jubel:
  2. Die Beine von Emu Buchmann waren leider nicht wirklich gut bei der harten Bergankunft in der Türkei-Rundfahrt. 14 Minuten Rückstand auf den Pro Tour Fahrer Christian Bagatin (Italien). In der GW zurückgefallen auf Platz 41. So wird es schwer mit der Kapitänsrolle für Cofidis bei der Tour de France, denn der ältere Kollege Ion Izagirre ist in Topform. Heute 6. beim Henninger Turm und richtig starke Top Ten-Resultate bei Rundfahrten. Platz 7 bei Paris-Nizza, 4. bei der Baskenland-Rundfahrt. Dazu 7. beim Flèche Wallonne und 1 Saisonsieg beim GP Miguel Indurain. Aber vielleicht plant Cofidis auch mit einer Doppelspitze.
  3. Apropos Primoz Roglic. Der hat sich gestern wohl einen Anfall von Null-Bock geleistet. Als Helfer taugt er irgendwie gar nichts.

 
Zuletzt bearbeitet:

carlch

Nachwuchsspieler
Beiträge
789
Punkte
93
Das ist jetzt nix gegen Buchmann aber wenn der nicht ein zwei zumindest halbwegs ansprechende Rennen hat bis zur Tour ist es meiner Meinung nach ziemlich fraglich ob er überhaupt mitkommt. Das ist diese Saison ja bisher wirklich noch überhaupt nix.
 

theGegen

Linksverteidiger
Beiträge
66.372
Punkte
113
Ort
Randbelgien
Das ist jetzt nix gegen Buchmann aber wenn der nicht ein zwei zumindest halbwegs ansprechende Rennen hat bis zur Tour ist es meiner Meinung nach ziemlich fraglich ob er überhaupt mitkommt. Das ist diese Saison ja bisher wirklich noch überhaupt nix.

So kann man das natürlich auch benennen. ;) :saint:
Weil Cofidis auf die Wildcard für den Giro verzichtet hat, könnten sie theoretisch ihre Topfahrer auf Tour und Vuelta verteilen.
Für Emu Buchmann als Tour-Kapitän spricht derzeit wenig, aber vielleicht setzen sie darauf, dass der Formaufbau diesmal perfekt auf den Höhepunkt Tour zurechtgeschnitten wurde. Nachdem es in den letzten Jahren bei der Tour ja leider knapp nicht geklappt hat mit einem Top Ten Platz. :saint:
 

theGegen

Linksverteidiger
Beiträge
66.372
Punkte
113
Ort
Randbelgien
Nachtrag: Diese viel zu hohe Erwartungshaltung kommt von den übertragenden Medien.
Ich fand es daher gut, dass bei der durchaus erträglichen HR-Tourismusverbands-Übertragung von Florian Naß mit Co-Kommentar Rick Zabel darauf verwiesen wurde.
Nicht in Bezug auf Emu Buchmann (der vielleicht besser beim Henninger Turm gemeldet worden wäre als in der Türkei herum zu gurken), sondern als Relativierung gegenüber den früh abgehängten einstigen Leistungs- und Hoffnungsträgern John Degenkolb und Lennard Kämna. Sind alle tapfer bis ins Ziel gefahren, mit über 10 Minuten Rückstand. Sie sind jedoch aufgrund ihrer schweren Trainingsstürze kaum mehr in der Lage, an ihr früheres Niveau zu gelangen.
Bei Emu Buchmann sind es mglw. auch ein paar Stürze zuviel gewesen, um wieder an seine größten Erfolge anzuknüpfen.
 

theGegen

Linksverteidiger
Beiträge
66.372
Punkte
113
Ort
Randbelgien
Nochwas zur HR-Übertragung:

war okay. Ich mag die Ecke rund um den großen Feldberg seit einer schönen Wandertour und die touristischen Hinweise helfen mir bei der Orientierung.
  • Diesmal keine peinliche Kinder-Reportage, aber Fotos als Tourteufel Didi Senft, um ein Trikot zu gewinnen. Ähnlich doof.
  • Verweis auf "Prämie wurde früher noch über Bargeld ausgehandelt und bezahlt". Check.
  • Gestüt Schafhof Linsenhoff Totila. Check.
  • Laufradrennen: Süß.
Was fehlte:
  • der kamerabegleitete Umzug von Florian Naß von einer Kabine in eine andere an der Ziellinie, gerade als es spannend wurde. Kein Verlust.
Leider nicht mehr dabei seit Übernahme durch die ASO:
  • Musikwünsche der deutschen (Top) Fahrer bei der Überquerung des Mammolshainers an den DJ. Das fand ich kool. AC/DC hatte jemand und ich glaube John Degenkolb entschied sich für die Foo Fighters. So erfuhr man am Rande sogar etwas über den Musikgeschmack.
 

Tour de Lennard

Bankspieler
Beiträge
2.210
Punkte
113
Roglic heute bei den Ausreißern und hat am Fuß der letzten Bergwertung beschleunigt. Paret-Peintre kann folgen und wirkt nun stärker. Vorsprung auf die Favoriten aber nur noch 50 Sekunden.

edit:
Pogacar in Front und hat 1km vor dem Gipfel auch Lipowitz abhängen können. Die anderen sind da schon 20 Sekunden zurück.
 
Zuletzt bearbeitet:

thedoctor46

Bankspieler
Beiträge
18.318
Punkte
113
Pogi ist nicht zu knacken bei der Tour (mal von Sturz oder Krankheit abgesehen).

Dahinter könnte es aber spannender werden. Vingegaard wird den Giro in den Knochen haben. Kann aber gut sein, dass er den sogar auf Sparflamme easy gewinnen kann bei der fehlenden Konkurrenz und es deswegen gar nichts ausmacht.

Falls doch, ist Lipo vielleicht sogar dran, vereinzelt war er ja sogar letztes Jahr schon auf Augenhöhe auf mancher Etappe mit Vingegaard. Seixas hat noch nie 3 Wochen am Stück absolviert, da ist eigentlich ein Einbruch vorprogrammiert.

Ich hoffe, das man als Doppelspitze mit Remco keinen Umfug macht und dann eher Remco die riskanteren Sachen machen lässt, ist er ja auch eher der Typ dafür. Lipo sollte man einfach ins jeweilige Duell mit Pogi und Vingegaard schicken und gucken wie lang er dranbleiben kann.
 

theGegen

Linksverteidiger
Beiträge
66.372
Punkte
113
Ort
Randbelgien
Pogi ist nicht zu knacken bei der Tour (mal von Sturz oder Krankheit abgesehen).

Dahinter könnte es aber spannender werden. Vingegaard wird den Giro in den Knochen haben. Kann aber gut sein, dass er den sogar auf Sparflamme easy gewinnen kann bei der fehlenden Konkurrenz und es deswegen gar nichts ausmacht.

Falls doch, ist Lipo vielleicht sogar dran, vereinzelt war er ja sogar letztes Jahr schon auf Augenhöhe auf mancher Etappe mit Vingegaard. Seixas hat noch nie 3 Wochen am Stück absolviert, da ist eigentlich ein Einbruch vorprogrammiert.

Ich hoffe, das man als Doppelspitze mit Remco keinen Umfug macht und dann eher Remco die riskanteren Sachen machen lässt, ist er ja auch eher der Typ dafür. Lipo sollte man einfach ins jeweilige Duell mit Pogi und Vingegaard schicken und gucken wie lang er dranbleiben kann.

Auf gar keinen Fall sollte man Lipo auf Remco warten lassen, wenn dieser an den langen Anstiegen schwächelt. Dem müssen dann schon andere Kollegen helfen oder dann fällt er halt zurück.

Zu Vingegaard: er selbst befürwortet das Giro / Tour Double, um sich für die Tour optimal zu stärken. Er sei oft bei der 2. Rundfahrt in besserer Form als in der 1. GT. So letztes Jahr bei der Vuelta nach der Tour.

Jonas Vingegaard: "Die Entscheidung hängt mit dem letzten Jahr zusammen, da ich die Vuelta gewonnen habe. Jetzt fehlt mir nur noch der Giro. Das ist für mich natürlich ein großes Ziel. Zudem sind das Team und ich überzeugt, dass es mich für die Tour besser machen kann. Man hat die letzten Jahre gesehen, dass ich bei der Vuelta ein noch höheres Niveau hatte als bei der Tour. Das spielt mit rein. Ich brauchte aber auch eine Veränderung. Denn ich hatte die letzten fünf Jahre dasselbe Programm. Ich bin sehr motiviert. Ich glaube daran. In mir und im Team ist eine neue Energie.


Bei Paul Seixas weiß man noch gar nicht, ob er überhaupt jetzt schon die Tour fahren soll oder nicht lieber erstmal die Vuelta.
Allerdings baggern inzwischen so viele Teams an einer Verpflichtung (jetzt auch Visma-Lab), da kann die Décathlon Werft es ja auch schon jetzt versuchen, bevor er eventuell für ein Monstergehalt wechselt.
 

theGegen

Linksverteidiger
Beiträge
66.372
Punkte
113
Ort
Randbelgien
Ich bin immer noch für eine Art Salary Cap für die UCI Teams.

Bspw. pro Team höchstens 2 Fahrer mit >5 Millionen-Jahresgehalt
dazu vielleicht 10 weitere Fahrer mit 2 - 5 Millionen pro Jahr
und unbegrenzt unterhalb 2 Millionen.

Das erlaubt immer noch einen Riesenbatzen Kohle für die zahlungskräftigsten Top-Teams gegenüber den ärmeren Teams.
Aber vielleicht verhindert es, dass kleinere Teams überhaupt keine Kapitäne mehr im Kader haben, während die reichen Teams pro Rundfahrt 4-5 Co-Kapitäne aufbieten können.

Picnic-Post NL ist nach dem Wechsel von Oscar Onley zu Netcompany-INEOS quasi nicht mehr konkurrenzfähig und hat erst bei der Türkei-Rundfahrt durch Casper van Uden einen 1. Saisonsieg verbuchen können. Die werden sich aus der World-Tour nach diesem Turnus verabschieden. Platz 28 in 2026:


Das beste Pro Team derzeit ist das abgestiegene Cofidis, dank ihrer Kapitäne Ion Izagirre, Alex Aranburu, Stanislaw Aniolkowski, Bryan Coquard und Emu Buchmann :saint: .
 
Zuletzt bearbeitet:

theGegen

Linksverteidiger
Beiträge
66.372
Punkte
113
Ort
Randbelgien
Die Damen sind heute in ihre erste GT gestartet: die Vuelta Espana Femenina.

Ich hatte bereits vorher schonmal lobend erwähnt, dass die Frauen gegenüber ihren männlichen Kollegen richtige Vielstarter (auf verschiedenstem Terrain) sind.
Zwar fahren nicht alle weiblichen Topstars wirklich alles, das wäre dann doch zuviel. Aber je Klassiker oder GT fehlen vielleicht nur einige wenige große Namen. Sarah Gigante bei Paris-Roubaix wäre z.B. sinnlos.

Demi Vollering, Puck Pieterse und Elisa Longo Borghini lassen die Vuelta diesmal (nach dem Klassikerprgramm verständlicherweise) aus, Marlen Reusser ist verletzt, aber sonst ein illustres und breites Favoritinnen-Feld. Erste Etappe ging an Noemi Rüegg vor Lotte Kopecky und Franziska Koch.


Die Frauen haben manchmal so lustige Namen. Karlijn Swinkels, Nienke Vinke. (y)
 
Oben