http://m.spox.com/de/tennisnet/turn...-zverev-juan-carlos-ferrero-boris-becker.html
Zverev und Ferrero gehen in Zukunft getrennte Wege. Spekulation um Becker als neuen Trainer ließen natürlich nicht lange auf sich warten.
Haggerty plant die nächste Stufe der Zerstörung des Davis Cups. Ein 18er Turnier am Ende der Saison soll den Davis Cup ablösen. Das ganze soll erst in der Gruppe und ab dem VF im KO Modus ausgespielt werden. Jeweils 2 Einzel und ein Doppel. Das ganze soll dann auch noch in einer Woche stattfinden. Ich kann es mir nicht vorstellen und die positiven Aspekte des Davis Cups, wie die Heimspiele, würden komplett verloren gehen.
http://m.spox.com/de/tennisnet/turn...ews/itf-davis-cup-reform-haggerty-finale.html
Wenn zB ein Federer oder Nadal spielt müssen die bis zum Sieg mindestens 5 oder 6 mal spielen (ohne den Doppel zu zählen) ??
Das macht doch keiner mit...schon gar nicht am Ende des Jahres...
Bei diesem Vorschlag kann man nur mit dem Kopf schütteln. Ich verstehe auch nicht, warum die ITF überall mit dem Kopf durch die Wand muss. Bestimmte Veränderungen würden doch ausreichen, um den Wettbewerb zu verbessern. Man hat da auch eine völlig verklärte Erinnerung an alte Davis Cup-Zeiten. Auch früher haben die Top-Stars nicht immer gespielt und alle haben es nachvollziehen können.
Bei der Reform der unteren Turnierebenen ist es ein ähnliches Muster. Man hat ein funktionierendes System, das lediglich ein paar Umstellungen benötigt. Leider geht man da auch den radikalen Weg, wirft alles über den Haufen und bis heute weiß keiner so richtig, was da hinten rauskommt. Da sind sinnvolle Änderungen dabei, aber nach den neusten Informationen nach scheint der Weg nach oben für die Junioren nicht unbedingt einfacher zu werden, da sie nur feste Plätze in der Transitiontour bekommen. Es ist noch alles ziemlich nebulös, aber ich vermute, dass sich da zwischen der Haupttour und Transitiontour weiter viele junge Spieler im Kreis drehen, auch wenn ich das noch nicht abschließend bewerten will. Nachvollziehbar ist das für mich alles nicht.
Ok, die Kritik habe ich damals nicht wahrgenommen. 1993 habe ich Tennis auch noch nicht verfolgt. Mein Eindruck war, dass Becker mit keinem großen Aufschrei in den Medien zu rechnen hatte, wenn er Davis Cup gespielt hat. Die Medienlandschaft war aber auch noch eine andere als heute. Mir war übrigens nicht klar, dass Becker den Wettbewerb kleinmachen wollte.
Mein Eindruck ist auch, dass Zverev für seine Absagen in Stuttgart und Hamburg schärfer kritistiert wird als Becker damals, der nur einmal nach Halle gegangen ist.
Es stimmt natürlich, dass sich die grundsätzliche Kritik und der Situation im Vergleich zu damals kaum verändert haben. Im Grunde kann ich deine Argumentation nur unterschreiben. Auch die Franzosen haben jetzt Widerstand gegen die Vorschläge der ITF angekündigt und deine Argumente angeführt. Auch dort ist der Davis Cup ein Publikumsmagnet und keiner will auf diese Heimspiele verzichten. Das Turnier am Ende der Saison mag kurzfristig viel Geld einbringen und einigen Spieler in den Kram passen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Euphorie entfacht wird, wenn auf neutralem Boden irgendwo in Asien von der langen Saison ermüdete Spieler ein heftiges Programm in kurzer Zeit abreißen. Das Publikum wird sicher eher zurückhaltend verhalten und dem Gewinner einen Höflichkeitsapplus spenden. Das braucht doch wirklich niemand.
Über die offensichtliche Probleme wird dabei wieder zu selten geredet. Es ist ein Witz, dass die Spieler beim Davis Cup und Olympia keine Weltranglistenpunkte bekommen. Hier sollte man ansetzen und Wettbewerbe wie den Laver Cup streichen. Aber darauf wollen die Spieler trotz der immensen Belastung dann nicht verzichten. Da kann es gar nicht genug Wettbewerbe geben.