Empfehlenswerte Bücher


theGegen

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@Moritz

Ja, mach' das mal. Ich habe eine Menge von amerikanischen Erzählern der Reihe nach durch. Von Steinbeck über F. Scott Fitzgerald, Hemingway, Pynchon, Salinger, Philip Roth, John Irving, Chabon, Kotzwinkle usw. - aber Joseph Heller war der lustigste und gleichzeitig anspruchvollste.
Mein Rat: Catch 22 zuerst und dann Gut wie Gold.
Danach wird es anstrengender.
 
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strodini

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Kann man den Thread auch nutzen, wenn man auf der Suche nach Empfehlungen ist?
Falls ja, kann jemand Biographien von folgenden Menschen empfehlen? Idealerweise steht nicht das ganze Leben im Vordergrund, sondern ihr jeweiliges "Werk" mit Hintergrundinfos zum Privaten natürlich. Steve Jobs Biograph hat mir dahingehend beispielsweise sehr gut gefallen.
- Bill Gates
- Walt Disney
- Lenin
- (Henry Ford, falls sich die überhaupt lohnt?)

Außerdem interessiere ich mich für das Manifest der Kommunistischen Partei. Ist es als Laie lesbar oder muss man da schon im Thema "Politik" tief drin sein?

Falls jemand ein Buch zu Kaizen empfehlen kann, freue ich mich auch.

Danke!
 

Mahoney_jr

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Kann man den Thread auch nutzen, wenn man auf der Suche nach Empfehlungen ist?
Falls ja, kann jemand Biographien von folgenden Menschen empfehlen? Idealerweise steht nicht das ganze Leben im Vordergrund, sondern ihr jeweiliges "Werk" mit Hintergrundinfos zum Privaten natürlich. Steve Jobs Biograph hat mir dahingehend beispielsweise sehr gut gefallen.
- Bill Gates
- Walt Disney
- Lenin
- (Henry Ford, falls sich die überhaupt lohnt?)

Außerdem interessiere ich mich für das Manifest der Kommunistischen Partei. Ist es als Laie lesbar oder muss man da schon im Thema "Politik" tief drin sein?

Falls jemand ein Buch zu Kaizen empfehlen kann, freue ich mich auch.

Danke!
Wenn dir Steve Jobs gefallen hat, dann lies The Innovators, ebenfalls von Walter Isaacson. Im Prinzip eine Biografie sämtlicher Menschen, die den Computer mitentwickelten, bis zur Machtübernahme von Software. Das geht also von Ada Lovelace bis Bill Gates und Steve Jobs.

Hat mir sehr gut gefallen :)
 

Aldous Orwell

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timberwolves

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Da es vorhin um Biographien ging. Eigentlich als Genre gar nicht so mein Fall, aber die beste (Auto)Biographie, die ich kenne, ist "Gelebtes Leben" von Emma Goldman. Eine unfassbar spannende Persönlichkeit. Aus Widerstand sowohl gegen die gesellschaftlichen als auch die jüdisch-orthodoxen Konvention ihrer Familie aus dem zaristischen Russland in die USA emigriert. Dort dann als anarchistische Aktivistin und Frauenrechtlerin umtriebig, nach der Oktoberrevolution zurück nach Russland, desillusioniert wieder zurück in die USA und dann noch im spanischen Bürgerkrieg gewesen. Mehrfache Gefängnisaufenthalte, diverse andere historische Persönlichkeiten getroffen und vor allem ihre Doppelrolle als Anarchistin und Feministin um die Jahrhundertwende ist in vielerlei Hinsicht absolut beeindruckend. Sind zwar knapp 1000 Seiten, aber die sind gut geschrieben und übersetzt. Alle die sich für Politik und Geschichte interessieren, können da zumindest mal reingucken.
 

Mahoney_jr

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Der Threadname sagt alles. Nennt hier eure Empfehlungen, am Besten mit zumindest 2-3 Sätzen, warum man das Buch lesen sollte.

Den Anfang möchte ich mit 2666 von Roberto Bolano machen. Von zahlreichen Literaturkritikern wird es als eines der besten Bücher der letzten 20 Jahre genannt und ich stimme dem zu. Es besteht aus fünf Teilen (Büchern), die in sich jeweils abgeschlossen, aber lose miteinander verwoben sind. Es stecken dabei so viele kleinere Geschichten mit drin und hat so viele unterschiedliche Ebenen, die so geschickt miteinander zusammenhängen, dass man sich jederzeit gut unterhalten füllt und es auch nach Abschluss der Lektüre noch nachwirkt. Es ist stellenweise lustig, dann wieder sehr bedrückend und nachdenklich machend. Es ist großartig. Lasst euch vom Umfang (deutlich über 1000 Seiten) nicht abschrecken, es lohnt sich.
Ich habe es übrigens geschafft. Da war an anderer Stelle den Vergleich mit Unendlicher Spaß hatten, sei nur so gesagt, dass ich 2666 für mich im Durchschnitt besser und schöner zu lesen war, Unendlicher Spaß aber die krasseren Ausreißer nach oben hatte. Mir blieben da einfach noch mehr Dinge in Erinnerung, als es bei 2666 der Fall war. Das gilt auch für die Charaktere. Aber 2666 ist natürlich auch ganz großer Stoff. Der Weg zurück nach Mexiko im letzten Kapitel, der hat mich dann auch nochmal wirklich gepackt. Am Ende bleibt einfach das Kapitel von den toten Frauen, was durchweg einfach mörderisch gut oder mörderisch schlimm ist und ein für mich insgesamt auch tolles Kapitel 5 zum Abschluss. War auf jeden Fall klasse.
 

Giannis

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Falls ja, kann jemand Biographien von folgenden Menschen empfehlen? Idealerweise steht nicht das ganze Leben im Vordergrund, sondern ihr jeweiliges "Werk" mit Hintergrundinfos zum Privaten natürlich. Steve Jobs Biograph hat mir dahingehend beispielsweise sehr gut gefallen.
- Bill Gates
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Außerdem interessiere ich mich für das Manifest der Kommunistischen Partei. Ist es als Laie lesbar oder muss man da schon im Thema "Politik" tief drin sein?

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Danke!
Hast du schon Shoe Dog von Phil Knight (Nike-Gründer) gelesen? Ist gut zu lesen und durchaus interessant.
 

Giannis

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Ich hatte hier ja bereits "Austerlitz" von W. G. Sebald als großartiges Werk angepriesen. Diesmal möchte ich euch sein Werk "Die Ausgewanderten. Vier lange Erzählungen" ans Herz legen. Wie der Titel es bereits vermuten lässt, erzählt das Buch die Auswanderungsgeschichten von vier Menschen. Dabei verwebt er ebenso wie in Austerlitz auch geschickt Teile seiner eigenen Biografie und der Leser bekommt ein Gefühl für seine eigene Auswanderungsgeschichte. Sebald hat seinen eigenen Stil, den man im positiven Sinne sofort wieder erkennt. Da sind die präzisen Beschreibungen, das häufige Verwenden der indirekten Rede, die langen Schachtelsätze, die trotzdem leicht zu lesen sind, die mitschwingende Melancholie, die Beschäftigung mit der Erinnerung und dem Tod und am offensichtlichsten, die Bilder, welche die Erzählung noch lebendiger machen. Die Ausgewanderten kann qualitativ nicht ganz mit Austerlitz mithalten, ist aber dennoch eine äußerst bereichernde Lektüre von einem der sprachlich besten Autoren der letzten 50 Jahre.
 
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