Wirklich gesucht haben Bayerns Bosse bisher ja nicht bzw. nur zum Teil: Klubchef Karl-Heinz Rummenigge und zuletzt auch Sportdirektor Hasan Salihamidzic haben ab und zu vorsichtige Blicke auf den Markt geworfen und seit Herbst auch losen bis sehr losen Kontakt zu Thomas Tuchel gehalten. Uli Hoeneß war dagegen ausdrücklich der Meinung, dass man bis zum Erlöschen des allerletzten Hoffnungsfünkchens auf Heynckes' Entscheidung warten müsse - und dass es den empfindsamen Jupp stören könnte, wenn man parallel mit anderen Menschen verhandele.
Tuchel war so etwas wie die Nebenbraut, die man sich ein bisschen warmhält für den Fall, dass die Gemahlin einen vielleicht doch verlässt - allerdings hat sich die Nebenbraut getraut, in der Zwischenzeit auf einem anderen Ball einen Anderen kennenzulernen. Und dann wurden die Bayern plötzlich brutal eifersüchtig, wie die Dynamik der abgelaufenen Woche beweist.