FC Bayern München 2021/22: Mit nagelneuem Trainerteam zur 10. Meisterschaft in Folge?!


Flöpper

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Der Hintergrund dieser Regelung wird hier erwähnt und macht auch durchaus Sinn, wenn man sich mal mit der Realität häuslicher Gewalt vor Gericht befasst: "Damit sollen Fälle vermieden werden, in denen der geschädigte Partner unter Druck einer Versöhnung einwilligt."

Es ist nicht selten, dass eine Partei massiv Druck auf die andere Partei ausübt. Meist der körperlich überlegene Mann auf die Frau. Der Anlass für die Gewaltschutzregelung ist dann oft ein erstmaliger Ausbruch aus diesem toxischen Verhältnis, etwa anlässlich einer besonders heftigen körperlichen Auseinandersetzung. Es ist aber sehr häufig so, dass die Frau dann nach kurzer Zeit die Anzeige "zurückzieht" und ggf. wieder in die Verhältnisse zurückkehrt. Mitunter aus freien Stücken, mitunter - und keineswegs selten - aber auch aus Angst oder aufgrund von konkreten Drohungen.

Die Spanier haben daher wohl folgenden "Kniff", den ich nachvollziehen kann: Wenn nun ein Gericht eine solche Kontaktverbot-Regelung erlässt und sich dann die Parteien tatsächlich versöhnen, dann sollen sie halt darauf hinwirken, dass das Kontaktverbot vom Gericht offiziell aufgehoben wird, bevor Sie sich wieder sehen (oder gar in den Urlaub fahren). Man kann auch davon ausgehen, dass die Parteien über so etwas aufgeklärt werden. Dann kann das Gericht sich anlässlich der Aufhebung nämlich selbst ein Bild davon machen, dass keine der Parteien massiv unter Druck steht, sondern dass es eine Entscheidung aus freien Stücken ist. Dieses System wird eben dadurch geschützt, dass ein Zuwiderhandeln OHNE gerichtliche Aufhebung als "Missachtung der Justiz" und damit als Straftat behandelt wird.
 

LeZ

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Ich denke auch, dass die Härte der Strafe nur etwas mit der Missachtung des Gerichts zu tun hat. Er hat weder die Sozialstunden abgeleistet, noch sich an das Kontaktverbot gehalten. Und wenn es schon eine "Versöhnung" gab, hätten trotzdem er oder sein Anwalt Kontakt mit dem Gericht aufnehmen müssen um das auf offiziellem Wege aufheben zu lassen. Er und sein Anwalt haben das Gericht komplett ignoriert und "ihr Ding gemacht". Das mag offenbar nicht jedes Gericht.
 

Bombe

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Es zeigt sich einfach, dass die Profi-Fußballer samt Trainer und Funktionären in ihrer eigenen Welt oder Blase leben und sich schon lang von "uns Sterblichen" entfernt haben. Egal, ob sie ihre Frauen schlagen, Steuern hinterziehen, sich den gängigen Coronamaßnahmen entziehen oder einfach nur eine goldenes Steak essen - die sind fast allesamt vollkommen entschwebt.
Ist ja auch kein Wunder, die verdienen Geld wir Heu, selbst ein Ersatzspieler von Mainz 05 bekommt ja wesentlich mehr als eine Führungskraft in einem Unternehmen. Denen wird permanent erzählt wie einzigartig sie sind und glauben das halt dann auch und nehmen sich ihre Sonderrechte auch heraus.
Das Ding ist durch, die sind so fertig, da kannst du auch nix mehr machen. Ist nur noch ein einziger Zirkus und so lange die Gelddruckmaschine funktioniert, geht das auch so weiter. Aber irgendwann platzt das Ding. Ist ja fast mit Ansage...
 

LeZ

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Der Verteidiger war ja als erster am Ball, er konnte den nur nicht abschirmen weil er halb über den Ball stolpert.
 

Michael der Echte

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Wenn ich die Hernandez Sache richtig interpretiere, war es ein gegenseitiges Kontaktverbot, die jetzige Ehefrau hat nur keine Strafe bekommen, da sie das Urteil noch nicht zugesandt bekommen hatte, als der Verstoß stattfand. Ich frage mich auch ob das dieses Verbot auch dafür verantwortlich war das man in Miami geheiratet hat ? Die Frage ist ob der Staat mein Grundrecht der freien Wahl des Ehepartners in diesem Fall einschränken kann.
Die Sozialstunden einfach zu ignorieren ist einfach nur dumm.
 

Marmeladenbrot2

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Wenn ich die Hernandez Sache richtig interpretiere, war es ein gegenseitiges Kontaktverbot, die jetzige Ehefrau hat nur keine Strafe bekommen, da sie das Urteil noch nicht zugesandt bekommen hatte, als der Verstoß stattfand. Ich frage mich auch ob das dieses Verbot auch dafür verantwortlich war das man in Miami geheiratet hat ? Die Frage ist ob der Staat mein Grundrecht der freien Wahl des Ehepartners in diesem Fall einschränken kann.
Die Sozialstunden einfach zu ignorieren ist einfach nur dumm.
Flöpper hat doch gut erklärt warum der Staat dort eingreifen kann und teilweise auch muss. Rechtliche Anordnungen ohne vorherige Rücksprache brechen ist halt maximal dumm.
 

Super-Grimm

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Der Hintergrund dieser Regelung wird hier erwähnt und macht auch durchaus Sinn, wenn man sich mal mit der Realität häuslicher Gewalt vor Gericht befasst: "Damit sollen Fälle vermieden werden, in denen der geschädigte Partner unter Druck einer Versöhnung einwilligt."

Es ist nicht selten, dass eine Partei massiv Druck auf die andere Partei ausübt. Meist der körperlich überlegene Mann auf die Frau. Der Anlass für die Gewaltschutzregelung ist dann oft ein erstmaliger Ausbruch aus diesem toxischen Verhältnis, etwa anlässlich einer besonders heftigen körperlichen Auseinandersetzung. Es ist aber sehr häufig so, dass die Frau dann nach kurzer Zeit die Anzeige "zurückzieht" und ggf. wieder in die Verhältnisse zurückkehrt. Mitunter aus freien Stücken, mitunter - und keineswegs selten - aber auch aus Angst oder aufgrund von konkreten Drohungen.

Die Spanier haben daher wohl folgenden "Kniff", den ich nachvollziehen kann: Wenn nun ein Gericht eine solche Kontaktverbot-Regelung erlässt und sich dann die Parteien tatsächlich versöhnen, dann sollen sie halt darauf hinwirken, dass das Kontaktverbot vom Gericht offiziell aufgehoben wird, bevor Sie sich wieder sehen (oder gar in den Urlaub fahren). Man kann auch davon ausgehen, dass die Parteien über so etwas aufgeklärt werden. Dann kann das Gericht sich anlässlich der Aufhebung nämlich selbst ein Bild davon machen, dass keine der Parteien massiv unter Druck steht, sondern dass es eine Entscheidung aus freien Stücken ist. Dieses System wird eben dadurch geschützt, dass ein Zuwiderhandeln OHNE gerichtliche Aufhebung als "Missachtung der Justiz" und damit als Straftat behandelt wird.
Könnte man denn rückwirkend vor dem Gericht darlegen, dass das Treffen einvernehmlich und ohne Druck stattfand und diese Einvernehmlichkeit ja auch Ausdruck in der aktuellen Ehe findet? Klar dann wären noch Strafen wegen der Missachtung des Gerichts fällig, aber einen Gefängnisaufenthalt fände ich dann schon sehr hart und deplatziert.
Das Gesetz soll ja vor Missbrauch unter Partnern schützen, das ist der Hauptfokus und nicht die maximale Bestrafung von Missachtung der Formalien.
 

elpres

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Der spanischen Justiz ist es vollkommen egal inwieweit die beiden sich wieder vertragen haben oder dergleichen. Es geht denen nur um die Missachtung eines rechtskräftigen Urteiles und vielleicht zurecht darum ein Exempel zu statuieren. Sozialstunden nicht geleistet, vorbestraft, dazu anscheinend super dämlich in der Birne. Davon ab, dass es einen Bayernspieler trifft, würde die spanische Justiz ausnahmsweise mal etwas richtig machen, wenn sie die Nummer durchziehen.
 

henningoth

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Hainer stellt sich noch hinter ihn und verweist aufs privatleben.

Ich stehe nicht hinter ihm und muss sagen dass mir so langsam die Geduld fehlt die leider zahlreichen Arschlöcher, die sich im Profisport ansammeln, nur auf den sportlichen Aspekt zu reduzieren.
 

le freaque

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Der Hintergrund dieser Regelung wird hier erwähnt und macht auch durchaus Sinn, wenn man sich mal mit der Realität häuslicher Gewalt vor Gericht befasst: "Damit sollen Fälle vermieden werden, in denen der geschädigte Partner unter Druck einer Versöhnung einwilligt."

Es ist nicht selten, dass eine Partei massiv Druck auf die andere Partei ausübt. Meist der körperlich überlegene Mann auf die Frau. Der Anlass für die Gewaltschutzregelung ist dann oft ein erstmaliger Ausbruch aus diesem toxischen Verhältnis, etwa anlässlich einer besonders heftigen körperlichen Auseinandersetzung. Es ist aber sehr häufig so, dass die Frau dann nach kurzer Zeit die Anzeige "zurückzieht" und ggf. wieder in die Verhältnisse zurückkehrt. Mitunter aus freien Stücken, mitunter - und keineswegs selten - aber auch aus Angst oder aufgrund von konkreten Drohungen.

Die Spanier haben daher wohl folgenden "Kniff", den ich nachvollziehen kann: Wenn nun ein Gericht eine solche Kontaktverbot-Regelung erlässt und sich dann die Parteien tatsächlich versöhnen, dann sollen sie halt darauf hinwirken, dass das Kontaktverbot vom Gericht offiziell aufgehoben wird, bevor Sie sich wieder sehen (oder gar in den Urlaub fahren). Man kann auch davon ausgehen, dass die Parteien über so etwas aufgeklärt werden. Dann kann das Gericht sich anlässlich der Aufhebung nämlich selbst ein Bild davon machen, dass keine der Parteien massiv unter Druck steht, sondern dass es eine Entscheidung aus freien Stücken ist. Dieses System wird eben dadurch geschützt, dass ein Zuwiderhandeln OHNE gerichtliche Aufhebung als "Missachtung der Justiz" und damit als Straftat behandelt wird.
(y) Auch von mir ein Dankeschön für die Ausführungen. Die Regelung ist ja durchaus sinnvoll, gerade weil sie ja auch eine Einzelfallprüfung vorsieht und "echte Versöhnungen" ja durchaus unterstützt. Wie das in der Realität umgesetzt wird (sowas ist ja sehr personalintensiv und erfordert beträchtlichen Zeitaufwand) weiß ich natürlich nicht, aber der Ansatz gefällt mir durchaus.

Ich habe natürlich nicht die geringste Ahnung, wie es im Hause Hernandez tatsächlich zuging oder zugeht. Ich weiß nicht, wer da die "treibende Kraft" bei den aggressiven Auseinandersetzugen war oder ist, vielleicht ja auch beide. Ich will auch gerne glauben, dass sich Herr und Frau H. tatsächlich aus freien Stücken versöhnt haben und mit ihrem Zusammenleben zufrieden sind und was sie jetzt aus ihrem gemeinsamen Leben machen, ist natürlich zunächst mal rein ihre Sache.
Aber die Gesetzeslage ist aus nachvollziehbaren Gründen so, wie sie ist. Sie werden sicher aufgeklärt worden sein und wenn sie meinen, das mal eben einfach ignorieren zu können, müssen sie eben die Konsequenzen tragen. Vor allem er, sie hat dann ja wegen der späteren Zustellung einfach Glück gehabt. Sonst stünden jetzt beide vor dem Knastaufenthalt, was die Missachtung des Urteils angeht, tun sie sich ja anscheinend nicht viel.
Mein Bedürfnis, das schmucke Pärchen mal persönlich kennenzulernen, hält sich jedenfalls in sehr engen Grenzen. Genau wie mein Mitleid.

Für den Verein ist das natürlich kacke. Fürs Image, auch wenn die ganze Sache vor der Zeit beim FCB stattfand, aber natürlich auch sportlich und finanziell. Sollte der Spieler über Monate nicht zur Verfügung stehen, wäre das natürlich sportlich reichlich doof. Natürlich schlägt sich das Unternehmen da erstmal auf die Seite des Spielers, so lange Konsequenzen evtl abgewendet werden können. Das würde jeder Verein aus unternehmerischer Sicht so machen, denke ich.
Es ist für mich aber auch klar, dass Rechtsstaatlichkeit und der Glaube und das Vertrauen in eben diese über dem Fansein steht, stehen muss. Heißt: wenn Hernandez bzw seine Anwälte einen legalen und rechtlich einwandfreien Weg finden, eine Gefängnisstrafe noch zu vermeiden, ist das natürlich ok. An meiner sportlichen Wertschätzung des Spielers würde sich auch nichts ändern - er wäre dann ja weiterhin ganz normal Angestellter des FCB. Das muss aber ein Weg sein, der auch allen anderen Bürgern in vergleichbarer Situation offensteht. Gelingt das nicht, weil die Rechtslage eindeutig und die Konsequenzen tatsächlich zwingend sind, muss er eben in den Bau, das hat er, bzw haben er und seine Frau dann einfach höchstselbst verbockt. Dann habe ich auch kein Mitleid und dann sind mir die sportlichen Konsequenzen auch ziemlich wumpe.
 

le freaque

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Krass, da überhaupt das Selbstvertrauen (und die Luft) zu haben, diesen Sprint überhaupt anzugehen. Der Ball war zig Meter weg.
Mit Phonzie und Musiala haben wir wirklich zwei Jungs, die allein durch ihre pure Freude am Spiel unendlich viel Spaß machen. Ich hoffe, dass sie sich das noch lange erhalten können - und dazu würde ein Adeyemi natürlich ganz hervorragend passen, auch zu Gnabry.
 
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