Formel 1 Saison 2019 - Cockpits, Strecken, Regeln, Technik, Gerüchte, Rennen

Kraudi

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Das ist doch pure deutsche Dominanz.
Stimmt so, aber so etwas nutzt sich schnell stark ab und dann findet man es nicht mehr so geil. Bei Vettel und RB war es doch auch irgendwann langweilig und man wußte vorher wer gewinnt. Früher bei Schumi genauso. Das ist ungefähr so als wenn sich FC Bayern Fans freuen wenn ihre Mannschaft bis Spieltag 34 um den Titel kämpfen müssen, einfach weil es langweilig ist wenn man 5 Jahre easy alles gewinnt. Auf Dauer schadet so etwas dem Sport und somit entsteht halt auch über Jahre ein gewisser "Hass" auf Teams. Vettel wurde im Jahr seines letzten Titels bei Siegerehrungen ausgepfiffen, einfach weil es die Fans angekotzt hat das immer der gleiche mit dem gleichen Auto vorne steht.

Das Teams den Sport aber jahrelang dominieren bringt halt auch leider der Sport an sich mit seinem Regelwerk mit.
 

Benjamin

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Inwieweit ich mich - gerade nach meinem letzten Beitrag - noch als eingefleischten Fan bezeichnen kann, weiß ich nicht; aber ich antworte mal trotzdem. Bei mir persönlich hat es sicher damit etwas zu tun, wie ich zur Formel 1 gekommen bin. Regelmäßig schaue ich die Rennen im Prinzip seit 1994 - also dem Jahr, in dem Michael Schumacher zum ersten Mal Weltmeister wurde (davor waren es meist nur mal einzelne Rennen).
Und das war damals eben schon etwas ganz besonderes - immerhin war er in der damals schon über 40jährigen Geschichte der Formel 1 der erste deutsche Weltmeister. Das hat sicher dazu geführt, dass ich vor allem dem Fahrer die Daumen gedrückt habe und nicht dem Team. Michael Schumacher, mit ihm habe ich danach noch viele weitere Jahre lang mitgefiebert.

Hinzu kommt, dass es ein echtes deutsches Team damals gar nicht gab, Mercedes war - wenn mich nicht alles täuscht - Motorenlieferant für Sauber, ein durchaus sympathisches kleines Team, das sich wohltuend vom englischen Einheitsbrei abhob. Aber dann wechselte Mercedes zu McLaren und wurde in gewisser Weise zum großen Gegenspieler Michael Schumachers, und das prägt mein zwiespältiges Verhältnis zu diesem Team bis heute. Schon 1997, als das Duell eigentlich noch Schumacher gegen Williams hieß, war McLaren Mercedes das Zünglein an der Waage. Gleich drei Siege ( Silverstone, Spielberg, Nürburgring) erbte damals Jacques Villeneuve, weil die in Führung liegenden Silberpfeile mit Motorschaden ausfielen. Das waren in gewisser Weise die Punkte, die die WM entschieden.

In den Jahren danach schwang sich Mercedes endgültig zum großen Gegner von Schumacher auf, was bei den Rennen bei mir zuhause auch noch dafür sorgte, dass der Familiensegen etwas schief ging. Denn während mein Vater, der Schumacher im Gegensatz zu mir die Geschehnisse von Jerez nicht verziehen hatte, tatsächlich ins Mercedes-Lager wechselte, blieb ich Schumacher treu, was im Laufe der Zeit dazu führte, dass wir die Rennen nur noch selten gemeinsam ansahen.

Irgendwann gründete Mercedes dann doch noch ein eigenes Team, und es kam sogar noch zu einer Symbiose aus Schumacher und Mercedes - aber ausgerechnet in diesen Jahren war der Mercedes nicht so konkurrenzfähig und verdarb so in gewisser Weise Schumachers Comeback. Und wie's der dumme Zufall wollte, begann die Zeit der Mercedes-Dominanz fast genau mit dem endgültigen Karriereende von Michael Schumacher, und mittlerweile unterstützen sie bei Mercedes Lewis Hamilton mit Hochdruck, Schumacher auch noch vom Thron zu stoßen und ihm seine wichtigsten Rekorde zu rauben. Mittlerweile stellt sich ja die Frage, ob Hamilton irgendwann Schumacher übertrifft, schon gar nicht mehr, man fragt sich eher, wann es passiert. Und ohne Mercedes würde es wohl nicht dazu kommen.

Natürlich gab es auch das Jahr, in dem Nico Rosberg Weltmeister wurde, aber auch da hatte ich oft das Gefühl, dass man teamintern lieber Hamilton vorn gesehen hätte, weil es für eine weltweit tätige Firma vielleicht besser ist, wenn ein englischer Fahrer im deutschen Team gewinnt. Und in diesem Zusammenhang: Wie deutsch ist das Team Mercedes überhaupt? Der Sitz des Teams ist in Brackley, die Motoren werden in Brixworth gefertigt, und Teamchef ist ein Österreicher.

Nein, ich glaube, wenn Mercedes nicht auch deutsche Fahrer beschäftigt, wird das Team für mich immer der große Gegner sein.
 

desl

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Deutsche Teams gab es vor der Jahrtausendwende eine ganze Weile nicht und die vormaligen (ATS, Zakspeed) waren minder erfolgreich ... ebenso ihre Fahrer (Danner, Schneider, Winkelhock).

Vielleicht rückte der "Teamaspekt" in Deutschland eher bei der Sportwagen-WM in den Fokus, obgleich die Mercedes von Sauber aufgebaut wurden. Mercedes brachte damals Werbung heraus, welche die öffentliche Wahrnehmung ihrer Nachwuchspiloten (Wendlinger, Frentzen, Schumacher) gewissermaßen förderte. Gewissermaßen hatten die drei sich schon in der Gruppe C einen Namen gemacht, als sie in die F1 kamen ...

In gewisser Weise wurden die Mercedes-Antriebe bei Sauber (und später McLaren) als "deutsch" gesehen .... obgleich es Ilmor-Motoren waren und Mercedes damals "nur" zu 40% bei Ilmor beteiligt war.

Mit den Erfolgen der deutschen Piloten (Michael Schumacher, Ralf Schumacher, Heinz-Harald Frentzen, Nick Heidfeld) fokussierte sich die mediale Wahrnehmung - bezogen auf "deutsche" Beteiligung" - mehr und mehr auf die Fahrer.

Dementsprechend wurden auch später deutsche Nachwuchsfahrer mit Aufmerksamkeit bedacht ... wie eben Vettel, Glock, Rosberg (wobei letzterer nie in Deutschland gewohnt hat, glaube ich).
Mercedes war halt "nur" der (lange Zeit exklusive) McLaren-Motorenlieferant und BMW wurde halt auch mehr oder weniger als schweizer Team wahrgenommen.

Hatte ein Team seinen Sitz in Deutschland (Toyota, HRT in 2011), dann wurde das auch nicht groß nach außen getragen, auch wenn man die Toyota-Mechaniker mal "Viva Colonia" singen hörte. Man fuhr ja auch nicht unter deutscher Flagge.


So ist der Mercedes-Rennstall nunmal ein britisches Team, mit britischem Top-Fahrer ... aber im Eigentum eines deutschen Konzerns. Und man wirkt bei Mercedes nie so deutsch wie damals mit Norbert Haug.

Vielleicht liegt es hierrin begründet, warum "Deutschland anfeuern" halt häufiger mit den Fahrern in Verbindung gesetzt wird ... eben auch wegen der Erfolge vor gut 20 Jahren.


"Das ist doch pure deutsche Dominanz." läuft halt irgendwo ins Leere ... oder kannst du bei einem Team-Foto vom Mercedes-Rennstall sagen "Das ist ein Deutscher!" ?
Nur wenn Zetsche als Daimler-Vorsitzender mit im Bild ist, vielleicht....
 

Max_well

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Korrigiert mich wenn ich falsch liege, aber ein Hamilton im Ferrari wäre gegen einen Vettel im Mercedes genauso chancenlos gewesen (bis eventuell auf die letzte Saison). Das ist doch pure deutsche Dominanz.
Hier wirst du direkt korrigiert. Hamilton hätte 2017 den Titel wohl mit Ferrari geholt und 2018 definitv.

How anyone who has anything to do with strategy still has a job at Ferrari is utterly beyond me. Yesterday might have been their worst showing yet.
Let's start at the beginning - It was clear from early on that Vettel was faster, and they were always going to swap. Why in gods name would they then wait so many laps to do it? Vettel was absolutely destroying his tyres behind Leclerc, which was evident from the fact that after they did swap, he was constantly locking up the fronts, making the swap useless. Now we have Leclerc stuck behind Vettel, but since neither was faster than the other, the right thing to do would have been pitting one of them, getting the upper hand.
Instead they YET AGAIN were the ones to react, and fell victim to the undercut. How on earth can a team with the ressources of that bored Nigerian Prince who always mails me be so stupid to fall victim to the undercut seemingly every single race?
After that they still wait for another 4 laps to pit Leclerc, for literally no reason at all. "We're thinking about the end of the race!", except the race was always going to be a two-stopper and it was always going to be Medium-Hard-Medium, it makes no sense at all to preserve the first set of mediums while lapping 3 seconds slower than the rest of the field.
Next, Vettels second stop - Probably the only thing they did right. That was a good call and forced the other teams hands. Except they then used Leclerc as a road block to Bottas for no reason, considering Vettel just wasn't catching up to him at all, and after Bottas overtook they event kept him out?! Destroying any chance at all for him to fight Verstappen. And then they don'T even pit him to go for fastest lap despite Gasly being a minute behind, so there was no reason not to. It's a point they simply threw away, as soon as Gasly pitted.
They're a bunch of bloody amateurs. They destroyed Leclercs race not because they favour Vettel - Just through sheer lack of ability. Seriously, it isn't even funny anymore. I could do better. And I don't mean that in a armchair-redditor-"I'm the greates strategist of all time, but nobody knows"-kind of way, I mean that in a "They're so fucking amateurish, a fat guy on reddit with mediocre knowledge and the F1TV Data channel could actually do better"-kind of way. Fucking hell.

https://www.reddit.com/r/formula1/comments/bdcmx0/_/ekxcwql
Ich finde treffender kann man das Gestümpere von Ferrari gestern nicht zusammen fassen.
 
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Cardor

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Ich bin in erster Linie seit 1994 Ferrari Fan. Danach kommen erst die Fahrer (Schumacher, Alonso). Mir ist es egal wer im Ferrari gewinnt, hauptsache ein Ferrari gewinnt. Woran das liegt weiß ich nicht, vielleicht weil die ersten Bilder an die mich erinnern kann hinter dem Safetycar in Imola waren, zwei Ferrari führten und ich als Kind Autos liebte (und mich da die Ferrari auch schon immer angesprochen haben).
 

desl

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Da hat man sich bei Honda sicherlich gefreut ... Albon überholt Giovinazzi, obwohl jener auch DRS hat. Der Honda-Antrieb kassiert den Ferrari-Motor, obwohl dieser momentan als leistungsstärkster gilt

Bei 1:16



Nette Nachricht noch von Honda: In Baku soll ein Motor-Update bereit stehen, dass 20 Pferdestärken bringen soll.
Ich weiß aber nicht, welche Komponenten alle getauscht werden sollen und ob beide Honda-Teams vom Update gebrauch machen. Komponenten die man nur einmal im Jahr straffrei tauschen darf (z.B. Steuerelektronik) wären etwas ungünstig, wenn man sie schon im vierten Rennen austauscht (siehe Renault und die MGU-K-Wechsel).


Klar ... PS allein sagt nicht viel aus. Was zählt ist weniger die maximale Energie die man abrufen kann, als vielmehr das was man an Energie aus dem zur Verfügung stehenden Sprit rausholt.

Wie auch immer ... Honda bleibt dran und vielleicht kriegen sie dieses Jahr ihren ersten Sieg seit dem Motoren-Comeback.

Bei Red Bull ist man zwar nicht hochzufrieden mit dem eigenen Chassis (wie in anderen Jahren), aber es ist immernoch besser als der 2018-McLaren.


Bei Renault muss man aber nicht traurig sein. Ich rechne weiterhin damit, dass sich der "Best Of The Rest"-Kampf zwischen Renault und McLaren entscheiden wird. Auch wenn die Zuverlässigkeit etwas hinkt und in China gleich drei Renault-Piloten leer ausgingen ... ich glaube jene beiden Teams werden am Ende vor Alfa, Racing Point & STR stehen.
 

Max_well

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Bei Renault muss man aber nicht traurig sein. Ich rechne weiterhin damit, dass sich der "Best Of The Rest"-Kampf zwischen Renault und McLaren entscheiden wird.
Da frage ich mich direkt was mit Haas passiert ist? Bisher wieder sehr schwache Resultate bei den ersten 3 GPs, bis auf den 6. Platz in Australien.
 

desl

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[...]After that they still wait for another 4 laps to pit Leclerc, for literally no reason at all. "We're thinking about the end of the race!", except the race was always going to be a two-stopper and it was always going to be Medium-Hard-Medium, it makes no sense at all to preserve the first set of mediums while lapping 3 seconds slower than the rest of the field.
[...]
Ich finde treffender kann man das Gestümpere von Ferrari gestern nicht zusammen fassen.
Ne Quellenangabe für den Text wäre übrigens angemessen, sofern er nicht aus deiner Feder stammt.

Ich sehe es auch nicht als selbstverständlich, dass es ein 2-Stop-Rennen hätte sein müssen ... da fehlt irgendwo der Vergleich innerhalb eines Teams mit zwei ähnlich schnellen Piloten, die eindeutig unterschiedlich Strategien planten.

Ricciardo, Perez und Räikkönen sind mit einem Stop gut durchgekommen. Stroll und Giovinazzi haben einen Stop mehr erledigt als ihre Teamkollegen ... fahren aber (bislang) nicht auf deren Niveau. Schwer zu sagen, welche Strategie für jene besser war.


Wäre Verstappen nicht zum Reifenwechsel gekommen, dann hätte man bei Ferrari wohl mit einem Stop weiter kalkuliert ... vielleicht der Grund, warum man nicht selbst früher in die Box kam.

Mercedes hat eh nur auf Ferrari reagiert, für den eventuellen Fall eines Safety Cars (falls man aus irgendeinem Grund noch nicht stoppen kann, während das Feld schon zusammen geführt wird).


Eventuell wäre auch Medium-Medium-Hard möglich gewesen. Einen zweiten Stint auf Medium hat aber kaum einer probiert ... nur Giovinazzi, welcher die harten Reifen nicht gefahren ist.

Vielleicht wäre das für Leclerc eine Option gewesen, er hätte den Abstand auf Verstappen stärker verkürzt und wäre früher zum zweiten Mal in die Box gekommen. Verstappen hätte dann entweder einen unangenehm langen dritten Stint auf Medium fahren müssen (um den Undercut zu covern), oder er hätte (mit einem späteren Stop) schauen müssen, dass er Leclerc gegen Rennende überholt.



Die gewissermaßen ungewöhnlichste Strategie hatte Lando Norris.
Er kam zum Frontflügel-Wechsel in die Box und dabei wechselte man auch von Medium auf Hard. Weil diese aber nicht die gesamte Renndistanz gepackt hätten, wechselte Norris später wieder zurück auf Medium ... und dabei logischerweise auf den Reifensatz mit dem er die wenigsten Kilometer gefahren hatte ... also die Reifen, die er beim Rennstart gefahren war.
Das sah dann etwas komisch aus, dass bei Norris hinten rechts ein Reifen ohne Markierung aufgezogen wurde (ging beim Kontakt mit Kwjat verloren).
 

aristoteles

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Ich finde ehrlich gesagt auch, dass Ferrari nicht so viel falsch gemacht hat bzgl der Stopps. Als Verstappen reinkam, war es absolut die richtige Entscheidung zuerst Vettel reinzuholen. Vettel ist nur sehr knapp vor Verstappen rausgekommen. Leclerc wäre mit seinen 1,8 Sekunden, die er hinter Vettel war, von Verstappen trotzdem überholt worden. Und wenn man Vettel dann die Runde danach reingeholt hätte, wäre der auch hinter Verstappen raus (war ja schon bei einer Runde Undercut sehr eng). Dann hätte man Verstappen praktisch durchgewunken.

Ohne Safty-Car wäre es wohl die schnellste Strategie gewesen Leclerc dann direkt die Runde nach Vettel reinzuholen. Dann wäre er auf 5 rausgekommen mit ein paar Sekunden Rückstand auf Verstappen. Die Wahrscheinlichkeit dann beim zweiten Stopp Verstappen zu überholen, wäre sicherlich höher gewesen als bei der tatsächlichen Strategie.
Bei einem Safety-Car hätte aber Leclerc aber mit der tatsächlichen Strategie alle Chancen gehabt, vllt sogar in Richtung der Mercedes. Man hatte also als Ferrari die Wahl zwischen einer höheren Wahrscheinlichkeit auf Platz 4 (Leclerc eine Runde nach Vettel reinholen) aber keine Chance auf mehr bei einer SafetyCar Phase und einer niedrigeren Chance auf Platz 4 (tatsächliche Strategie) und dafür bei einer Safetycar Phase die Chance auf mindestens Podium.

Über was man diskutieren kann, ist wie von anderen schon angemerkt wurde, ob man nicht einen der Ferrari vor Verstappen reinholen hätte sollen, dann hätte man sehr gut auf dessen Undercut reagieren können. Hätte auch früher etwas Dynamik aus der Stallorderproblematik genommen. Aber die Daten werden wohl was anderes gesagt haben...

Bezüglich langweiliger WM:
Wettquoten für den Sieger Baku:
Hamilton @2,8, Vettel @ 3,2, Bottas @4, Leclerc @4,5... vier Fahrer fast gleichauf, das gab es auch schon länger nicht mehr.

Mercedes hat einen ordentlichen Vorsprung, aber in Bahrain war Ferrari das doch recht klar schnellere Auto. Gerade im Qualifing ließ man Mercedes keine Chance und ohne technischen Defekt von Leclerc hätte der sehr souverän das Rennen gewonnen. Die Testfahrten in Barcelona lassen vermuten, dass das vllt wieder eher eine Ferrari Strecke werden könnte. Niemals ist die WM schon entschieden...
 

Professor Moriarty

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5mal, alles andere ist abzuwarten.
dazu 3 mal in ein einem nicht überlegenden Boliden. (2008, 2017 und 2018)
Ja, da hab ich mich vertippt und nein, bevor es jemand falsch versteht, ich sehe Hamilton nicht schon als sechsfachen Weltmeister und weiß durchaus, wie viele Titel er hat ;). Hätte aber schon gut sein können, als er als Rookie sich mit Alonso duellierte und führend im letzten Rennen Lehrgeld bezahlte bzw. Kimi lachender Dritter war. Stimmt, 2017 war er auch nicht im klar dominanten Boliden. 2008/2018 sowieso. Das ist schon eine gute Quote, hast du nämlich wirklich einen Boliden, der wie auf Schienen läuft und Pech, verlierst auch mal ne WM gegen einen Rosberg. Der war danach durch und wusste, dass er das nicht mehr packt.

Was ich meinte „maxwell“ ist genau das, seine Teamkollegen waren mitunter nicht ohne. Es gab harte, nervlich aufreibende brenzlige Duelle, aber er ist im Laufe der Zeit gewachsen und macht nicht die selben Fehler bzw. machte schon so viele Änderungen mit. Viele trauten ihm das managen der Reifen zum Beispiel gar nicht zu, als diese nicht mehr, wie in Schumi-Dominanz-Jahren mit Traktionskontrolle, „unkaputtbar“ waren. Da meinte man er kann „nur“ verdammt gut racen, aber das käme ihm überhaupt nicht entgegen. Mittlerweile ist er auch da ein Weltmeister.
 

Max_well

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Was ich meinte „maxwell“ ist genau das, seine Teamkollegen waren mitunter nicht ohne. Es gab harte, nervlich aufreibende brenzlige Duelle, aber er ist im Laufe der Zeit gewachsen und macht nicht die selben Fehler bzw. machte schon so viele Änderungen mit. Viele trauten ihm das managen der Reifen zum Beispiel gar nicht zu, als diese nicht mehr, wie in Schumi-Dominanz-Jahren mit Traktionskontrolle, „unkaputtbar“ waren. Da meinte man er kann „nur“ verdammt gut racen, aber das käme ihm überhaupt nicht entgegen. Mittlerweile ist er auch da ein Weltmeister.
Hamilton hat sich im Laufe seiner Karriere von Senna in Prost entwickelt, obwohl ich diese Vergleiche immer etwas respektlos empfinde. Hamilton selbst ist deiner der besten aller Zeiten und man kann ihn gut vor den beiden eben genannten sehen (tue ich persönlich auch). Der einzige wirkliche Tiefpunkt war 2011, da hat er viel Kritik bekommen. Gut war dass er da nichts groß verlieren konnte aufgrund der Red Bull Dominanz.
 

Kraudi

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Hamilton selbst ist deiner der besten aller Zeiten und man kann ihn gut vor den beiden eben genannten sehen (tue ich persönlich auch).
Never ever.
Das wäre er in meinen Augen wenn er nochmal für ein anderes Team fahren würde und zeigen würde das er auch in nicht dominanten Autos gewinnen kann. Senna und Prost hatten doch nie 5 Jahre am Stück ein derart dominantes Auto wie Mercedes all die Jahre. Hamilton hat Mercedes deutlich mehr zu verdanken als anders herum. Er ist easy Top 5, aber ich sehe ihn nicht vor den beiden.

Zumal der Mercedes über den Zeitraum her gesehen jetzt nicht viel weniger dominant war wie der Red Bull mit dem Vettel 4 Titel gewann. Ich sehe einen Fahrer deshalb nicht automatisch als den besten wenn er viele Titel hat. Dafür ist die WM einfach zu abhängig vom Leistungsstand der Autos. Wenn die letzten 5 Jahre alle die selben Autos gehabt hätten, hätte Hamilton sicher keine 4 Titel dort geholt.
 
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desl

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Die Reifenwahl für's nächste Rennen.

Ferrari packt einige Medium-Schlappen ein ... da dürfte man wohl mit im Rennen rechnen.
Interessant z.B. dass Renault einige Soft-Reifen bestellt hat, aber Ricciardo z.B. einen Extra-Satz Hard zur Verfügung hat ... aber nur einen Medium.
 

Harman

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Zumal die Autos von damals 0,0 mit den heutigen zu vergleichen sind. Viel schwieriger zu fahren.. kuckt euch nur die Onboard aufnahmen an, da wurde noch manuel geschaltet und stellenweise mit einer Hand das Lenkrad bewegt. Jeder buckel auf der Piste zeriss das Lenkrad, die körperliche belastung war ernorm. Dagegen sieht ein heutiges GP Rennen in der Onboard aufnahme aus als würden die an ner Kaffeefahrt teilnehmen.

Und das diese Autos weitaus schwieriger am Limit waren wie die heutigen sagen heutige Piloten wie Hamilton und Vettel..
 

Professor Moriarty

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Wie viele Teams soll er denn noch haben, McLaren ist nicht Mercedes und dreimal wurde er Weltmeister in nicht dominanten Boliden. Plus seine Rekorde. Wer da nicht die Qualität erkennt. So einfach ist es auch nicht, heute kommen ganz andere Anforderungen auf einen zu, managen usw...nicht nur verdammt schnell sein, was er zweifelsohne ist. Teamkollegen hatte er auch, die sicherlich nicht ohne waren.

Heut ist alles leicht, ist ne populistische Aussagen, wie war es dann bei Schumi mit Traktionskontrolle und unkaputtbaren Reifen, ziehen wir im die Titel der Einfachheit halber gegen die Teamkollegen Massa und Barrichello auch ab?

Zumal diese Behauptung gerne schon rausgehauen wird, meinte Lauda mit Traktionskontrolle usw. auch mal, dass die Boliden von nem Affen gefahren werden können zu seinen Jaguar Zeiten, dann kam er nicht mal richtig vom Fleck und drehte sich laufend zur Probefahrt. Hätte man bloß mal Schumi fragen müssen beim Comeback, ob die F1 heut so einfach ist. Also wenn Hamilton nicht zu den größten aller Zeiten gehört, dann möchte man es einfach nicht sehen.
 

Kraudi

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Wie viele Teams soll er denn noch haben, McLaren ist nicht Mercedes und dreimal wurde er Weltmeister in nicht dominanten Boliden.
Ach komm. Selbst ohne Vettel Fehler letztes Jahr hatte Mercedes über eine komplette Saison gesehen das leicht bessere Auto und 2017 genauso. Ferrari hatte glaub an 5 oder 6 Wochenenden das bessere Auto. Bei den restlichen Rennen war Mercedes auf Augenhöhe oder selber schneller. Man muss nicht immer Gebetsmühlenartig behaupten das Hamilton ein unterlegenes Auto hatte. Das ist nicht wahr und selbst wenn beide Autos gleich gewesen wären, ist so eine Saison ein 50/50 Ding (Siehe Rosberg WM) und man kann es nicht immer auf die Skills eines Fahrers schieben. Ohne Ferrari Fehler und Vettel Fehler hätte Hamilton auch 2. werden können. Aber man kann das Unvermögen von Vettel und Ferrari nicht Hamilton auf die Haben Seite schreiben. Ohne deren Fehler hat er ja nie den Vorsprung.

Plus seine Rekorde.
Wenn du ein dominantes Auto hast und jede Saison noch 5-6 Rennen mehr fährst als andere "Rekordhalter" ist das jetzt halt nicht ganz unwarscheinlich.

Also wenn Hamilton nicht zu den größten aller Zeiten gehört, dann möchte man es einfach nicht sehen.
Habe ja gesagt ich sehe ihn easy in den Top5. Aber ich sehe ihn weder vor Senna noch vor Prost. Das ist meine Meinung, die hab ich auch anhand ein paar Dingen gestützt.
 
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desl

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Krasse erste Runde von Perez ... beinahe hätte er da auch noch Ricciardo geschnappt, dem er das ganze Rennen an den Fersen hing.