Formel 1 Saison 2020 - Cockpits, Strecken, Regeln, Technik, Gerüchte, Rennen


desl

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Wie angekündigt der Thread für die nächste F1-Saison ... wird auch dringens mal Zeit, denn lange ists nicht mehr hin, bis die Boliden ihre ersten Testfahrten absolvieren dürfen ... und ein paar Bilder gibt es ja auch schon.


Kalender

Beim Kalender gibt es ein paar Änderugnen. Mexiko und USA tauschen erneut die Reihenfolge.
Das Rennen in Aserbaidschan wandert anderthalb Monate nach hinten und findet nicht mehr vor dem Spanien-GP, sondern nach dem Monaco-GP statt.

Vermisst wird nun leider das Rennen auf dem Hockenheimring, welches die letzten beiden Jahre durchaus ansehnliche Grand Prix bot. Die Zuschauerzahlen brauchten sich gewiss nicht hinter dem Rennen in Spanien verstecken ... aber dort wurd Geld zur Vertragsverlängerung locker gemacht. Hockenheim konnte sich das nicht mehr so recht leisten.

Zwei Rennen kommen hinzu. Schon das dritte Rennen der Saison soll auf der neuen Strecke in Hanoi stattfinden. Der Kurs verspricht lange Geraden mit Überholmöglichkeiten, einen anspruchsvolleren schlängeligen Part (Maggots/Brackets-Kopie) ... und so weiter. Das Chain-Bear-Video auf YouTube mit dem Titel "Are Tilke tracks all the same?" deutet darauf hin, dass Tilke auch in Hanoi seine üblichen Design-Elemente und -Werkzeuge wie bei einigen anderen Strecken zum Einsatz bringt. Nicht unbedingt schlecht ... aber halt doch viele Ähnlichkeiten. Ein bisserl langweilig vielleicht...

Herausstechen wird hingegen Zandvoort, das 5te Rennen der Saison. Zuletzt wurde dort 1985 ein Rennen ausgetragen. Die Strecke ist vergleichsweise kurvig und eng ... mit den heutigen Formel-1-Autos ist das Überholen schwer möglich ... in etwa wie auf dem Circuit de Barcelona oder auf dem Hungaroring. Man hat sich daher entschlossen Umbaumaßnahmen durchzuführen. Der Kurs wird an ein paar Stellen verbreitet, hier und da wird die Anfahrt auf eine Kurve leicht verändert. Signifikant ist die Änderung der Zielkurve, die in eine Steilkurve umgebaut wurde, um bessere Überholmöglichkeiten auf der Start/Ziel-Geraden zu schaffen.

Selbst wenn man in Zandvoort schlecht überholen kann ... der Kurs sticht heraus. Das Streckenprofil setzt sich ab von den Tilke-Strecken. die Steigungen und Dünen lassen Kurse wie Sotschi noch langweiliger aussehen. Die Kiesbetten werden Fehler nicht so verzeihen die die Parkplätze in Le Castellet.
Auch rund um die Strecke wird umgebaut ... beim Bahnhof gibt es einen zweiten Bahnsteig, so dass die Fans von beiden Seiten in den Zug ein- und auf dem Zug aussteigen können ... geht schneller. Und es werden viele Fans erwartet ... sehr viele ... die Dünen werden orange.

1 15. März 🇦🇺 Australien (Melbourne)
2 22. März 🇧🇭 Bahrain (as-Sachir)
3 5. April 🇻🇳 Vietnam (Hanoi)
4 19. April 🇨🇳 China (Shanghai)
5 3. Mai 🇳🇱 Niederlande (Zandvoort)
6 10. Mai 🇪🇸 Spanien (Barcelona)
7 24. Mai 🇲🇨 Monaco (Monte Carlo)
8 7. Juni 🇦🇿 Aserbaidschan (Baku)
9 14. Juni 🇨🇦 Kanada (Montréal)
10 28. Juni 🇫🇷 Frankreich (Le Castellet)
11 5. Juli 🇦🇹 Österreich (Spielberg)
12 19. Juli 🇬🇧 Großbritannien (Silverstone)
13 2. August 🇭🇺 Ungarn (Mogyoród)
14 30. August 🇧🇪 Belgien (Spa-Francorchamps)
15 6. September 🇮🇹 Italien (Monza)
16 20. September 🇸🇬 Singapur (Singapur)
17 27. September 🇷🇺 Russland (Sotschi)
18 11. Oktober 🇯🇵 Japan (Suzuka)
19 25. Oktober 🇺🇸 USA (Austin)
20 1. November 🇲🇽 Mexiko (Mexiko-Stadt)
21 15. November 🇧🇷 Brasilien (Interlagos)
22 29. November 🇦🇪 Abu Dhabi (Yas-Insel)


Teams und Fahrer

Auch dieses Jahr wollen wieder 10 Teams an den Start gehen. Es ist das letzte Jahr ohne Budget-Deckel ... der gilt ab 2021.
Das bedeutet aber nicht, dass diese Saison viel in die Entwicklung der Boliden reingepumpt wird. Nein das Geld pumpt man in den Ausbau der Infrastruktur und in die Entwicklung der 2021-Boliden. Lieber jetzt einen Vorteil sichern, solange man noch Geld rausschießen kann.


Mercedes: #44 Lewis Hamilton, #77 Valterri Bottas

Bottas weiß, dass er Hamilton schlagen kann. Doch auch "Bottas 2.0" gelang das nur auf manchen Strecken.
Beim Saisonstart 2019 distanzierte er Hamilton um 20 Sekunden ... wann war Hamilton mal ohne Probleme im Rennen einem Teamkollegen so weit hinterhergefahren? Aber den Rest der Saison sah es so nicht mehr aus.
Und Bottas durfte sich teilweise wieder fragen ... wie macht der das?

Hamilton brillierte mit konstanz und damit immer noch ein paar Runden mehr aus den Reifen rausquetschen zu können. Auch wenn er schon nach 5 Runden funkte "Bono, these tyres are dead". Manche Fans fordern, Hamilton sollte den zum Meme gewordenen Spruch aufgreifen und in Melbourne schon auf dem Weg zur Startaufstellung funken.

Der Mercedes letztes Jahr präsentierte sich als wahrer Allrounder. Keine Strecke bei der er nicht vorne mitfuhr. Auf Kursen die weniger Drag verlangten konnten andere mehr mithalten ... aber in den Kurven war Mercedes Klassen-Primus.

An dem Erfolgsrezept werden sie wenig ändern.

Bottas muss schauen, dass er konstant mit Hamilton mithält. Er ist kein Rosberg (dem dies häufiger gelang), ok ... aber er ist auch keine lahme Schnecke.
Er kriegt aber auch keinen Mehrjahresvertrag. 2019 lief besser, aber noch eine Saison wie 2018 kann er sich womöglich nicht leisten.

Auch wenn Mercedes gerne mal zuviele Junioren verpflichtet und dann nich weiß wohin mit ihnen (Ocon, Wehrlein) ... wenn Bottas nicht liefert, holt man vielleicht Russell. Obgleich man sich eine ähnliche "Berförderung" damals nach dem Rosberg-Rücktritt nicht getraut hat.


Ferrari: #5 Sebastian Vettel; #16 Charles Leclerc

Beigeistert konnte man 2019 bei Ferrari nicht sein. Es reichte für ein paar Siege (und mehr wären vielleicht möglich gewesen ... z.B. in Kanada), aber wie schon 2016 kam man nicht unter die Top3 der Fahrerwertung.

Die Erwartungshaltung war sicherlich eine andere, nachdem Vettel 2017 und 2018 noch des öfteren die WM-Wertung angeführt hatte.

Zusammen mit Leclerc bildet Vettel eine der stärksten Fahrerpaarungen im Feld ... die aber auch zuweilen dazu tendiert auf der Strecke aneinander zu geraten. Hamilton und Bottas haben sich bei manch Zweikämpfen mehr Platz gelassen (z.B. Silverstone).

Der letztjährige Bolide war sehr lang und überzeugte bei High-Speed-Kursen ... in den beiden Vorjahren eigentlich eher eine Domäne von Mercedes. Die Rollen hatten etwas gewechselt ... nun war Mercedes dominant in kurvigen Strecken abschnitten. Ferrari brachte den Top-Speed.
Überholen konnten sie gut, überholt werden ... das machten sie anderen schwer.

Aber das Konzept hatte so auch seine Mängel ... zumeist war man damit bei der Rundenzeit langsamer und beim Reifenverschleiß höher. Wie will man überholen, wenn man nicht an den Gegner rankommt?
Und wenn doch, dann hat man's sich gern mal bei der Strategie verbockt.

Ferrari hat durchaus die Zutaten zum Erfolg. Man sah es auch 2017 und 2018. Aber das Rezept ... das stimmt nicht immer.



Red Bull Honda: #23 Alex Albon, #33 Max Verstappen

Der Wechsel auf Honda hat sich gelohnt. Das Aggregat läuft und braucht sich nicht hinter dem Renault-Motor verstecken. Gleichzeitig pumpt Honda viel Geld rein ... während man bei Renault noch gut was abdrücken musste.

Honda freut sich über die Erfolge ... Balsam auf die japanische Seele, etwas geschunden von den Pleite-Jahren mit McLaren.

Bei Red Bull dachte man eigentlich der Honda-Motor hätte nicht viel Power. Ungewöhnlich für einen Red Bull hatte man nunmehr einen Boliden designed der beim Top Speed mithielt, aber dafür in den Kurven weniger Abtrieb bot als seine Vorgänger.

Verstappen konnte aus dem giftigen RB15 noch gut was rausholen. Pierre Gasly kam mit ihm nicht zurecht. Auch sein Nachfolger Albon hatte Mühe weniger als eine halbe Sekunde hinter Verstappen zu liegen.

Bei Red Bull kann man gute Boliden bauen. Verstappen leckt man quasi die Stiefel. Mit Honda ist man glücklich.
Die Erwartungshaltung an Red Bull ist immer groß ... auch wenn man etwas mehr auf 2021 schielen könnte


Renault: #3 Daniel Ricciardo, #31 Esteban Ocon

Vergleicht man die Qualifikations-Zeiten von 2018 und 2019 und das Abschneiden der Teams nach Punkten, dann war Renault - neben Haas und Williams - eine der größten Enttäuschungen 2019.
Im Jahr davor fuhr Hülkenberg noch den "best of the rest"-Titel ein. Im Jahr 2019 musste man sich oft mit dem Q2 begnügen.
Hinzu kamen häufige technische Defekte ... kurzum, es lief sehr bescheiden.

Ricciardo, den Renault zu einem des bestbezahlten Piloten im Feld gemacht hat, konnte dennoch überzeugen. Er gilt als einer der stärksten Qualifier im Feld und ließ dadurch seinen Teamkollegen hier und da mal alt aussehen. Im Rennen waren beide oft ähnlich schnell, doch Ricciardo erwies sich als geschickter, wenn es darum ging sich den Gegner zurecht zulegen und Übermöglichkeiten zu generieren. Zudem zauberte er manch sehr langen Stint aus dem Hut.

Der Performance-Unterschied zwischen Ricciardo und Hülkenberg war freilich nicht so groß wie die Differenz zwischen ihren Gehältern. Dennoch ... Hülkenberg wurde entlassen. Angeblich weil er zu teuer war. Ricciardos Gehalt schien Schuld daran, dass Hülkenberg nach mehreren Jahren Renault-Dienst in die Röhre schaute.

Und erneut verpasste er die Chance auf ein erstes Podium. Diesmal in Hockenheim.

Hülkenbergs Nachfolger wird Esteban Ocon, früherer Testfahrer des Enstone-Teams und seit Brasilien 2018 der allerbeste Freund von Max Verstappen. Letzte Saison war er beim Weltmeister-Team hinter den Kulissen tätig.

Ocon ersetzte Hülkenberg schon einmal. Als Perez das Renault-Angebot ablehnte und stattdessen Hülkenberg (als zweite Wahl) dann zu Renault ging, fand sich Ocon im frei gewordenen Force-India-Cockpit ein. Er konnte sich - nach der Manor-Pleite - in der Wahl gegen Pascal Wehrlein durchsetzen.

Ocon konnte - ebenso wie Hülkenberg - neben Perez auf ähnlichem Niveau fahren ... auch wenn die 5 Podiums-Platzierungen von Force India in den Jahren mit Perez und Ocon/Hülkenberg allesamt von Perez erzielt wurden.

Der Anspruch wird also ganz klar sein, dass Ocon bei Renault min. eine ähnliche Leistung abrufen kann die Hülkenberg.
Naja ... vielleicht eher wie Hülkenberg 2019, weniger wie Hülkenberg 2018.


Haas Ferrari: #8 Romain Grosjean, #20 Kevin Magnussen

Haas zeigt mal wieder als erstes wie der neue Bolide aussieht. 2018 fuhr man mit einem Abziehbild des 2017-Ferrari ... und war damit erfolgreich.
2019 war eine ziemlich schlechte Saison für das Team. 2020 fährt man da vielleicht lieber wieder mit dem Vorjahres-Ferrari ... geht vielleicht besser.

Alonso und Hülkenberg - zwei von Magnussens besten Freunden auf der Strecke - gucken vielleicht verdutzt, dass jener immernoch in der F1 fährt, während sie selbst - auch wenn sie wöllten - wohl kein F1-Cockpit mehr finden. Magnussen wurde einst - nach mäßigem McLaren-Jahr - auch in Enstone aussortiert (der vorgezogene Palmer flog später) und kam bei Haas nur unter, weil Gutierrez ziemlich langsam wirkte.

Dabei konnte Magnussen 2017 neben Grosjean auch nicht gerade überzeugen ... doch bessere Alternativen wollten sich auch nicht groß bieten.

2018 und 2019 sieht es für Magnussen besser aus. Er brauchte sich hinter Grosjean nicht mehr verstecken. Allerdings hatte er in mehreren 2019 noch mehr Mühe als Grosjean die Reifen halbwegs im Temperatur-Fenster zu halten.

Nach zwei - für seine Verhältnisse - ziemlich schwachen Jahren haben sich viele gefragt, warum das Haas-Team Grosjean den Vorzug gegenüber Hülkenberg gegeben hat (Magnussen hatte schon einen Vertrag für 2020). Doch man ist von seinen Qualitäten überzeugt. Wenn alles passt (Reifen auf Temperatur, keine Probleme mit den Bremsen, einigermaßen gute Laune), dann ist Grosjean durchaus flott unterwegs.

Letztes Jahr hätte auch durchaus mal was rausspringen können. Aber in Melbourne ist Grosjean es schon gewöhnt, dass ein Reifen locker ist. In Brasilien sorgte ein MGU-H-Problem dafür, dass er von Sainz kassiert und dann durchgereicht wurde ... und Sainz holte am Ende ein Podium.

Grosjean weiß sicherlich, dass auch er nicht mehr an das Ferrari-Cockpit kommen wird, von dem er vielleicht noch geträumt hat als er 2013 noch hier und da schneller war als sein Teamkollege Räikkönen. Räikkönen bekam Massas Cockpit ... und der kam bei Williams unter wo Maldonado keinen Bock mehr hatte. Grosjean und Maldonado wurden Teamkollegen am Steuer einer Fehlkontruktion ... während der verdrängte und glücklich bei Williams untergekommene Massa um Poles und Podien fuhr.

Das wird sich Grosjean manchmal anders vorgestellt haben. Aber wie gesagt ... er kann auch etwas glücklich sein, sein Cockpit noch zu haben.

Vielleicht greifen bei Haas die Zahnräder dieses Jahr ineinander. Vielleicht bremsen die Bremsen ordentlich, vielleicht zieht man alle Radmuttern fest an, vielleicht versteht man die Reifen.
Außer Acht lassen sollte man Haas nicht.


McLaren Renault: #4 Lando Norris, #55 Carlos Sainz

2019 war ein überraschend gutes Jahr für McLaren ... und man konnte mit gleichem Antrieb das Renault-Werksteam hinter sich lassen. Während Sainz bei Renault noch von Hülkenberg gebügelt wurde, holte er ein Jahr später den "smooth operator" raus und sammelte fleißig Plätze unter den Top6. Die Lücke nach vorne blieb gewiss groß ... aber McLaren konnte sich klar als 4te Kraft etablieren.

Lando Norris konnte auf der anderen Seite mehr überzeugen als Magnussen und Vandoorne in deren Debüt-Saison. Zwar bot er nicht Sainz' Konstanz, zeigte jedoch hier und da starke Rennen.

Ansonsten fällt das McLaren-Team durch amüsante PKs, lustige Funksprüche und unterhaltsame YouTube-Videos auf. Macht Spaß den Papaya-Boys zuzugucken ... unter Ron Dennis noch undenkbar.

2020 wird das Ziel wahrscheinlich sein den 4ten Platz zu halten. 2021 will man mit Mercedes-Motoren vielleicht wieder mehr angreifen.
Einst wechselte man von Mercedes und Honda, in der Hoffnung mit dem exklusiven Motoren-Deal eine Chance gegen das Weltmeister-Team zu haben, dass man mit dem gleichen Antrieb nicht zu schlagen glaubte (der 2014-McLaren war auch nicht allzu dolle). Allzu erfolfbringend war die Entscheidung nicht.


Racing Point Mercedes: #11 Sergio Perez, #18 Lance Stroll

2019 konnte die Mannschaft aus Silverstone nicht so sehr an die Erfolge der Vorjahre anknüpfen ... aber hier und da fuhr Perez ein starkes Rennen und kämpfte sich immer mal wieder mit einer etwas abweichenden Strategie nach vorne.

Während viele Piloten einen Vertrag haben der Ende 2020 ausläuft, ist Racing Point wohl die einzige Mannschaft, bei der man schon weiß wer bei ihnen 2021 fahren wird. Perez hat einen Vertrag und Stroll wird wahrscheinlich auch weiter Papas Autos steuern dürfen.

Stroll zeichnet sich dadurch aus, dass er mit die meisten Plätze in den ersten Rennrunden gewinnt. Allerdings zeichnet er sich auch dadurch aus, dass seine Qualifying-Ergebnisse regelmäßig schwach sind. Nur Monza scheint ihm da zu liegen.
Er schafft es zwar oftmals sehr lange Stints zu fahren ... aber er hat bei weitem nicht die Rennpace von Perez.

Lawrence Stroll und seine Geschäftspartner investieren ordentlich in den Rennstall. In Silverstone wird die Infrastruktur massiv ausgebaut.
Stroll hat sich für 200 Millionen Pfund 16,7% der Anteile an Aston Martin ins Portfolio geholt. Das bedeutet, dass der Rennstall 2021 unter neuem Namen antreten wird.

Nach seinem enttäuschenden McLaren-Jahr hat Perez schon vor längerem die Hoffnung aufgegeben, jemals in ein Top-Team zu wechseln ... und einen Wechsel zu Renault lehnte er ab. Wer weiß ... vielleicht lohnen sich die Investitionen eines Tages und die Mannschaft aus Silverstone fährt irgendwann wieder vorne mit. Wie damals 1999.


Sauber Ferrari: #7 Kimi Räikkönen, #99 Antonio Giovinazzi

Räikkönen hatte letztes Jahr einen guten Start in die Saison. Er kämpfte nicht um Podien, sondern im Mittelfeld ... aber er schien Spaß am Fahren zu haben. Erst später in der Saison stockte die Update-Maschine bei Sauber etwas. Überraschte man zu Saisonbeginn noch mit einem unkonventionellen Frontflügel ... so blieben später größere Einfälle eher aus.

Antonio Giovinazzi tat sich neben Räikkönen sehr schwer. An die Leistungen seiner GP2-Saison 2016 konnte er nicht anknüpfen. Vielleicht war er etwas eingerostet, nachdem er 2017 und 2018 wenig gefahren war?

Sein Rückstand auf Räikkönen war groß. Öfters schied er im Q1 aus, wenn Räikkönen ins Q3 kam. Erst später im Verlaufe der Saison konnte er etwas mehr mithalten ... aber nie übermäßig begeistern.

Giovinazzi wird sich strecken müssen. Kimis Vertrag geht zwar nurnoch bis Jahresende, aber er würde vielleicht auch für nen Appel und n Ei fahren, weils ihm mehr Laune macht als zuhause rumzusitzen. Schaut Giovinazzi erneut neben Kimi alt aus, dann wird er nie ein Kandidat für ein Ferrari-Cockpit sein (falls Vettel mal geht) ... und dann wird Ferrari vielleicht einen anderen Junior aus dem eigenen Fahrer-Kader ausprobieren.

Und wenn Kimi doch aufhört? Auch dann wäre Giovinazzis Cockpit nicht sicher, wenn er erneut hinter seinem Teamkollegen herfährt.

Ferrari hat mit Marcus Armstrong, Robert Shwartzman, Callum Ilott, Mick Schumacher und Giuliano Alesi gleich 5 Fahrer in der Formel 2. Das wird unter Umständen eine Ferrari-Ausscheidungs-Meisterschaft. Insbesondere Armstrong und Shwartzman kommen mit mehreren Erfolgen aus der Formel 3 in die Serie. Mal schauen ob ihnen der Umstieg besser gelingt als Schumacher.


AlphaTauri Honda: #10 Pierre Gasly, #26 Daniil Kwjat

Umbenannt in die Red-Bull-Klamottenmarke tritt das Toro-Rosso-Team unter neuem Namen an. Red Bull hat in den vergangenen Jahren so manch Pilot verbraucht ... in der Hoffnung einen zweiten Verstappen zu finden. Da holt man auch früher rausgeworfene zurück. Hartley, Albon, Kwjat ... alles Piloten die bei Red Bull schonmal rausgeworfen wurden.
Für Gasly, der zu Red Bull aufrücken durfte, weil man bei Red Bull den Sainz nicht zurück wollte, ging es letztes Jahr auf und ab.
Bei Red Bull enttäuschte er. Zurück bei Toro Rosso fühlte er sich wieder wohl und glänzte in Brasilien.

Nachdem Dan Ticktum nach langer Führung die F3-Meisterschaft gegen Mick Schumacher verlor und anschließend in Super Formula und F3 Asian Winter Series (sollte da noch die fehlenden Punkte zur Superlizenz holen) wenig gebacken kriegte, wurde er bei Red Bull entlassen (mittlerweile hat er bei Williams angedockt) und Kwjat wurde quasi zur Ersatzlösung.

Man ist mit Gasly und Kwjat zufrieden ... aber ob sie jemals etwas für das Red Bull Team wären? Gasly kam schon einmal mit einem Red Bull Boliden nicht zurecht ... und Kwjat wirkt fast wie eine Übergangslösung, bis ein neuer Fahrer aus dem Red Bull Kader nachkommt.

Jüri Vips (schlug z.B. den Ferrari-Junior Armstrong in der deutschen Formel 4) kämpfte letztes Jahr mit um den Formel-3-Titel. Leider hat Red Bull ihn nicht in die Formel 2 gesetzt. Vips nimmt - wie schon andere Red Bull Fahrer (Gasly, Ticktum) - den Weg über die Super Formula.

Dort hat er Patricio O'Ward ersetzt. Die FIA erklärte, dass O'Ward die Superlizenz für seine Erfolge bei den Indy Lights nicht bekäme, weil das Fahrerfeld zu klein war. Damit stand für Red Bull nicht mehr in Aussicht, dass O'Ward an eine Superlizenz kommt ... und so wurde er entlassen. Er kam bei McLaren im IndyCar-Team unter. McLaren scherzte, man nehme gerne entlassene Red-Bull-Fahrer auf. Eine Anspielung auf Sainz und seine Leistungen 2019.

Sollte Vips sich in der Super Formula gut verkaufen (wie Gasly), dann wird es vielleicht eng für einen Toro-Rosso AlphaTauri-Fahrer


Williams Mercedes: #6 Nicolas Latifi, #63 George Russell

Der 2018-Bolide war eine Katastrophe ... der 2019-Bolide ein Desaster. Nach dem Saisonstart in Melbourne gab es eine Grafik, welche die Quali-Zeiten des schnellsten Mercedes-Piloten der letzten drei Melbourne-Qualis vergleich. Beeindruckend wie viel schneller es Jahr um Jahr ging. Und dann gab es eine Grafik für Williams.
Andere Teams wurden schneller ... bei Williams fuhr man so schnell wie 2018 und 2017.

Es dauerte eine Weile bis das Team überhaupt mal in die Nähe kam, aus eigener Kraft um den Einzug in ein Q2 mitkämpfen zu können.

Meist gaben die Williams nur ein trauriges Bild ab. Gepaart wurde das mit Gerüchten man fahre mit alten Teilen die ihre Lebensdauer eigentlich überschritten hätten und man müsse ständig Sorgen haben, dass irgendwas am Auto abfällt.

Paddy Lowe - bei Mercedes noch Erfolgsverwöhnt - muss seinen Platz als technischer Direktor wieder räumen.

Die Zukunft sieht auch nicht unbedingt rosig aus ... denn das Geld bleibt knapp. Letzte Saison hatte man massive Probleme die Reifen ansatzweise im Temperaturfenster zu halten ... das wird womöglich so bleiben.

Robert Kubica hatte - erwartungsgemäß - gegen den Youngstar George Russell nicht viel entgegenzusetzen. Er hatte seit seinem Unfall ein paar GT3-Rennen gefahren ... aber für ihn war es z.B. der erste stehende Rennstart seit Ewigkeiten.
Kubica hatte irgendwann keine Lust mehr, fühlte sich bei Williams auch ungerecht behandelt. Mit seinen Orlen-Sponsor-Millionen ist er zu Haas gegangen.

Neu im Team ist Nicolas Latifi der, man darf das ruhig so sagen, ein Paydriver ist. Latifi konnte zwar letztes Saison erstmals einen Teamkollegen in der Formel 2 hinter sich lassen (und somit den Vizetitel holten) ... aber die Erwartungen an ihn sind nicht die höchsten.

Mal schauen ... vielleicht ist Williams diesmal in Melbourne schneller als 2017.
Vielleicht fährt man auch weiterhin weit hinterher.


Regeln

Viel ändert sich nicht an den Regeln, bevor es 2021 zum großen "Umbruch" kommt. Ein paar Details werden geändert.


Wintertests

Es gibt 2 Testtage vor der Saison weniger, also nurnoch 6 statt 8. Neu ist, dass die Teams ihre Garagen nicht mehr durch Stellwände vor fremden Blicken verbergen dürfen.
Mal schauen ... vielleicht machen sie dann einfach das Tor zu.
Ausnahme: Wenn der Unterboden nicht montiert ist, oder nach einem Unfall.


Ziel

Nach dem Patzer mit der LED-Anzeige gilt nun wieder die schwarz-weiß-karierte Flagge als offizielles Signal für das Rennende. Man geht also zurück zum früheren Stand (nachdem man da z.B. mit Pele oder Winnie Harlow zur falschen Zeit gesagt hatte, wann der Promi winken soll).


MGU-K

Aufgrund der Erhöhung auf 22 Saisonrennen dürfen die Piloten dieses Jahr 3 statt 2 MGU-Ks einsetzen.


Gewicht

Das Mindestgewicht wird um 2kg auf 745kg erhöht.


Wiegen

Das Missachten der Aufforderung zum Wiegen im freien Training zieht nicht mehr automatisch als Strafe den Start aus der Boxengasse nach sich.


Flüssigkeiten

Es wird ein zweiter Sensor vorgeschrieben, um die Benzindurchflussmenge zu kontrollieren. Es darf - neben dem Hauptöltank - nurnoch ein zusätzlicher Öltank verbaut werden, der mitsamt Zuleitungen max. 2,5l fasst.
Außerhalb des Monocoques dürfen nurnoch 0,25l Treibstoff gespeichert werden (vorher maximal 2 Liter)


Spiegel

Die Regeln für die Spiegelhalterungen werden etwas präzisiert, damit sie weniger aergodynamisch "missbraucht" werden.


Kupplungshebel

Die Vorgaben für die Kupplungshebel werden eingeschränkt, so dass der Fahrer von der Technik weniger Unterstützung beim Start hat. Oder so...


Batterien

Sie dürfen zwischen Qualifying und Rennen nicht mehr getauscht werden ... außer wenn ein Defekt vorliegt, sicherlich.


Bremsbelüftungen

Die Bremsbelüftungen werden in die "listed parts" aufgenommen, müssen also von den Teams selbst konstruiert werden.


Frühstart

Für Frühstarts sind nun auch mildere Strafen (z.B. 5-Sekunden-Zeitstrafe oder 10-Sekunden-Zeitstrafe) möglich (bisher gab es Durchfahrtsstrafe, oder 10-Sekunden Stop & Go)


Superlizenzpunkte

Wer in einem freien Training 100km zurück legt, ohne einen Strafpunkt zu kassieren, bekommen einen Superlizenz-Punkt gutgeschrieben. Maximal 10 dieser Extra-Punkte können in einem 3-Jahres-Zeitraum angesammelt werden.


Frontflügel

Um das Risiko von Reifenschäden zu verringern, dürfen die letzten 50mm des Frontflügels an den Außenseiten kein Metall enthalten.


Reifen

Pirelli hatte Reifen für 2020 entwickelt, welche - aufgrund einer veränderten Seitenwand-Konstruktion - über ein größeres Temperaturfenster stabil sein sollten und weniger anfällig für Graining und Blistering sein sollten. Ihre peak performance (und damit der Grip) war jedoch geringer als bei den 2019-Modellen, weswegen die F1 sich entschieden hat die letztjährigen Mischungen und Konstruktionen weiter zu verwenden.
 
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desl

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Die geplanten Termine für Präsentationen:

11. Februar: Ferrari (Reggio Emilia/Italien)
12. Februar: Red Bull (Silverstone/Großbritannien)
12. Februar: Renault (Paris/Frankreich)
13. Februar: McLaren (Woking/Großbritannien)
14. Februar: Mercedes (Silverstone/Großbritannien)
14. Februar: AlphaTauri (Salzburg/Österreich)
17. Februar: Williams (online)
17. Februar: Racing Point (Mondsee/Österreich)
19. Februar: Alfa Romeo (Barcelona/Spanien)
 

desl

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Die Bilder des Haas VF20 in größer ... sieht aus wie eine Mischung aus Haas VF19 und Ferrari SF90.

Schon beeindruckend wieviel Mühe die sich bei gerenderten Bildern geben...


racefansdotnet-20200206-140422-2.jpg

racefansdotnet-20200206-141230-1.jpg

racefansdotnet-20200206-140446-1.jpg

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racefansdotnet-20200206-140430-3.jpg
 

karmakaze

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Selbst wenn man in Zandvoort schlecht überholen kann ... der Kurs sticht heraus. Das Streckenprofil setzt sich ab von den Tilke-Strecken. die Steigungen und Dünen lassen Kurse wie Sotschi noch langweiliger aussehen. Die Kiesbetten werden Fehler nicht so verzeihen die die Parkplätze in Le Castellet.
Le Castellet ist ein guter Vergleich. Was Le Castellet wie Zandvoort aber spannend macht, ist weniger die Länge von Geraden oder Schnelligkeit von Kurven, sondern die Nähe zum Meer, weswegen es sehr schnell zu Balanceproblemen kommen kann, die irgend wem nützen. Klar, andere Kurse liegen auch am Meer, aber beide Strecken gelten als recht windig.
Bei Red Bull dachte man eigentlich der Honda-Motor hätte nicht viel Power. Ungewöhnlich für einen Red Bull hatte man nunmehr einen Boliden designed der beim Top Speed mithielt, aber dafür in den Kurven weniger Abtrieb bot als seine Vorgänger.
Hmm, nicht ganz. Der Bolide war sehr wohl auf sehr viel DF designed, besonders der Frontflügel und die Barge Boards. In Sachen DF-Generierung waren sie glatt die Nummer 2, nicht weit weg von Merc. Aber, sie fuhren sehr häufig einen sehr kleinen Heckflügel, was zur Instabilität des Hecks ("leichtes Heck") führt, da man vorn viel und hinten wenig DF generiert. VER kam damit zu recht, GAS weniger.
Die Zukunft sieht auch nicht unbedingt rosig aus ... denn das Geld bleibt knapp. Letzte Saison hatte man massive Probleme die Reifen ansatzweise im Temperaturfenster zu halten ... das wird womöglich so bleiben.
Das inhärente Problem von Williams ist auch nach 2 Jahren nicht gelöst, der Bolide ist bei Lastwechseln und beim Bremsen sehr instabil. Das hat an sich nichts mit den Reifen zu tun. Als Folge dieser Instabilität frisst es aber bei FW die Reifen auf.
Die Vorgaben für die Kupplungshebel werden eingeschränkt, so dass der Fahrer von der Technik weniger Unterstützung beim Start hat. Oder so...
https://www.motorsport.com/f1/news/f1-2020-tech-regulations-clutch-oil-burn/4379375/ schrieb:
Should a team wish to use two clutch paddles on the steering wheel, each paddle must now be identical in form, motion and mapping - and drivers may be asked to demonstrate that both paddles work identically.

Furthermore, the paddle must work linearly with the clutch - meaning that the drivers’ actions must be wholly representative of the engagement of the clutch.

Article 9.2.1, section F in the technical regulations states that: “To ensure that the signals used by the FIA ECU are representative of the driver’s actions, each competitor is required to demonstrate that the paddle percentage calculated by the ECU does not deviate by more than +/-5% from the physical position of the operating device measured as a percentage over its entire usable range.”
Darum geht es. Im Grunde will man hier mehr standardisieren und nicht auf (teure) individuelle Kupplungshebel setzen, die dazu noch in gewissem Maße von Software mitgesteuert werden können.
 

sc1988

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Hier schonmal die neue Lackierung vom Mercedes. (der Wagen ist ein alter)
Für mich nach dem farblichen gelungen W10 ein klarer Rückschritt.
Die roten Akzente sehen aber gut aus.
Da wird gut Kohle fließen, der Verbleib von Mercedes wird immer wahrscheinlicher. (hätte ich vor einem Monat gegen gewettet)

Edit: 20 mio. Pfund im Jahr soll es geben. (5 Jahre)
 
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Professor Moriarty

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So, heut geht es los mit der „roten Göttin“. Gerüchtweise (laut angeblich teaminternen Quellen) hatte man massive Probleme mit der Aerodynamik. Man darf gespannt sein.

Die Top-3 sind natürlich stets Blicke wert, aber Renault und McLaren finde ich mindestens genau so interessant, wie sie einen Weg nach vorne machen wollen. Die Key-Designs sind für mich sowieso spannend, da er oft recht erfolgreich ist und andere Ansätze präsentiert, die erstaunlich nahe an Mercedes rankommen. McLaren traue ich insofern noch mehr ne Überraschung zu, gleichwohl deren Neuansätze oftmals zwischen Genie und Wahnsinn liegen. Immerhin ist man mutig.

Bei AlphaTauri hoffe ich, dass ein unabhängiger Ansatz erhalten bleibt. Ein neues, optisches Design wird sicher folgen. Aber auch bei Alfa und Racing Point sind die Designer schon kreativ effektiv gewesen in der Vergangenheit.
 

desl

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Die Key-Designs sind für mich sowieso spannend, da er oft recht erfolgreich ist und andere Ansätze präsentiert, die erstaunlich nahe an Mercedes rankommen. McLaren traue ich insofern noch mehr ne Überraschung zu, gleichwohl deren Neuansätze oftmals zwischen Genie und Wahnsinn liegen. Immerhin ist man mutig.
McLaren hofft halt, dass man nen Boliden raushaut wie damals der Sauber C31.

Nachdem man Sauber-Chefdesigner Matt Morris holte - um aus dem plumpen 2014-McLaren einen überhitzenden McLaren mit Problemkind-Triebwerk zu machen, versucht man es nun mit Morris' damaligen Kollegen Key.

Par Fry, der ja Morris ersetzte - glaube ich - ist ja nun bei Renault, wo man auch Dirk de Beer holte (der bei Williams das low-drag-Konzept ad acta legte ... was aber auch keinen Erfolg brachte)
 

desl

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Das sollen wohl beides SF90 vom Vorjahr sein, die noch ein paar Showruns in Reggio Emilia machen sollen.

Der SF90 Stradale soll wohl auch mit dabei sein.
 

sc1988

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Die Plane sieht eher pink aus auf dem Foto, mag wohl an der Sonne liegen...
Seid nicht so aufgeregt, es ist doch durch die Plane zu sehen das dieser Wagen nur 3. Kraft ist.:LOL:
 

karmakaze

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Ich finde noch kein schönes Bild vom Double Boomerang oder den Hörnern am oberen Einlass. Habt ihr da was?
 

Professor Moriarty

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Leider nein, hab es nur live gesehen. Mein erster Eindruck, der natürlich täuschen kann: Die Anstellung wirkt noch extremer, der Radstand ist gefühlt länger und das Heck schmäler. Den doppelten Boomerang und die Hörner als interessantes Detail hast du schon erwähnt.

Gefällt mir durchaus, wirkt stimmig. Die langweilig oder gleich wie letztes Jahr Kommentare kann ich da nicht nachvollziehen, da war rot schon deutlich konservativer. Das Reglement lässt auch nicht so wahnsinnig Spielraum. Zumal es für Ferrari in erster Linie essenziell ist mehr Downforce zu generieren, um nicht wie letztes Jahr so einseitig konzeptionell zu enden. Die Aufhängung ist dementsprechend auch neu. Da wäre schon viel gewonnen. Ich denke das war schon nicht so einfach vergleichsweise zu den anderen Top-Teams. Ob dann die Gerüchte stimmen, dass man mit der Aerodynamik massiv Probleme hat(te), stellt sich ja bald raus. Am Antrieb soll man ja auch noch intensiv gearbeitet haben, war vielleicht dringend notwendig nach den strengeren Kontrollmechanismen ;).
 
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karmakaze

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Leider nein, hab es nur live gesehen. Mein erster Eindruck, der natürlich täuschen kann: Die Anstellung wirkt noch extremer, der Radstand ist gefühlt länger und das Heck schmäler. Den doppelten Boomerang und die Hörner als interessantes Detail hast du schon erwähnt.

Gefällt mir durchaus, wirkt stimmig. Die langweilig oder gleich wie letztes Jahr Kommentare kann ich da nicht nachvollziehen, da war rot schon deutlich konservativer. Das Reglement lässt auch nicht so wahnsinnig Spielraum. Zumal es für Ferrari in erster Linie essenziell ist mehr Downforce zu generieren, um nicht wie letztes Jahr so einseitig konzeptionell zu enden. Die Aufhängung ist dementsprechend auch neu. Da wäre schon viel gewonnen. Ich denke das war schon nicht so einfach vergleichsweise zu den anderen Top-Teams. Ob dann die Gerüchte stimmen, dass man mit der Aerodynamik massiv Probleme hat(te), stellt sich ja bald raus. Am Antrieb soll man ja auch noch intensiv gearbeitet haben, war vielleicht dringend notwendig nach den strengeren Kontrollmechanismen ;).
Hmm, was die Anstellung betrifft, so tricksen ja viele bei der Vorstellung, sieht ja auch sportlicher aus. Ob das real ist, wird sich noch zeigen. Die Länge kann ich wirklich nicht beurteilen, keine Ahnung. Edit: Piola sagt, 10mm kürzer...

Ein paar Dinge, die mir aufgefallen sind:
  • Nasenflügel / Nostrils noch ausgeprägter und länger
  • Andere Form der Sidepod-Inlets, offenbar keine Öffnungen nach außen hin
  • Die zweite Strebe bei den Sidepod-Aufhängungen ist deutlich kleiner geworden und leicht schief, unten deutlich nach innen gewannt
  • Die Sidepod-Aufhängungen sind wie bei RB und dem späten Merc jetzt offen und nicht zusammenhängend
  • Massiv schmale Sidepods, sowohl von vorn gesehen (der untere Teil unter den Aufhängungen ist enger am Bodywork) als auch von der Seite (ähnlich dem was Merc ab Mitte der Saison 2019 vorgestellt hatte etwas nach unten gezogen)
  • Scheinbar zwei Öffnungen beim Top-Inlet, vielleicht ist aber die untere zu
  • Noch massiverer Incut bei den hinteren Sidepodenden, dadurch noch extremere Coke Bottle
  • Doppel-Boomerang (das ist nicht neu, nur größer und höher) und nach oben gezogene Hörner neben dem Top-Inlet
  • Die ersten drei Elemente der Barge Boards fangen sehr hoch an - da gibt es auch Diskussionen zu Legalität und Loop holes zu
  • Flügel laufen außer Konkurrenz, hier sehen wir fast nie wirklich neue Teile
  • Die Heckaufhängung scheint mir anders montiert, es wirkt als wäre das obere Strebenpaket runder (mir fehlen da aber auch Detailbilder)
  • Von Diffusor und Heck sieht man gar nichts (bin da dankbar für Bilder)
In Summe wirkt das alles sehr stimmig, aber auch sehr stark inspiriert bei anderen. Boomerangs kennt man reichlich von den anderen großen Teams und McL, z.B. Um es einfach zu machen, fast alles außer Boomerangs und Hörner geht weiterhin Richtung Aero-Effizienz und so wenig Drag wie möglich bei maximal aufgeräumten Heck. Nichts davon kommt unerwartet, mehr Evolution als Revolution, was ja aber auch allzu verständlich ist.
 
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sc1988

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Ob das mit den Barge Boards bestand hat würde ich erstmal abwarten.
Die Autos werden alle starken Wiedererkennungswert haben mit dem Vorgängern.

Präsentation Ferrari SF90: Die besten Fotos

Hier mal der Vorgänger von vor einem Jahr. (leider etwas tiefer das Foto)

Also etwas komplett anderes sehe ich nicht, was aber auch nicht zu erwarten war.
Etwas mehr hätte ich erwartet, aber lieber die 2 Testwoche abwarten.
 

sc1988

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Viele Bilder, am Ende Vergleichsbilder mit dem 2019er Wagen.
 

desl

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Der Ferrari sieht stimmig aus, finde ich. Keine großen Überraschungen, eher Änderungen an Details, auch wenn man bei Ferrari selbst von "Extremen" spricht.

Im Heck nochmal ein Stück schlanker.
Die Aufhängung wirkt mir etwas Mercedes-Inspiriert.
Optisch größte Baustelle die Bargeboards (wobei man Frontflügel und Heckflügel von letzter Saison zeigt), die mich teilweise an die von McLaren erinnern.

Die Bilder in der größten Auflösung (4000 x 2667 Pixel), die ich von ihnen gesehen hab: https://ibb.co/album/c6B3Qa
 

desl

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11. Februar


Ferrari: Zeigt den SF1000

Mercedes: Zeigt Bottas 3.0


 

desl

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Heute auf dem Programm:

Renault um 14 Uhr ... wobei noch nicht klar ist, was Renault genau zeigt.
Der R.S.20 wird beim Event in Paris nicht physisch präsent sein. Eindrücke sollen online gestreut werden. Vielleicht ein paar Render?
Ricciardo und Ocon sind bei der Veranstaltung in Paris, einen Livestream gibt es jedoch nicht.


Red Bull wird in Silverstone heute den Shakedown absolvieren.
Es wird spekuliert, dass schon am Vormittag Bilder vom Auto veröffentlicht werden.
 
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