Original geschrieben von Ekilic
Du glaubst ja wohl nicht wirklich, dass Metallica mit The Unforgiven II absahnen wollten. Abgesehen davn, dass sie das auch nicht haben.
Und wenn Du "and Justice For All" und das schwarze Album als einfallslos bezeichnest, kann ich nur den Kopf schütteln.
O.k., "...and justice for all" hab ich vollkommen vergessen, stimmt, war ein Riesenalbum, "One" vielleicht ihr bester Song überhaupt. Aber das sogenannte schwarze Album war, zumindest für mich, nix, gar nix, Hühnerkot :laugh2:
Ehrlich, die Balladen sind schwülstig und angedacht für Otto Normalmusikhörer, dann von sich behaupten kann, ein brutal harter Rocker zu sein, weil er jetzt Metallica hört, dabei ist "Enter Sandman" ist nur im Vollrauch zu ertragen, einzig "Wherever I may roam" hebt sich positiv ab.
O.k., ist auch nur meine bescheidene Meinung. Ich war nie der 100 % tige Hardcore-Metallica Fan, aber "Ride the lightening" oder eben "Master of puppets" sind für mich Meilensteine des Heavy Metal und mit dem Schwarzen Album haben sich für den "normalen" Markt geöffnet. Was an sich ja nix schlimmes ist, aber in meinen Augen ist dabei die Kreativität auf der Strecke geblieben. Load und Reload zeugen davon...
Ich bin ja nicht grundsätzlich gegen Stilwechsel, Queen z.B. haben diesen bis zur Perfektion betrieben und in meinen Augen war selbst die poppige Phase überragend, aber die meisten Bands lassen für den kommerziellen Erfolg, Experimentelles oder Kreatives weitestgehen bei Seite.
Das sehe ich übrigens bei AC/DC genau so. Die haben mit ihrem wohl zwangsweisen Stilwechsel, ebenfalls bei einem schwarzen Album (das ich aber immer noch Weltklasse finde) angefangen, sich dem Markt zu öffnen, waren damit erfolgreich und spielen nun mehr oder weniger alle 2 oder 3 Jahre eine Kopie von Back in Black ein...und live leben sie immer noch von den Songs aus Bon Scott-Zeiten bzw. von Back in Black, und man bedenke, das Album ist aus dem Jahr 1980 - aber die Leute lieben die Band, obwohl (oder weil?) die Band sich immer noch anhört, wie im Dezember 1980 auf der damaligen Deutschland - Tournee. Und ich kauf mir jede neue Scheibe, obwohl ich selbst weiß, daß diese nach dreimaligen Hören auf Ewigkeiten in den hintersten Ecken meiner CD-Sammlung verschwindet...
@zu den Ärzten: sie sind wohl inzwischen "Gegangene" ihres eigenen Kultes. Ich hab sie vor 2 Jahren vor der Deutschland-Tournee erlebt, als sie in München ein Konzert unter anderen Namen vor 400 Leuten gegeben haben. Und die Jungs haben's wirklich drauf. Dachte ich zumindest. Bis ich sie dann 2 Monate später in der Olympiahalle gesehen habe - aber der Erfolg heiligt die Mittel...