Interessante Etappe heute erneut. Ligurien auch sehr schön (war ich auch schonmal, z.B. in Genua und San Remo).
Die Etappe irgendwie vergleichbar mit dem Schlussteil Mailand - San Remo, jedoch mit mehr und längeren Hügeln.
Vor diesen Hügeln wurden die Fluchtgruppen gestellt.
Movistar war heute erneut sehr engagiert

und ist auf Krawall in die Capi gefahren. Mit dem Ziel "die kräftigen Sprinter abhängen" für einen reduzierten Sprint und Etappensieg Orlis Aular.
Der 1. Teil des Plans gelang: Ackermann, Groenewegen, Magnier, Milan, Lund Andresen, van Uden wurden abgehängt und sie kamen auch nicht mehr heran.
NSN (für Ethan Vernon oder Corbin Strong) und EF Education (für Madis Mikhels oder Michael Valgren) fanden ebenfalls Interesse an dem Plan und halfen das Tempo vorne hoch zu halten.
Auf den letzten Kilometern wurde es etwas chaotisch, weil keine richtigen Sprinterzüge mehr vorhanden waren, plus Attacken von z.B. Ciccone.
Im Bonussprint sicherten sich Eulalio 6 Sekunden, Ben O'Connor 4 Sekunden und Beloki 2 Sekunden.
Visma-Lab übernahm nun die Kontrolle bei der Anfahrt zum Zielsprint.
Doch dann kam Alec Segaert (Bahrain) in Aktion. Am Visma-Train vorbei in einer Kurve und losgelatscht. Er ist als Zeitfahrer und in solchen Aktionen superstark. Das Feld holte ihn bei seinem Solo auf den letzten 3 km einfach nicht mehr ein.
Dieses belgische Talent finde ich ziemlich kool. Auf so eine Art (langer Sprint à la Cancellara oder Ganna) hat er diese Saison schon Rennen gewonnen oder war nah dran.
NSN (Vernon Platz 4)
EF Education (Mikhels Platz 7)
und vor allem
Movistar (Orlar Platz 6)
wurden für ihren Aufwand und ihr Engagement (mal wieder) nicht belohnt.
Dennoch begrüße ich es sehr, dass Movistar eine aktive Fahrweise zeigt bzw. an der Spitze des Pelotons Tempo macht.
Dafür waren sie über Jahrzehnte bekannt, allerdings hatten sie da noch Spitzenfahrer, die so eine Aktion auch zuende führen konnten (Valverde).
Das späte Liquigas Team (mit Basso, Nibali, Sagan, Moreno Moser) war ebenfalls zeitweise sehr cheffig unterwegs.
Sowas sorgte immer für Abwechslung, wenn kein Radioshack, Team Telekom oder Team Sky ihre Abschussrampen sortierten.