Allerdings, der Krieg ist in vollem Gange und es droht ein komplettes Desaster, dass den HSV um Jahre zurückwerfen würde:
http://www.abendblatt.de/daten/2008/11/12/970053.html
Und das ist beileibe kein Meinungsmach-Artikel, wie man sie ja gemeinhin aus dem Hause Springer kennt, genau so sieht es aus. Wenigstens scheint die übergrosse Mehrheit das ähnlich zu sehen: nach einer Umfrage eben dieses Blattes sprechen sich bisher 89 % für einen Verbleib Hoffmanns aus und die Leserkommentare sind mehr als eindeutig. Kleiner Auszug:
"Nun ist es raus: die Irren wollen die Anstalt übernehmen! Von langer Hand vorbereitet, machen die selbsternannten Rauten-Ritter jetzt ernst mit ihrem unheiligen Kreuzzug gg. den aktuellen Vorstand und damit letztlich gg. den HSV. Es läuft der Staatsstreich auf Vereinsebene. Aber warum: Ging es dem HSV-Profifußball sportlich, wirtschaftlich und im öffentlichen Ansehen je besser als unter Hoffmann, Kraus und Beiersdorfer? Richtig, da muß man lange zurückblicken zur Ära Klein/Netzer/Happel."
oder
"Wenn es nach den beknackten Supporters ginge, würde der HSV heute noch im alten Volksparkstadion spielen und der Profilneurotiker Hunke würde vielleicht mal wieder Präsidenten! Gedanklicher Schlachtruf der Supporters: Vorwärts nimmer, rückwärts immer!"
und "Oh Gott oh Gott, Gnade uns gleichnamiger wenn diese Dummköpfe sich beim HSV durchsetzen. Dann schaffen wir es endlich in die unteren Regionen des unbezahlten Fussballs. Ein Profiverein muss von Profis geführt werden und nicht von Leuten die der Vergangenheit nachträumen und ihr Kneipenbierdunst gelaber verwirklichen wollen."
Das wird in jedem Fall ein echter Showdown am 8.12. (Ochsenzoll) und 25.1. (JHV) - ich hoffe die Daten stimmen. Man kann dem HSV nur wünschen, dass sich alle halbwegs real denkenden HSV-Mitglieder dazu bequemen, auch wirklich zu erscheinen. Dann ist zwar möglicherweise roter Alarm in Sachen Sicherheit geboten, aber der Super-GAU kann vielleicht verhindert werden. Sollte sich die unselige Connection in der SC-Führung durchsetzen, ist der HSV auf Jahre schwerst geschädigt und die gesamte Arbeit der letzten Jahre für die Katz. Ein Vollprofi mit entsprechenden Ansprüchen wie Jol ist dann garantiert am Saisonenende weg, Beiersdorfer sowieso und von Transfers a la VdV, Petric und Co wird man nicht mal mehr träumen können. Wenn das angedachte Supporters-Szenario sich durchsetzt, heissen die Konkurrenten nicht mehr Bayern, Schalke, Bremen, sondern Frankfurt und Gladbach.
Unfassbar und ein Alarmsignal an ALLE Vereine, die auch nur irgendetwas erreichen wollen, Fan-Mitbestimmung massiv zu überprüfen. Denn ähnlich mafiöse Strukturen in der Meinungsmache unter den Fans gibt es längst auch in etlichen anderen Clubs.