«Er spielt die Menschen
gegeneinander aus», sagte Wörns, Abwehrspieler des Bundesligisten
Borussia Dortmund, in einem Interview mit der Tageszeitung «Ruhr
Nachrichten» (Freitag-Ausgabe). Dabei bezieht sich Wörns speziell auf
die Torhüterfrage zwischen dem Münchner Oliver Kahn und Jens Lehmann
von Arsenal London.
«Kahn sagt, Klinsmann habe ihm bestätigt, dass er die Nummer eins
sei. Dann fragt der Lehmann beim Klinsmann nach, ob das denn so
stimmt und erhält die Antwort, so habe er, also Klinsmann, das nie
gesagt», meinte Wörns. Ihm könne niemand erzählen, dass der
Bundestrainer die Torhüterfrage für die WM in Deutschland noch nicht
entschieden habe. Wörns: «Sollen sich die betroffenen Spieler all die
Aussagen eingebildet haben?»
Derzeit wisse Wörns «wirklich nicht», ob er Klinsmann auf der
Straße grüßen würde.
Als Konsequenz aus seiner Kritik am Bundestrainer spürt Wörns,
«dass die Leute mehr Respekt vor mir haben, weil ich bei der
Nichtberücksichtigung durch Jürgen Klinsmann klar meine Meinung
gesagt habe». Es sei wohl etwas dran, dass im Fußball nur der etwas
gelte, der anecke: «So pervers das klingen mag.» Dabei habe er ein
Gefühl der Zufriedenheit: «Es arbeitet sich natürlich leichter und
lockerer, wenn man aus allen Richtungen Zuspruch erfährt.»