Boxfreunde, Boxgegner, Boxskeptiker aufgepasst! Man mag es kaum glauben, in der Königsklasse des Berufsboxens findet endlich wieder eine Titelvereinigung statt, das erste Mal seit 1999. „Stahlhammer“ Dr. Wladimir Klitschko (31, Foto) aus der Ukraine und der Russe Sultan Ibragimov (32) haben sich entschlossen, ihre WM-Gürtel der IBF und der WBO am kommenden Wochenende im altehrwürdigen Madison Square Garden von New York aufs Spiel zu setzen. Angesichts dieser historischen Titelzusammenführung können sich hartgesottene Boxkenner wahrscheinlich mit der obligatorisch überschwänglichen, jedoch boxlaienhaften RTL-Berichterstattung die Nacht um die gequälten Ohren schlagen. Diesmal malträtiert von der oberflächlichen Moderation eines Florian König und von verzückten Superstar-Schwärmereien, die Kai Ebel aus dem üblichen Promi-Gesocks herausschleimt. Ganz zu schweigen vom profunden Expertenwissen des Tobias Drews, von dem man dummerweise in den letzten Boxübertragungen nicht mehr viel erkennen konnte und davon, dass die einstige „deutsche“ Antwort auf Michael Buffer nicht als Ringsprecher auftritt, sondern als ausgewiesener Kenner der US-Boxszene, macht Ringpausenwerbung & Co. auch nicht mehr wett. Aber vielleicht gilt für die angesprochene TV-Übertragung ja Ähnliches wie für die anstehende Auseinandersetzung im Ring: Die besten Momente erlebt man meist immer dann, wenn man sie am wenigsten erwartet. Zu unserem Vorbericht: