Macht die Bundesliga ohne grundlegende Reformen noch Sinn?


Wann holt das nächste mal ein anderer Verein als der FC Bayern die deutsche Meisterschaft?


  • Umfrageteilnehmer
    66

xEr

Bankspieler
Beiträge
13.046
Punkte
113
Die Bundesliga ist die europaweit finanziell gesündeste Liga mit einem höheren Zuschauerschnitt als die PL. Diese Schwarz Malerei ist da einfach nur deplatziert. Who cares wenn man die hyper Kommerzialisierung und Ausverkauf ala PL nicht mitmacht. Die fans finden die Liga offensichtlich hervorragend und unterhaltsam.

Eben nicht, die Bundesliga interessiert international doch nur einen Bruchteil der PL. Sonst wären die TV-Einnahmen der PL doch auch nicht viel höher.

Das Argument mit dem Zuschauerschnitt wird ja immer gebracht, sagt aber wenig aus. Zum Einen sind die Tickets in der PL afaik deutlich teurer im Durchschnitt, zum anderen gibt es dort 20 Teams (vs. 18 in Deutschland) und es leben in Deutschland fast 50% mehr Menschen! Weiss nicht wie man das ernsthaft vergleichen kann...
 

DocBrown

Nachwuchsspieler
Beiträge
770
Punkte
93
Warum ist die Bayern dominanz eigentlich so viel größer geworden?

Bayern war seit den 70ern immer dominant, aber von den 70ern bis 90ern hat man im Schnitt ca. Die Hälfte der titel geholt (die x9/x0 saison noch zum jeweiligen Jahrzehnt gerechnet).

Dann 2000er 7 titel, 2010er 8 und 2020er bisher 5 aus 6.

Das Bayern gewisse Vorteile hat ist ja klar, aber was hat sich hier verändert?

Den Grundstein für die heutige Über-Dominanz haben Uli und Co. sicher um die Jahrtausendwende mit dem Kirch-Deal gelegt: 42 Millionen Mark waren damals eine Menge Geld, mit der man direkt den Bau der Allianz-Arena teilfinanzieren und die Konkurrenz (Leverkusen) schwächen konnte (Ballack, Lucio, Ze Roberto...). Als netten Nebenffekt konnte man durch den Bau der Arena den Stadtrivalen endgültig versenken (die blau-weißen hatten natürlich schon auch ihren Anteil daran).

Dass Kalle und Ulli wenig Skrupel hatten, wenn es darum, geht Vorteile für den FC Bayern rauszuschlagen, und auch keine Konsquenzen zu befürchten hatten, wurde zur Zeit ja immer wieder offensichtlich (z.B. auch im Rahmen des Klose-Transfers).

Faiererweise muss man sagen, dass man das Geld dann auch sinnvoll ausgeben muss - daran sind v.a. Hamburg und Berlin in den letzten 25 Jahren grandios gescheitert.

Bayern hat teilweise richtig gute Transferentscheidungen getroffen (Ribery, Robben, Martinez, Neuer) und auch auf der Trainerbank immer wieder zum richtigen Zeitpunkt den richtigen Leuten Verantwortung übertragen, insb. van Gaal 2009, Heynckes 2011, Flick 2019 und Kompany 2024.
 
Zuletzt bearbeitet:

Harrison

Bankspieler
Beiträge
4.290
Punkte
113
Das ist als Aussage auch zu billig.
Die Umsatzseite hat sich seit dem Schürrle Transfers nicht in dem Maße entwickelt wie die Ausgabenseite.

Grundsätzlich könnte sich der BVB einen 50 Millionen Transfers leisten.
Aber das würde dann auch das gesamte Kapital für ein Transferfenster auffressen.
Beim aktuellen Kadermanagement undenkbar, dass man nur einen Spieler transferiert.

Das stimmt doch nicht. Man hat die letzten beiden Saisons für Zugänge jeweils 100 Mio. ausgegeben, nichts von wegen 50 Mio. wären das gesamte Kapital. Es ist eher eine Frage von Prioritäten. Dortmund holt seit Jahren lieber 6-7 zweit- bis drittklassige Spieler als 3-4 Erstklassige (oder zumindest einen Erstklassigen und 4-5 Zweitklassige). Ein Jobe Bellingham und ein Fabio Silva haben in der Summe so viel wie ein Olise gekostet. Man kann sagen "aber dafür hat man zwei Spieler". Ist die Frage, ob die zwei Spieler mehr Impact haben als der eine Spieler. Für mich wäre die Antwort klar.
 

Amsel

Nachwuchsspieler
Beiträge
121
Punkte
28
Ein Jobe Bellingham und ein Fabio Silva haben in der Summe so viel wie ein Olise gekostet. Man kann sagen "aber dafür hat man zwei Spieler". Ist die Frage, ob die zwei Spieler mehr Impact haben als der eine Spieler. Für mich wäre die Antwort klar.

Dann bleibt halt immer noch die Tatsache, dass Olise im Leben nicht zum BVB gewechselt wäre.
 

carlch

Nachwuchsspieler
Beiträge
677
Punkte
93
Mit Cherki war sich der BVB doch einig und hat alles versucht, um ihn zu bekommen. Was soll das also für ein Argument sein?
Im Winter 24/25 ja, im Sommer 24 war man zumindest den damaligen Berichten zu Folge intern nicht überzeugt genug. Letzten Sommer hatte man keine Chance mehr das stimmt.
 

NcsHawk

Bankspieler
Beiträge
9.847
Punkte
113
Das stimmt doch nicht. Man hat die letzten beiden Saisons für Zugänge jeweils 100 Mio. ausgegeben, nichts von wegen 50 Mio. wären das gesamte Kapital. Es ist eher eine Frage von Prioritäten. Dortmund holt seit Jahren lieber 5-6 zweit- (oder drei drittklassige) Spieler als 3-4 Erstklassige. Ein Jobe Bellingham und ein Fabio Silva haben in der Summe so viel wie ein Olise gekostet. Man kann sagen "aber dafür hat man zwei Spieler". Ist die Frage, ob die zwei Spieler mehr Impact haben als der eine Spieler. Für mich wäre die Antwort klar.
Ein Spieler der 50 Millionen € kostet wird entsprechende Nebenkosten mit sich bringen.
Gehalt, Handgeld, Berater.
Bei einem Budget von 100 Millionen bleiben dann eben keine weiteren 50 Millionen € für den nächsten Spieler übrig.
Ich meine gelesen zu haben, dass Olise damals 10 Millionen € Handgeld von Bayern erhalten hat. Der Berater wird sicher ebenfalls in dem Bereich kassiert haben.

Ich bezweifle doch auch gar nicht, dass der BVB sich Transfers in dieser Region grundsätzlich leisten könnte ich glaube nur nicht, dass der BVB in der Situation ist wo solch ein Transfers zur Debatte stehen würde. Kehl hat einen ****** Job gemacht. Qualitativ ist der BVB nicht da wo er finanziell sein müsste.
Der Grund dafür ist aber nicht, dass man es verpasst hat einen 50+ Millionen € Transfer zu landen.
Wer mit den Bayern mithalten will muss die Olises holen bevor die ihren Durchbruch im Profibereich schaffen und diese Spieler dann auch für einen gewissen Zeitraum halten.

Der BVB war mal gut darin Spieler zu finden die internationales Top-Niveau erreichen können. Aber man hat in der Entwicklung nie den Schritt geschafft diese Spieler dann auch mal für 4-5 Jahre an den Verein zu binden. Das muss man dem Verein BVB und auch den anderen Clubs in der Liga vorwerfen. Für Bellingham hätte man auch diesen Sommer noch 100 Millionen bekommen können.
 

Amsel

Nachwuchsspieler
Beiträge
121
Punkte
28
Im Winter 24/25 ja, im Sommer 24 war man zumindest den damaligen Berichten zu Folge intern nicht überzeugt genug. Letzten Sommer hatte man keine Chance mehr das stimmt.

Das war natürlich ein großer Fehler, aber hat mit der Diskussion, wieso Dortmund nicht Olise von Crystal Palace hätte holen können recht wenig zu tun.
 

carlch

Nachwuchsspieler
Beiträge
677
Punkte
93
Was ich Vermarktungstechnisch übrigens einigermaßen albern finde ist, dass die Highlights der Spiele immer erst Montag um 0 Uhr z.B. auf YouTube veröffentlicht werden. Da ist Samstag oder sogar Freitag Abend ein geiles Spiel und ohne die ganzen Abos bleibt das lineare Fernsehen die einzige Möglichkeit was mitzubekommen. Das kann’s doch heutzutage wirklich nicht mehr sein und ist meines Wissens nach auch ziemlich Bundesliga exklusiv. Ist jetzt wahrscheinlich nichts weltbewegendes aber zeigt finde ich schon, dass man das Thema null oder kaum ernst nimmt.
 

Big d

Bankspieler
Beiträge
31.793
Punkte
113
Huli Oeness fasst einen guten Teil hier ziemlich gut zusammen:




Ok. Und was ist mit Schürrle oder den zahlreichen anderen BVB-Transfers für rund 30 Mio., was inflationsbereinigt heute rund 50 Mio. entsprechen?
Man kann ja bei Hoeneß menschlich einiges kritisieren, aber das war schon eine geile rede. Gerade das am Ende mit geld aus der Tasche ziehen in der Loge.
 

Big d

Bankspieler
Beiträge
31.793
Punkte
113
Eben nicht, die Bundesliga interessiert international doch nur einen Bruchteil der PL. Sonst wären die TV-Einnahmen der PL doch auch nicht viel höher.

Das Argument mit dem Zuschauerschnitt wird ja immer gebracht, sagt aber wenig aus. Zum Einen sind die Tickets in der PL afaik deutlich teurer im Durchschnitt, zum anderen gibt es dort 20 Teams (vs. 18 in Deutschland) und es leben in Deutschland fast 50% mehr Menschen! Weiss nicht wie man das ernsthaft vergleichen kann...
Liegt aber auch daran das man sich in deutschland stark an den fan Lobbyisten orientiert, oder?

1) unterschiedliche Anstoßzeiten, eventuell auch mal eins so das es für eine andere Zeitzone für einen internationalen Markt passt -Wollen die fans nicht

2) 50+1 abschaffen - wollen die fans nicht

3) teurere Tickets wie in England- wollen die fans nicht (hat ja Hoeneß in seiner rede auch angesprochen)

Ich will nicht sagen das die Hauptschuld bei den fans liegt, die PL hat allein schon durch den englischen Sprachraum und die englische Sprache im allgemeinen einen riesen vorteil bei internationaler Vermarktung, aber am Ende kommt man den fans was Vermarktung angeht eben auch stark entgegen.
 

RoyalChallenger

Bankspieler
Beiträge
1.401
Punkte
113
Die internationale Vermarktung voranzutreiben wäre ein sinnvoller Ansatz, wenn die entsprechenden TV-Einnahmen - wie in England - gleichmäßig unter allen Teams verteilt würden. Das ist in Deutschland aber nicht der Fall, sondern Bayern bekommt auch hier den größten Anteil. Wenn also ein Verein internationale Stahlkraft entwickelt und für mehr TV-Einnahmen sorgt, vergrößert sich der finanzielle Abstand zu den Bayern.

Man kann immer mit dem Finger auf die dumme Konkurrenz zeigen. Aber die Spielregeln aktuell bevorzugen klar den aktuellen Marktführer. Das ist für die Ausgeglichenheit der Liga logischerweise schlecht. Zumal der Marktführer auch noch mit klaren Regelverstößen durchkommt bzw. zumindest in der Vergangenheit durchgekommen ist.
 

NcsHawk

Bankspieler
Beiträge
9.847
Punkte
113
Liegt aber auch daran das man sich in deutschland stark an den fan Lobbyisten orientiert, oder?

1) unterschiedliche Anstoßzeiten, eventuell auch mal eins so das es für eine andere Zeitzone passt -Wollen die fans nicht

2) 50+1 abschaffen - wollen die fans nicht

3) teurere Tickets wie in England- wollen die fans nicht (hat ja Hoeneß in seiner rede auch angesprochen)

Ich will nicht sagen das die Hauptschuld bei den fans liegt, die PL hat allein schon durch den englischen Sprachraum und die englische Sprache im allgemeinen einen riesen vorteil bei internationaler Vermarktung, aber am Ende kommt man den fans was Vermarktung angeht eben auch stark entgegen.
Ich glaube man könnte auch ohne diese Punkte anzugehen viel mehr aus dem Produkt rausholen.
Social Media sollte man wie NBA/NFL und Co handhaben. Da gehören Highlights hin. Unmittelbar und nicht erst Tage später wenn man gar keine Spiele mehr verfolgen kann.
Es muss endlich einen Team-Pass geben.
Gerade im Bereich neue Medien ist die Bundesliga quasi gar nicht existent. Entsprechend generiert man auch bei der Generation 10 Jahre+ gar kein Interesse. Da sind Anstoßzeiten oder Ticketpreise vollkommen egal.
 

Harrison

Bankspieler
Beiträge
4.290
Punkte
113
Dann bleibt halt immer noch die Tatsache, dass Olise im Leben nicht zum BVB gewechselt wäre.

Eine Tatsache, weil du es einfach mal behauptest? Unabhängig davon ist die rückläufige Attraktivität des BVB ja auch Folge des geschilderten, bescheidenen Einsatzes der finanziellen Mittel, welches nun seit etlichen Jahren andauert mit den entsprechend bescheidenen sportlichen Erfolgen.

Ein Spieler der 50 Millionen € kostet wird entsprechende Nebenkosten mit sich bringen.
Gehalt, Handgeld, Berater.
Bei einem Budget von 100 Millionen bleiben dann eben keine weiteren 50 Millionen € für den nächsten Spieler übrig.
Ich meine gelesen zu haben, dass Olise damals 10 Millionen € Handgeld von Bayern erhalten hat. Der Berater wird sicher ebenfalls in dem Bereich kassiert haben.

Und bei Bellingham und Co. fielen keine Nebenkosten an? Wie man es dreht und wendet, es bleibt dabei, dass es eine bewusste Entscheidung des BVB ist, den Weg zu gehen, den sie eben gehen und nicht, weil sie sich einen anderen nicht leisten könnten. Man kann vielversprechende Talente früh günstig holen, man kann sehr gute junge Spieler, die den Durchbruch (nahezu) schon geschafft haben, für leistungsgerechtes Geld holen und man kann überteuerte average Joes holen. Der BVB macht weitgehend letzteres. Da ist es dann aber lächerlich, wenn man sich hinstellt und rumflennt, dass man nicht viel mehr als average Joe Ergebnisse erreicht.
 

Amsel

Nachwuchsspieler
Beiträge
121
Punkte
28
Eine Tatsache, weil du es einfach mal behauptest? Unabhängig davon ist die rückläufige Attraktivität des BVB ja auch Folge des geschilderten, bescheidenen Einsatzes der finanziellen Mittel, welches nun seit etlichen Jahren andauert mit den entsprechend bescheidenen sportlichen Erfolgen.

Also nehmen wir mal an, dass der BVB den Olise Transfer hätte finanziell stemmen können.

Dann wechselt Olise nach seinem Durchbruch in der PL also nicht zu Bayern oder einem anderen Weltclub, sondern zum BVB? :crazy:

Was kommt als nächstes? Dortmund soll Bellingham und Haaland zurückholen?
 

Harrison

Bankspieler
Beiträge
4.290
Punkte
113
Also nehmen wir mal an, dass der BVB den Olise Transfer hätte finanziell stemmen können.

Dann wechselt Olise nach seinem Durchbruch in der PL also nicht zu Bayern oder einem anderen Weltclub, sondern zum BVB? :crazy:

Was kommt als nächstes? Dortmund soll Bellingham und Haaland zurückholen?

Nein, sie sollten Nico Schultz, Thomas Delaney und Thorgan Hazard zurückholen.
 
Oben