Nun, man weiß es halt immer erst hinterher. Aber das muß Saunders selber wissen ob er Risiko geht, oder es gemächlich angeht. Wobei von außen betrachtet die Vorteile für Ihn überwogen hätten. Als WM muß er Rosado und Monroe überall schlagen: In England, USA, Buxtehude oder in ner chinesischen Provinz von der kein Schwein je was gehört hat. Es liegt jetzt nicht wirklich auf der Hand daß man Ihn gegen Rosado in Amerika übers Ohr hauen würde. Noch dazu ist Rosado ein Gegnertyp, gegen den man gut aussehen kann. Außerdem kommt es schon recht häufig vor daß die beiden Headliner eine card in naher Zukunft gegeneinander kämpfen. Saunders ist da ja um 2 Ecken verwandt mit Rigondeux. Sprich, er stinkstiefelt auch 12 Runden runter und macht nix wenn das reicht. So kam ja auch der furchtbare Kampf gegen Lee zustande. Lee macht auch nix, außer komisch gucken, klammern und 3-5 pro Kampf reinsnipern. Für den eigenen Marktwert ist das wichtig gute Kämpfe zu machen. Gegen Rosado würde das wohl hinhauen. Im Allgemeinen kriegt der Saunders ja gerade von den Boxfans seinen Stempel ab: Kämpft nicht, frißt viel, lehnt diesen und jenen Gegner ab...macht halt gerade nicht viel her fürs Image. Sind genau die Dinge die Einen als Boxfan ziemlich nerven aktuell. Schade eigentlich, denke er ist ziemlich gut und sein Style könnte GGG oder Alvarez richtig fordern.
Wobei mich da das Mittelgewicht allgemein ins Grübeln bringt. Da sind so einige Pappenheimer aus denen ich nicht schlau werde. Gerade die Leute aus der 2. Reihe drängen sich nicht wirklich auf a) gegen GGG zu kämpfen b) untereinander zu kämpfen oder c) überhaupt zu kämpfen. Denke da an die werten Pappenheimer Eubank, Jacobs, Quillin, Lee und auch Saunders.